Ymir

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Ymir
wichtige Informationen
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Staatsform Es gibt keine umfassende Regierung. Die Barbaren leben in einzelnen Stämmen in den Wäldern verstreut und jeder Stamm hat seinen eigenen Anführer. Die Zwerge haben sich unterhalb der Berge angesiedelt und es sollen zwei Könige existieren und jeder regiert seinen eigenen Staat.
Oberhaupt Ein Oberhaupt für diese Region ist nicht anzutreffen, da die einzelnen Stämme nie vereint werden konnten und unter eigenen Regeln und Gesetzen leben. An der Größe des Stammes erschließt sich seine Macht und Ansehen. Die Zwerge hingegen interessieren sich einfach nicht für die Belange der anderen Völker ihres Landes und leben in ihrem eigenen Staat. Die Orks und Goblins haben schon oft versucht das Land zu erobern, aber Fehden innerhalb ihrer Klans haben bisher jegliche Pläne zunichte gemacht.
Hauptstadt Eine Hauptstadt hat Ymir nicht.
Provinzen
Auch Provinzen existieren nicht.
weitere Städte
Die Zwergenstädte Khaz-Dinar und Khaz- Dumron zählen zu den größten und wichtigsten Städten.

Kurzbeschreibung

Auf den ersten Blick mag Ymir karg und unbewohnt erscheinen. Dunkler Fels, schmale Täler, unendlich weite Berge mit schneebedeckten Gipfeln machen dieses wilde Land aus. Zumeist ist es auch relativ finster hier, denn auch wenn mal die Sonne scheint, ist der Himmel meist von dem Rauch der vielen Vulkane bedeckt. Erst bei genauerer Betrachtung findet man dann doch Leben in dem Land, in dem die Sonne so selten scheint. Zum einen gibt es die Zwerge, die aber ausschließlich unter der Erde hausen und dort in ihren Minen, den Bergen ihre Schätze entlocken. Es gibt auch wenige Menschen, die Barbaren - ein raues, hartes, unzivilisiertes Volk, dass nichts anderes zu tun hat als wegen Kleinigkeiten in blutigen Fehden andere Sippen zu bekämpfen oder in gnadenlosen Kleinkriegen um das wenige, fruchtbare Land zu ringen. Aber vor allem ist es das Land der Mythen und Legenden, eisiger Gipfel und karger Felshänge. Hier gibt es sie noch, die Drachen, Trolle, Riesen, Minotauren und andere mythische Kreaturen.

Name

Ymir (Ymir ist Trollisch und bedeutet sowohl "Nacht", als auch "schwarz" und "Felß")

Elfisch: Yemahra

Zwergisch: Ymrr

Orkisch: Ykrr

Geographie

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Allgemein

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Ymir liegt hoch im Norden von Naromyr. Westlich grenzt Raan an das Land, wobei der Fluss Goria, der Bergpass Sund und der Monsunwald Donai eine natürliche Grenze bilden. Maraska grenzt südlich an dem Land. Hier werden die Grenzen von den Barbarenstämmen und dem Klan der Goblins bestimmt. Immer wieder kommt es hier zu Kriegen und die Grenzen werden dann neu abgesteckt. Das Land wird fast ausschließlich von Bergen bedeckt und in den Höhen herrscht ein rauer Wind und Minusgrade. Dichte Wälder und die karge Tundra bedecken das restliche Land.

Berge

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Im Süden am Fuße des großen Mongoht- Gebirge herrscht jedoch ein mildes Klima. Die Sommertage sind schwül und heiß, während die Wintertage von unablässigen Regen geprägt sind. Daher findet man in dieser Region Monsunwälder und das Land erinnert an tropische Regionen. Doch die Berge bilden eine natürliche Klimagrenze, welche die milden Winde und Regenwolken ins Land von Maraska wieder zurück drängen. Ist es am südlichen Ausläufer des Mongoth- Gebirge noch angenehm warm, so sinken die Temperaturen je höher man sich begibt. Hier gibt es keine Jahreszeiten und das Wetter ist unablässig kalt und es herrscht Frost. Den größten Berg findet man im Osten und die Zwerge haben ihn Wythberg getauft und die Stadt Khaz-Dinar in seinem Inneren errichtet. In dieser Region schneit es täglich. Es gibt zwei große Flüsse die aus dem Monogoth- Gebirge entspringen. Zum einen den Fluss Goria, der im nördlichen Eismeer endet und der Zond, welcher im südwestlichen Meer von Maraska endet. An der Quelle des Goriaflusses liegt die Zwergenstadt Khaz-Dumron. Doch sind die Berge nicht nur eiskalt, sondern werden auch von einer Vulkanlandschaft beherrscht, welche sich vom Westen bis hin zum Osten zieht. Hier fühlen sich die Trolle heimisch. Zwischen den schneebedeckten Gipfeln hängen graue Rauchsäulen und bedecken den Himmel. Sind die Vulkane aktiv, so sieht man in jener Region keine Sonne mehr und es scheint ewige Nacht zu herrschen. Dicke Lavaströme gleiten die Hänge hinab und ergießen sich am Fuße des Berges. Bei besonders hoher Aktivität dringen die Rauchwolken bis in die Tundra und den Wäldern vor und verdecken auch hier den Himmel, so dass die Tage trüb sind.

