Sarnaon ad Amman

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Sarnaon ad Amman
Übersicht
Sarnaonneu.jpeg
Spieler Santuo
Alter 47
Geschlecht männlich
Rasse Mensch

Aussehen

Sar'naon misst beinahe zwei volle Schritt, eine Größe, die seine breiten Schultern wie die eines Athleten aussehen lassen, wo sie doch an jedem kleineren Mann bullig wirken würden. Die Hautfarbe des Südländers ist dunkel wie die der Wüstennomaden, von denen er abstammt und während sein Barthaar eher grob getrimmt ist, ist sein Kopf kahl. Mit einer ausgeprägten Vorstellungskraft kann man ihn sich vorstellen, den gut aussehenden jungen Sar'naon mit dem gewinnenden Lächeln, doch das ist ein vergangenes Leben und so ist sein königlich exotisches Äußeres heute, vor allem im Gesicht, von unübersehbaren Narben übersät. Fast die gesamte rechte Gesichtshälfte zeigt eine hässliche Brandwunde, die ihn vollends entstellt und all die anderen Überbleibsel eines kriegerischen Lebens in den Schatten stellt. Ein metallenes Auge füllt die Augenhöhle dahinter und es ist nur als Wunder der Natur zu bezeichnen, dass noch immer sein verbliebenes Auge den wohl bemerkenswertesten Teil seines Äußeren ausmacht. Durchdringend, verstehend, edel und doch traurig wirkt das graue Auge zu Zeiten, so dass es sehr an einen alten, weisen Elfen erinnert. Doch zu anderen Zeiten zeichnet es sich vor allem durch eines aus. Gewalt. Gewalt die dem ehemaligen Sklaven zugefügt wurde, aber auch und vor allem, Gewalt die er zufügen kann. Das und noch viel mehr sieht man in dem über lange Zeiträume ausdruckslosen Gesicht und zumeist löst es Angst und Unwohlsein im Beobachter aus. Als Alternative bleibt einem aber nur noch die rechte Gesichtshälfte und dann obsiegt doch der Schreck und der Ekel und man lässt sich lieber von dem durchdringenden Blick des Schattens durchbohren ehe man zu Boden blickt. Aus Angst oder vor Scham, das liegt am jeweiligen Betrachter aber standgehalten hat dem geduldigen Starren noch niemand, dass in Sar'naons Auge wohnt. Die Kleidung des Mannes, der wohl jeden Beruf ausführen kann, der mit der Benutzung einer Waffe zu tun hat, ist schlicht. Er trägt einen alten abgetragenen schwarzen Mantel, der vor Wind und Wetter schützt. Ein engmaschiges Kettenhemd, verstärkt durch Eisenplatten schützt vor Feinden und auch die schweren Stiefel scheinen von einer guten Qualität zu sein. Das kriegerische Aussehen wird von einem schlichten aber guten Langschwert verstärkt, das in einer alten aber wenig abgenutzten Scheide an seiner Seite hängt. Die große Kapuze seines Mantels bedeckt seinen Kopf nur noch selten in letzter Zeit, als hätte er keine Sorge mehr, das jemand ihn erkennt.

Herkunft & Familie

Ein Nachfahre der Nomaden Silas. Aufgewachsen am Hofe des Kaisers von Bryar. Sklave in der dritten Generation. Gesucht.
Sar'naons Vater starb als sie ihn und seine Familie verschleppen wollten, Seine Mutter später in den Diensten ihres neuen Meisters, dem Kaiser von Bryar, doch von alledem weiß Sar'naon nichts. Seit er denken kann hat er weder Mutter noch Vater zu Gesicht bekommen und kennt es nicht Eltern zu haben. Nur Herren. Als lebenslanger Gefährte eines jungen Adeligen wuchs er in einer fremden Familie auf aber nicht als Sohn. Als Sklave.

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte

Und ein Flüstern ertönt:

...Mein Name ist Sar'naon ad-Âmman. Man nennt mich den Schatten. Dies ist meine Geschichte...

Sar'naon ad'Ammans Wurzeln liegen in Bryar und wenn man noch weiter zurückgeht in den Nomadenvölkern der Wüste Silas. Sein Vater starb als man ihn und seine Familie verschleppen wollte, seine Mutter angeblich später in den Diensten ihres neuen Meisters, doch von alledem weiß Sar'naon nichts mehr. Seit er denken kann hat er weder Mutter noch Vater zu Gesicht bekommen und kennt es nicht Eltern zu haben. Nur Herren. Als lebenslanger Gefährte eines jungen Kriegersohnes wuchs er in einer fremden Familie auf aber nicht als Sohn. Als Sklave. Man gab ihm den Namen Sar'naon.