Tundra

Die Tundra liegt im Norden, erstreckt sich bis an die Küste und teilt den Gareenawald und den Taldynwald. Die Tundra wird von den Orks Grgdush genannt und da diese seit hunderten von Jahren diese Region besiedeln, hatte sie nie einen anderen Namen erhalten. Es herrschen kurzeund kühle Sommer und lange, kalte Winter. Die Durchschnittstemperaturen können bis zu -40°C erreichen und es kann elf Monate im Jahr schneien. Hier gibt es Dauerfrostboden, der auch im Sommer nur sehr kurz und nur an der Oberfläche auftaut. Da das getaute Wasser meistens schlecht versickern kann, da tiefere Erdregionen noch gefroren sind, bilden sich im Frühjahr häufig Sümpfe und Teiche in der Tundra. Versickert das Wasser, bleiben die sogenannten Steinnetze übrig. Überall bilden sich kreisförmige Steinansammlungen, welche einen Teppich über die ganze Tundra bilden. Taut das Wasser auf, so lässt der Druck grobe wie feine Gesteinsbrocken nach oben steigen. Versickert das Wasser wieder in der Erde, zieht es das feine Gestein wieder mit nach unten, so dass nur die groben Steine auf der Oberfläche zurückbleiben. Dies geschieht Jahr für Jahr und verleiht der Tundra eine außergewöhnliche Schönheit. Die Tundra ist recht nährstoffarm und wird von Moosen, Gräsern und Flechten bedeckt.

Wälder

Es gibt drei Wälder in Ymir, welche Gareenawald, Taldynwald und Luumwald genannt werden. Der Luunwald gehört zu den tropischen Monsunwäldern, welcher weit über die Grenzen von Maraska hineinreicht. Der Wald ist immergrün und tropische Pflanzen und Bäume wachsen hier, wie Bambus oder Lianen. Er bildet einen radikalen Gegensatz zum Rest des Landes und der Stamm der Zondbarbaren lebt hier, welche ihr Dorf Taun am Fluss Zond errichtet haben. Sie herrschen über den hiesigen Wald. Die anderen beiden Wälder gehören zu den Nadelwäldern und gehören auch zum Land der Barbaren. Aber auch Oger, Minotauren und Orks fühlen sich hier heimisch und immer wieder kommt es zu kämpfen. Auch diese Wälder sind immergrün und weisen eine geringe Artenvielfalt auf. Auch hier herrscht ein Dauerfrostboden und die Wärme im Frühling führt zur Versumpfung. An vielen Stellen bilden sich im Sommer Moore, welche für ausreichend Nährstoffe für die Pflanzen sorgen. Da die Nährstoffe, durch Kälte bedingt sich nur langsam zersetzen, schützt eine dicke Humusschicht die Pflanzen vor den niedrigen Temperaturen. Der Gareenawald liegt im Nordwesten des Landes und wird vom Barbarenstamm der Nordack bewohnt. Dieser teilt sich jedoch in viele kleine Klans auf, welche untereinander ständige Fehden austragen. Der Taldynwald wird vom Barbarenstamm der Nekronäer bewacht, welche ihre Stadt inmitten des Waldes errichtet haben. Von den Zwergen wird die Stadt Nor genannt und es ist auch kein anderer Name bekannt. Der Taldynwald liegt im Nordosten des Landes und reicht bis in den Süden hinein, wo sich sein Bild zu einem Mischwald wandelt.


Flora

Tanne

Tannen wachsen fast überall in Ymir. Es gibt an die vierzig verschiedene Arten, welche in den Wäldern wachsen. Manche der immergrünen Bäume werden bis zu 90m hoch und haben eine Lebenserwartung von neunhundert Jahren. Von den Zapfen ernähren sich Vögel und Wildtiere, wie Schweine oder Wiesel. Aus dem weichen Holz bauen die Barbaren ihre Häuser.

Moos

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Die verschiedensten Moose wachsen in der Tundra und bilden einen weiten Teppich in manchen Gebieten. Sie sind frostresistent und können Wasser für mehrere Monate speichern. Da ihre Wurzeln wenig ausgeprägt sind, nehmen die Moose ihre Nährstoffe über den Regen auf. Orks nutzen die Moose als Ergänzung zu ihrem Speiseplan.

Flechte

Flechten sind keine Pflanzen, sondern eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und einer anderen Photosynthese betreibende Pflanze, wie dem Moos. Es gibt hunderte von verschiedenen Flechten, die Gattung ist von dem jeweiligen Pilz abhängig. Sie tragen verschiedene Farben von weiß, über rot, rosa und orange oder hellblau bis dunkelblau, leuchtend gelb, grau bis tiefschwarz oder aber olivgrün bis blaugrün. Im Sommer leuchtet daher die Tundra in den schönsten Tönen.

Lärche

Lärchen gehören zu den Kieferngewächsen, welche im Herbst beginnen ihr Laub abzuwerfen und sich somit von den Tannen unterstreichen. Lärchen dienen als Bauholz und sind schlechtes Brennholz. Es ist schweres und hartes Holz aus dem sich auch gute Waffen fertigen lassen. Die Zwerge fertigen aus jenem Material äußerst robuste und langhaltige Maschinen und Werkzeuge.

Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel zählt zu den Gemüsepflanzen und wächst in den Nadelwäldern von Ymir. Die einjährige Pflanze hat gelbe Blüten und saftige, breite Blätter. Doch nahrhaft ist nur ihr Wurzelwerk, welche an manchen Stellen dicke und längliche Knollen bildet. Dieses Gemüse ist nicht nur nahrhaft, sondern heilt auch Schlangenbisse und hilft gegen Herzleiden.

Nabelmiere

Die Nabelmiere ist eine sehr kleine Pflanze, welche gerne von Rentieren oder Moschusochsen verspeist wird. Sie ist ein krautiges Gewächs, was auch extremer Käte stand hält. Sie liebt feuchte Böden und treibt daher besonders im Frühjahr. Sie haben weiße Blüten, welche klein und unscheinbar wirken.

Fauna

Rentier

Das Rentier gehört zu der Familie der Hirsche. Den Sommer verbringt es in der Tundra und im Winter zieht es sich in die Wälder zurück. Manche Rentiere wurden von den Barbaren domestiziert und werden als Zug -und Lasttiere verwendet. Sie gehören zu den größten Hirschen und werden über zwei Meter groß. Dabei sind die Weibchen wesentlich kleiner. Das Fell hat eine dunkle, braune Farbe, nur die gezüchteten Tiere weisen einen helleren Braunton auf. Die männlichen Tiere tragen stattliche Geweihe. Rentiere sind Herdentiere und die größte Herde umfasst bis zu hunderttausend Tiere. Zur Paarungszeit versuchen die Männchen einen Harem um sich zu sammeln. Im Sommer kommen die Jungen zur Welt. Vor allem die Kälte gefährden die Jungtiere besonders und im Winter verenden die meisten Kitze.

Wolf

Wölfe leben im Rudel zusammen und ernähren sich von Rentieren, Schneehasen oder den Jungtieren der Moschusochsen. Sie haben einen breiten und massigen Körper und lange Beine, welche im Schnee eine bessere Bewegung ermöglichen. Ihr Fell ist lang und dicht und hat eine schwarze bis gräuliche Farbe. Sie leben in allen Regionen von Ymir, auch an den Ausläufern der Berge. Ihre Jungtiere ziehen sie in Höhlen auf. Haben sich die Augen geöffnet und sind sie in der Lage zu laufen, verlassen diese den Bau, werden aber noch vom Rudel bewacht.


Moschusochse

Der Moschusochse gehört zu den Ziegenarten, wird aber bis zu 1,50 groß. Nur die Weibchen sind etwas kleiner. Sie haben schwarz- braunes, zottiges Fell, welches sie vor den harten Wintertagen schützt. Sie verbringen ihr ganzes Leben in der Tundra und bilden Herden, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Auch die breiten und kräftig ausgebildeten Hörner schützen vor Feinden und werden von Männchen, wie Weibchen getragen. Die Jungen kommen im Frühjahr zur Welt und werden von der ganzen Herde beschützt. Im Winter schließen sich dann mehrere Herden zusammen, bis zu hundert Tiere, welche sich wärmen und dicht beieinander stehen.

Ymirfuchs

Der Ymirfuchs lebt in der Tundra, aber auch auf dem Eis, welches sich im Winter am Ufer und auf dem Meer bildet. Er ist ein ausgesprochener Einzelgänger, der sich hauptsächlich von kleinen Nagetieren ernährt. Sie haben einen sehr guten Geruchssinn und können auch unter einer dichten Eisdecke die kleinen Säuger aufspüren. Im Sommer bekommt der Ymirfuchs ein bräunliches Fell, um sich seiner Umgebung anzupassen. Im Winter wird sein Fell weiß und er kann sich sehr gut tarnen. Die Jungen werden Anfang des Winters in einem Bau geboren, wo sie liebevoll aufgezogen werden. Erst im Frühjahr verlassen sie den Bau und lernen von der Mutter zu jagen.