Sar'naon erinnert sich nur selten an seine frühe Kindheit. Er war damals kaum vier Winter jung als er und seine Familie in Bryar aufgeteilt und an verschiedene Orte und Herren verkauft wurden. Der Junge blieb in der Hauptstadt des Reiches am Hofe des reichen Musar, wo er als Gefährte dessen Sohnes aufgezogen wurde. Als persönlicher Sklave eines Jungen, ein Leben lang. Sein Schicksal wurde bestimmt von Menschen, die in ihm nicht mehr sahen als ein niederen Besitztum. Gleichzusetzen mit einem Nutztier. Er sollte der „beste Freund“ Jizars werden, dem Sohn des anerkannten aber in die Jahre gekommenen Kriegers Musar Al-Almush werden. Mit ihm zusammen lernen, ihm dienen und ihn beschützen.

...Ich erinnere mich kaum an diese Zeit. Tief in meinem Inneren erlebe ich es Tag für Tag. Tief in meinen Träumen sehe ich es Nacht für Nacht. Wie sie kamen und mit nahmen. Wie sie meinen Vater schlachteten und meine Mutter entführten. Ihr fragt mich nach meinen Gedanken...meinen Gefühlen. Gott ich war ein kleiner Junge. Alles schien zu sein wie es sein musste. Ich dachte lange nicht daran, dass es ein Leben für mich außerhalb der Mauern des Anwesens gab. Ich fühlte wie ein kleiner Junge fühlt. Es schien richtig und ich habe mich meinem Schicksal gefügt...

Sein Leben ist nicht das schlechteste. Er darf den Umgang mit Pfeil und Bogen erlernen, den Kampf und die Jagd mit dem Speer, den Schwertkampf und den Waffenlosen Kampf, Mann gegen Mann. All das gehört sogar zu seinen Aufgaben, solange er Jizar nicht übertrifft. So muss er aufpassen, sich verstellen, schon als Kind. Er muss seine Gegner ,Jizar und seine echten Freunde, gewinnen lassen und ihre Überlegenheit demonstrieren, selbst wenn sie ihm unterlegen sind, den kein Sklave darf seinen Meister übertrumpfen. So lernt er Sprachen, Geschichte, Geographie, Kriegskunst und weiteres ohne besser werden zu dürfen als andere, ohne seine Fähigkeiten beweisen oder gar aufblitzen zu lassen. Der junge Sar'naon rebelliert schon früh im Stillen. Heimlich übt er Nachts anstatt zu schlafen. Er schleicht sich in die Bibliothek um bei dem alten Eunuchen zu lernen, der über die Bücher wacht. Tagsüber wenn ihn niemand beobachtet bildet er sich Gegner ein, die er bekämpft, vorzugsweise mit dem Speer oder mit bloßen Händen. Unlängst hat er seine Altersgenossen an Fähigkeiten überholt und meint selbst besser als so manch ein Krieger zu sein. ...Mein Leben war einfach. Ich musste den jungen Herren begleiten und das tun was er sagte. Tun was alle sagten. Keine Zeit für eigene Gedanken. Keine Zeit für Gefühle. Natürlich ist es nicht schön immer zu verlieren aber wenn ich es nicht tat wurde ich geschlagen...mit Glück. Aber ich war ein guter Diener. Ich habe verloren. Immer verloren. Den alten Herren hab ich kaum gesehen, er war unterwegs. Der junge Herr behandelte mich wie Luft. Nach all den Jahren kann ich mich nicht einmal erinnern wie er war. Er schien mir normal. Auch seine Freunde. Ich kannte nichts anderes. Doch ich war nicht immer ein guter Diener. Manchmal nachts, habe ich mich heraus geschlichen aus der Kammer die mir als Schlafplatz diente und habe gelernt. Der Namenlose ließ mich in den Raum der Bücher und lehrte mich unter der Bedingung niemandem etwas zu verraten. Ihr seid heute die ersten, die es erfahren. Der Alte Mann ist sicher Tod. Er war ein guter Mann obwohl ich ihn nicht gut kannte. Ich war jung...Warum ich mich auflehnte fragt ihr mich. Es war einfacher sich dumm zu stellen wenn man wusste was man tat. Es war einfacher zu verlieren ohne sich zu verletzen wenn man stärker war. Deshalb lernte ich heimlich. Deshalb trainierte ich. Und mir gefiel der Gedanke schlauer und stärker zu sein. Ich musste das nicht beweisen...