Eisbär

Eisbären werden bis zu zweieinhalb Metern groß, aber es wurden auch schon über drei Meter große Tiere gesichtet. Auch sie sind Einzelgänger und gehören zu den Allesfressern. Sie halten sich die meiste Zeit an den Küsten auf und auf dem Packeis, um Robben zu jagen, welche zu ihren Lieblingsspeisen gehören. Im Sommer sind sie jedoch gezwungen sich ins Landesinnere zurückzuziehen und meist beginnt eine kilometerweite Wanderung quer durch die Tundra. Die Weibchen ziehen die Jungtiere eigenständig auf und verlassen ihren Nachwuchs erst nach zweieinhalb Jahren.

Schneehase

Der Schneehase verdankt seinen Namen dem weißen Fell, dass er trägt. Auch er wechselt sein Fellkleid im Sommer und erhält ein braunes. Sie leben in der Tundra, in den Wäldern und in den Mooren. Vereinzelt trifft man sie auch an den Ausläufern der Berge an. Er baut Gruben, um sich vor Feinden zu verbergen. Er ist der Meister der Flucht und hängt seine Verfolger durch das Schlagen von Haken ab.

Städte & Bevölkerung

Städte

Khaz-Dinar

Die Stadt hat ihren Kern im Wythberg. Sie ist die älteste Zwergenstadt in Naromyr und es gibt auch nur wenige Informationen über das Leben unter dem Berge. So ist nur bekannt, dass die Stadt noch die tausend Jahre alten architektonischen Merkmale aufweist und alte Gebäude bis heute noch erhalten sind. Die Zwerge von Khaz- Dinar meiden den Kontakt zur Außenwelt und leben zurückgezogen. Es heißt, dass einer der größten Schätze in ihren Hallen verborgen liegt, da die Zwerge sich bis zum Mittelpunkt der Erde gegraben haben. Das kann man jedoch für ein Gerücht halten.

Khaz-Dumron

Die Zwerge von Khaz Dumron sind ein recht kriegerisches Volk und leben an der Quelle des Goriafluss, welche aus dem Mongoht- Gebirge entspringen. Doch kommt es oft zu Kämpfen mit den Goblins, die immer wieder versuchen ihre Stollen einzunehmen, um sich niederzulassen. Aber auch gegen die Orks und Menschen sind sie oft in den Krieg gezogen, wenn diese sich ihrem Berg genähert haben. Sie haben einen eigenen König und sind nicht von den Zwergen aus Khaz- Dinar abhängig. Auch sie leben zurückgezogen, aber betreten nur sehr selten die Oberfläche, dann meist um zu kämpfen. Daher hat seit Jahren kein Geschöpf oberhalb der Erde die Zwerge von Khaz- Dumron gesehen.

Taun

Am Fluss Zond liegt das abgelegene Dorf Taun. Es gehört zu dem Stamm der Zondbarbaren und ist eines der größten Dörfer. Die Zonder waren früher für ihren Sklavenhandel bekannt und Taun war ein wichtiger Umschlagsplatz. Viele ihrer Sklaven stammten aus anderen Barbarenstämmen, die sie bei der Sklavenjagd gefangen genommen hatten.

Nor

Nor ist die Stadt des Nekronäerstammes. Die Nekronäer leben nicht in vielen kleinen Dörfern, sondern leben zusammengerottet in der Stadt. Auch wenn Nor für zivilisierte Maßstäbe nicht sehr groß ist. Aber ein Holzwall dient zum Schutz vor Feinden und neben einem kleinen Tempel haben sie auch eine Schule der Kriegskunst, einen Markt, eine Wirtsstube und ein Haupthaus. Daher zählt Nor zu den fortschrittlichsten Städten in Ymir.


Bevölkerung

Die Barbaren

Die Menschen in Ymir sind stämmiger und robuster gebaut, als in den wärmeren Gegenden. Die Männer werden meist bis zu zwei Meter groß. Ihre Körper sind Muskelbepackt und mit unzähligen Narben und metallischem Körperschmuck verziert. Die Frauen haben gebärfreudige Becken und üppige Kurven. Als Körperschmuck tragen sie Ketten aus Knochen oder Tätowierungen.

Es kommt oft vor, dass sich die Haarfarbe nach den Stämmen richtet. Sie variiert zwischen weißblond über braun bis hin zu feuerrot. Es fällt auf, dass die Zonder eine dunklere Hautfarbe haben, als die Menschen der restlichen Stämme.

Bis auf den Stammeshäuptling, wohnen alle in Familienverbänden in einem großen Langhaus. Die verschiedenen Generationen unterstützen sich gegenseitig. Es wird auch gemunkelt, dass es sogar einen barbarischen Amazonenstamm gibt. Dieser soll sich hoch im Norden befinden, wo das Leben unwirklich erscheint.


Die Orks

In Ymir leben Höhlenorks und Orks, welche sich in der Tundra heimisch fühlen. Die Höhlenorks meiden das Tageslicht, da sich ihre Augen der Dunkelheit angepasst haben. Sie sind kleiner gewachsen, als die Nomaden und haben blassgrüne Haut. Die Haut ist deshalb so blass, weil sie sich nicht bei Tageslicht zeigen. Sie haben dadurch auch wenig Körperbehaarung. Meist nur ein paar Strähnen oder dünne Zöpfe. Sie haben viel Muskelmasse die sie auch brutal einsetzen. Ihre Weibchen bleiben immer in den Höhlen tief verborgen und kümmern sich um den Nachwuchs. Nur die männlichen Krieger ziehen des Nachts los um Beute zu machen.

Sie essen ausschließlich Fleisch und dabei sind sie nicht sonderlich wählerisch. Da es hier nicht viele Tiere gibt, machen sie gern auch mal einen Abstecher in ein Stammesdorf der Barbaren. Entweder Zetteln sie dort ein Scharmützel an oder klauen das Vieh.

Besonders intelligent sind sie nicht. Aber wenn es ums Futter geht, sind ihrer brutalen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Dazu benutzen sie diverse Waffen, die sie sich auf den Raubzügen durch die Stammesdörfer bereits angeeignet haben.

Die Nomaden scheinen weniger brutal, da sie sich hauptsächlich von dem Wild in der Tundra ernähren. Sie wandern im späten Sommer in Richtung der Wälder um sich vor den eisigen Wintern zu schützen, die jährlich das Land heimsuchen.

Die Zwerge

Unter und im Mongoht- Gebirge leben die Zwerge. Sie sind rauer und ruppiger als diejenigen die man aus den Städten kennt. Sie lieben es unter sich zu sein und gastfreundlich sind sie, wenn überhaupt nur zu Ihresgleichen.

Sie haben dunkle, graue Haut und ihre Haare sind schwarz oder weiß. Ihre Augen haben sich so an die Dunkelheit gewöhnt, dass sie ohne Licht in den Tunneln umherwandern. Sie haben einen Weg gefunden sich unterirdisch mit Wasser und Nahrung zu versorgen. Wie bei allen Zwergen lieben sie Edelmetalle und besonders den Alkohol. Es wird behauptet, dass sie die Vorfahren aller Zwergenarten sind und so alt wie das Gestein von Mongoht sind.

Die Oger

Sie leben in den Wäldern, bevorzugt in den Mooren von Ymir und werden über zwei Meter hoch. Oft trifft man sie in kleinen Gruppen an, welche die Wälder durchstreifen, auf der Suche nach Nahrung. Dabei sind sie nicht sehr wählerisch und erlegen alles was sich ihnen in den Weg stellt. Es heißt sie fressen kleine Kinder und rauben sie des Nachts aus den Betten in den Dörfern der Barbaren. Ob das stimmt, sei dahin gestellt.

Die Goblins

Die Goblins leben zurückgezogen in den verlassenen Höhlen und Stollen der Zwerge. Daher kommt es des Öfteren zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Goblin und Zwerg. An der Oberfläche sehen sie nur sehr schlecht, da ihre Augen sich an die Dunkelheit angepasst haben. Deswegen sieht man sie nur selten an der Oberfläche. Die Goblins sind die einzige Rasse in Ymir, welche friedlich mit den Orks zusammenleben kann. So trifft man manchmal kleine Gruppen bestehend aus Ork und Goblin an. Sie werden kaum größer, als ein zwölfjähriges Kind und haben eine eher schmale und zierliche Figur. Doch sollte man ihre Kraft die sie besitzen nicht unterschätzen.

Die Riesen

Die Riesen können drei Meter erreichen und leben in den eisigen Gipfeln der Berge. Sie hassen andere Rassen und töten jeden, der es wagt in ihre Heimat einzudringen. Über ihre Lebensweise ist nur wenig bekannt. Doch heißt es, dass sie über neunhundert Jahre alt werden können und weise sind. Sie sollen eng mit der Natur verbunden sein und verfügen daher über elementare Fähigkeiten, welche Feuer, Eis, Wasser und Erdrutsche einschließen. Besonders die Zwerge fürchten sich vor ihnen, da sie immer wieder Stollen zum einstürzen bringen oder sie unter Wasser setzen, wenn sie ihnen zu Nahe kommen.

Die Minotauren

Der Minotaur ist ein Wesen, welches einen menschlichen Körper zu haben scheint, aber einen Stierkopf trägt. Er ist bulliger und massiger als ein Oger, reicht aber in etwas an seine Körpergröße heran. Sie streifen durch die Wälder von Ymir und sind selten in der Tundra anzutreffen. Minotauren sind ausgesprochene Einzelgänger. Auch sind sie äußerst gewalttätig und schrecken auch vor Ogern nicht zurück. Ihr Gebrüll kann man kilometerweit im Wald hören, wenn sie einen Gegner angreifen. Meist fressen sie ihre Opfer auch gleich.

Die Bergtrolle

Bergtrolle sind steinerne Wesen und die größten Feinde der Zwerge. Sie leben abgeschieden in den Bergen, in Gruppen oder allein. Sie sind dafür bekannt, dass sie in der Sonne erstarren und nur des Nachts zum Leben erwachen. Je älter ein Bergtroll wird, umso mehr zieht er sich zurück. Es heißt, dass Tausendjahre alte Bergtrolle in die Höhen der Berge gezogen sind und sich zum schlafen gelegt haben, selbst das Licht des Mondes konnte sie nicht mehr wecken. So schliefen sie jahrelang und wurden eins mit dem Gebirge. Nur das Hämmern eines Zwerges kann sie wecken und schon manche Gruppe von Bergarbeitern wurde verschlungen, da sie sich plötzlich im Maul eines Troll wiedergefunden haben.


Politik

Die einzelnen Rassen in Ymir leben völlig autark voneinander. Des Öfteren kommt es zu Kriegen unter ihnen, wenn es um die Verteidigung eines Gebiets oder bestimmter Ressourcen geht. Selbst die Barbarenstämme sind untereinander befeindet und es entstehen ständige Fehden die ausgetragen werden. So strebt jeder Barbarenstamm nach Macht und Größe. Dadurch herrscht in den Wäldern meist Krieg. Lediglich die Höhlenorks und Goblins rotten sich zusammen, um bestimmte Stollen der Zwerge zu überfallen und einzunehmen. Doch ist der Frieden auch nur von kurzer Dauer, sobald eine Schlacht geschlagen wurde, streiten sich auch Goblins und Höhlenorks um die Vorherrschaft. Die Nomaden unter den Orks sind wesentlich friedfertiger. Meist überfallen sie einzelne Barbarendörfer, wenn im Winter die Nahrung knapp wird. Das meist entwickelte Volk sind wohl die Zwerge. Es gibt je zwei Klans und dazu einen eigenen König. Diese herrschen über die Stätten der Zwerge, halten sich aber aus anderen politischen Fehden heraus.

Ein Fremder kann sich hier nicht auf Regeln und Gesetze verlassen. Hier herrscht Anarchie. Die Sitten hier sind ebenso Rau wie sein Land. Den Barbaren wäre viel daran gelegen einen Fremden zu Köpfen und sein Haupt aufgespießt an einem Stock, als Warnung für andere Eindringlinge an den Grenzen ihres Landes aufzustellen. Die Zwerge sind wenig gastfreundlich und leben abgeschieden, daher töten sie eher einen Fremden als ihm Eintritt in die Stadt zu gewähren. Oger und Minotaur betrachten einen als potentielle Nahrungsquelle. Goblins und Orks würden Fremde wohl eher als Köder verwenden, um an schmackhaftere Nahrung zu kommen. Überlebt man als Reisender all jene Gefahren und entfacht ein wärmendes Feuer in den sicheren Höhen der Berge, so sollte man hoffen, dies nicht im Maul oder auf den Kopf eines Bergtrolls zu tun und beten, dass das Feuer von keinem Riesen entdeckt wird.

Ressourcen & Handel

Ymir ist reich an Bodenschätze, aber das zerklüftete Land macht es schwer diese zu exportieren. Da auch die Zwerge nicht sehr am Handel mit Menschen interessiert sind und nur wenige mutige Händler so weit in den Norden vorstoßen und diese Reise auch überleben, gibt es sehr wenig Warenfluss.

Doch ist dieses Land trotzdem reich an Ressourcen. Die Zwerge fördern Gold, Silber und verschieden Edelsteine wie Saphire, Diamanten, Rubine, Jaspis, Tigeraugen, Türkise oder Quarze zu Tage. Oft ein gefährlicher Spaß für die gierigen Kurzen, da sie nicht selten auf Magmakammern stoßen, die dann ihre Stollen fluten. Darüber hinaus ist Ymir reich an Obsidian, dem man magische Wirkung nachsagt. Doch ist es für die Zwerge nur von geringer Bedeutung und wird eher selten abgebaut.

Der größte Schatz Ymirs in den eisigen Wassern des Meeres. Gemeint ist der Tran des Hornwals, einem bis zu 15 Schritt langen beige-grauen Wals, der an seinem Kopf eine wulstartige Verdickung hat, die ihm seinen Namen einbrachte. Je größer das Horn, das aus ganz normalem Gewebe besteht, desto älter der Wal und desto besser sein Tran, so heißt es jedenfalls. Der Wal wird von den Barbaren erlegt, welche sich auch zum Teil auf die stürmische See wagen. In den westlichen Ebenen, die weniger vom Vulkanismus gezeichnet sind und vor den schwarzen Gebirgen liegt, treibt sich einiges an Ren herum, das von den Barbaren und den Orks gleichermaßen gejagt wird. Ob Huf, Horn, Fell oder Fleisch - alles findet Verwendung in der sonst kargen Landschaft.

Neben dem Hornwaltran suchen Handelsexpeditionen nach den mystischen Schätzen Ymirs. Drachenschuppen, Trollzähne, Minotaurenhörner, Riesenfinger, all das ist in Naromyr heiß begehrt und kann in Ymir erlegt werden. Dies ist aber mit großen Gefahren verbunden. Auch hier ließen einige Jäger und Abenteurer ihr Leben. Auch wenn wohlhabende Kaufleute eine kleine Gruppe von Söldnern bezahlen und entsenden, kehren nur die wenigsten zurück. Die Ausbeute lohnt sich trotz alle dem und man verdient sich eine goldene Nase. So werden immer wieder Glücksritter ihr Heil im kalten, dunklen, eisigen Norden suchen.

Falls zwei Stämme miteinander befreundet sind, betreiben sie auch Tauschhandel. Aber generell versorgt sich ein Stamm selbst.Die Stämme besitzen meist kleine Herden von Moschusochsen und Rentieren. Diese Tiere werden geschlachtet und bis auf den letzten Knochen verwertet. In den Sommermonaten sammeln sie Beeren, Wurzeln und Knollen die sie für die Wintermonate trocknen. Zusätzlich jagen sie auch noch anderes Wild, wie Hasen, Bären oder Lemminge.

Wissenschaft und Kultur

Die Barbaren besitzen trotz ihrer wilden Seite eine eigene Kultur.

Der Stammeshäuptling führt seine Gemeinschaft und trifft politische Entscheidungen. So kann er anderen Stämmen den Krieg erklären oder aber gegen Orks und andere Kreaturen in den Krieg ziehen. Meist haben die Häuptlinge mehrere Frauen und eine Schar von Kindern. Der erstgeborene Sohn wird jedoch immer zum Nachfolger gewählt. Wird dieser geboren gibt es ein großes Fest und eine Zeremonie, welche vom Schamanen durchgeführt wird.

In jedem Stamm gibt es einen Schamanen. Er ist die geistige Führung im Stamm. Er kann durch seine Magie mit den Ahnen kommunizieren, die ihm wertvolle Ratschläge zukommen lassen. Ob jeder Schamane über richtige Magie verfügt, darüber lässt sich natürlich streiten. Doch die Barbaren sind ein sehr gläubiges Volk und würden ihren geistigen Führer niemals in Frage stellen. Zudem verfügen sie über ein vielseitiges medizinisches Wissen, sind somit auch die Heiler im Dorf.

Die Kinder wachsen in der Obhut der Mütter auf. Bei der Geburt wird bereits festgelegt, welche Rolle dem Neugeborenen im Stamm zuteil wird. Schreit ein Junge bei der Geburt, wird dieser zum Krieger herangezogen. Die Mädchen hüten im allgemeinen Hof und Herd. In manchen Stämmen werden aber auch diese zu Kriegerinnen ausgebildet, sollte der Stamm nicht genügend Männer und Jungen haben. Doch jede Aufgabe unterliegt einem Totem. So gibt es nicht nur das Totem des Kriegers, welches dem Bären entspricht, sondern auch das Totem des Jägers, der Wolf, das des Bauern, ein Rentier oder des Schamanen, welches den Schneeadler darstellt. Das Mächtigste Totem ist der Tundrabär, dies erhält nur der zukünftige Häuptling. Die Jungen, die im Totem des Bären geboren wurden müssen sich erst beweisen, ehe sie mit den anderen Kriegern in eine Schlacht ziehen können. Kurz vor dem Erwachsenenalter bekommen sie von dem Schamanen eine Prüfung auferlegt. Diese richtet sich nach den Fähigkeiten des nun Jungendlichen. Meist müssen sie alleine einen Ork erlegen, aber auch in einer Gruppe gegen einen Oger kämpfen. Sind die Prüfungen bestanden schließt das Wintersonnenwendenfest die Prüfungen ab. Nun sind die Knaben zu Männern und damit zu Kriegern geworden. Es wird ausgiebig im Langhaus des Stammeshäuptlings gefeiert. Das wird so exzessiv betrieben, dass im Morgengrauen meist alle bis zur Ohnmacht betrunken und nackt sind. In den Stämmen gibt es zwar so etwas wie eine Lebenspartnerschaft, es ist bei Festen aber auch üblich, dass sich die Männer mit anderen Frauen vergnügen. Diese lose Bindung geht einher mit dem häufigen Tod der Frauen im Kindsbett.

Brud ist bei den Barbaren der Erschaffer der Welt. Sie ehren ihn meist nur mit Flüchen oder schreien seinen Namen bevor sie in die Schlacht ziehen. Sterben die Krieger heldenhaft, werden die Seelen nach der Verbrennung ihres Körpers in die ruhmreichen Hallen des Kriegsgottes Vahelmin aufgenommen. Diejenigen die an Altersschwäche sterben, werden normal begraben. Sie werden nach ihrem Glauben so oft wiedergeboren, bis sie tapfer in die Ruhmes Hallen Vahelmins einziehen können. So kann ein Jäger im nächsten Leben zu einem ehrhaften Krieger heranwachsen. Die Barbaren huldigen ihre Götter nicht. Sie vergießen allerhöchstens Blut in ihrem Namen.

Ein eher seltener Beruf bei den Barbarenstämmen, ist der des Holzfällers und des Tischler. In den größeren Dörfern ist dieser jedoch anzutreffen. Doch umfassen die Aufgaben des Tischlers weitaus mehr, als Fertigung von Möbelstücken. Zusammen mit den Holzfällern errichten sie Wälle, sie reparieren undichte Häuser oder fertigen Türen. Zum Teil wurde auch das Schmieden entdeckt, doch das beschaffen der Erze ist eine lebensgefährliche Aufgabe, dass es nur wenig aus Eisen gefertigte Waffen gibt. Meist werden aus Stein oder dem harten und robusten Holz der Lärche die Waffen angefertigt. Rüstungen sind den Barbaren unbekannt und sie tragen Tierhäute und Felle, um sich vor der Kälte zu schützen.

Geschichtliches

Die Geschichte Ymir ist so unbekannt, wie das Land selbst. Es ist bekannt, dass eine Gruppe von Sklaven, bestehend aus Männer und Frauen, über Ymir nach Maraska geflohen ist. Sie sind mit einem der Boote für die Waljagd aufgebrochen und haben es bis in den unergründlichen Dschungel geschafft. Manche dieser Sklaven haben sich aber auch in den Wäldern von Ymir versteckt. Aus dieser Gruppe Geflohener sind die Babaren in Ymir und die Visedoten in Maraska entstanden. Ursprünglich sollen sie vom Stamm der Nordack aus Raan kommen und angeblich wurden sie vom Häuptling noch Jahre später verfolgt, der bei diesen Abenteuer sein Leben gelassen haben soll. Es kommt vor, dass die Zonder auch heute noch in Maraska eindringen um Jagd nach den Visedoten zu machen. Das ihnen unbekannte Land, hält jedoch so einige Gefahren bereit, dass sie selten erfolgreich sind.

Auch ist bekannt, dass sich einst Zandur im wilden Land niedergelassen hat, um sich auf den Krieg gegen Nathilion vorzubereiten. Er schaffte es eine Armee, bestehend aus Orks, Goblins, Ogern und Minotauren um sich zu scharen. Wie ist jedoch unbekannt. Er begann danach Ymir systematisch zu erobern und viele Barbarenstämme versanken systematisch im Chaos und waren zu schwach um gegen Zandur erfolgreich in den Krieg zu ziehen. Die Zwerge blieben angeblich von den Kriegswirren unberührt. Doch ist zu vermuten, dass sie sich in die Tiefen der Berge zurückzogen, die selbst für Zandur unergründlich blieben. Die Magmakammern und giftigen Gase blieben eine unbezwingbare Hürde, welche kein Ork oder Goblin auf sich nehmen wollte. Daher richtete sich Zandurs Blick gen Nordosten, dem Land der Elfen. Ein Volk das er schon immer hasste und ausrotten wollte. Aber nach dem gescheiterten Krieg verschwand Zandur von der Bildfläche und damit auch aus dem Land Ymir.

Obwohl Ymir geschichtlich eng mit anderen Ländern verknüpft ist, gibt es nur wenige historische festgehaltene Ereignisse, abgesehen von den unzähligen Kämpfen, welche innerhalb des Landes geschahen. Doch diese scheinen so unbedeutend, dass sie nie niedergeschrieben wurden. So bleibt es ein Land unzähliger Geheimnisse, die es noch aufzudecken gilt. Vermutlich werden noch etliche Abenteurer daran scheitern bis es seine Geschichte für die anderen Völker Naromyrs offen legt.