Sar'naon ist vierzehn als ein Bürgerkrieg ausbricht. Rebellen bilden sich und überfallen Kaiserliche Stützpunkte und alle die sich nicht schnell genug auf ihre Seite schlagen. Gegen wen und für wen er kämpft? Ein einfacher Sklave weiß so etwas nicht. Aber er weiß nun etwas anderes. Er hat sich geirrt. Er ist nicht besser als ein Krieger. Er ist ein Nichts gegenüber einem richtigen Kämpfer. Die jungen Adeligen schicken ihre Sklaven an vorderste Front, Sar'naon unter ihnen. Damit sie ihnen die Geschichten aus erster Hand erzählen können. Damit sie sich näher am Geschehen fühlen, während sie hinter den Linien im Schutze mächtiger Mauern in Gesellschaft ihrer Eltern, die Sicherheit genießen. Sechs Jahre lang. Sechs Jahre Hitze. Sechs Jahre Blut. Sechs Jahre Tod. Die Leere des Todes starrte ihn aus den Augen vieler Gefallener an und Sar'naon lernte. Er lernte, das der Tod keinen Unterschied zwischen Freund oder Feind macht. Zwischen fähig und unfähig. Und er lernte zu Kämpfen, in der Wüste, im Dschungel, er lernt das Überleben.

...Ich denke nur selten an den Krieg. Ich war ein Kind. Hatte Angst, mehr noch als ich es heute habe. Mein Meister wollte Wissen, Erfahrungen. Augen und Ohren im Zentrum der Schlacht. Also zwang man mich ihm meine Sinnesorgane zu leihen. Ich war klein zu Beginn. Ich schlüpfte zwischen den Kriegern hindurch durch die Reihen. Versorgte die Kämpfer mit Wasser, Pfeilen und Nahrung. Und ich sah für meinen Herren. Sah die toten Augen der Toten ebenso wie die der Lebenden. Augen, die ich niemals in Worte fassen konnte. Hörte das Gestöhne der sterbenden die Schreie der Sieger und die der Verlierer. Roch das Blut, schmeckte es sogar. Doch zu Beginn hatte ich Glück. Ich war zu klein um zu kämpfen. Doch mein Glück hielt nicht lange. Ich wuchs schnell. Sehr schnell und ehe ich mich versah wurden mir die Wasserschläuche von den kleinen gereicht während ich, meinen Speer in der Hand die toten Augen erschuf. Den Schrei der Sieger, ebenso wie der der Verlierer drang aus meiner Kehle und bald mischte sich das fremde Blut auf meiner Kleidung mit meinem eigenen. Doch ich lebte. Ich überlebte. Viele Wunden erinnern an diese Zeit. Tiefe Wunden, einige so tief, dass sie meine Seele streiften und diese Kerben will auch die Zeit nicht heilen...

Mit zwanzig kehrt er zurück nach Hause nach Bryar. Zurück zu seinen Meister, der nicht mehr der junge überheblich, arrogante Sohn eines berühmten Kriegers ist, der seinen Sklaven nur dann sieht, wenn er etwas Abwechslung braucht oder ein geeignetes Opfer als Ventil seiner Schlechten Laune, nein sein Meister ist nun älter und größer auch wenn er sich sonst nicht sonderlich verändert hatte. Aber auch der Sklave ist nicht dieselbe Person. Dieser Sar'naon ist beinahe zwei Schritt hoch und zeigt die Muskeln von sechs Jahren Krieg. Doch was ändert das an seinem Stand? Man belohnt die Überlebenden. Gold, Land, Macht. Sar'naon bekommt ein Schwert. Ein Billiges, abgetragenes Übungsschwert seines Meisters. Alles andere muss er dafür eintauschen. Kriegstrophäen gibt es für einen Sklaven nicht. Und wie schnell er zurückfindet in seine alte Rolle. Er verliert. Gegen einen Mann, der einen Kopf kleiner ist als er, der um einiges schmächtiger ist und den er wohl mit einem Handgriff töten könnte. Aber wie damals verliert er nicht nur, er muss Jizar auch gewinnen lassen und zwar so überzeugend, dass es niemand merkt. Man könnte auch jetzt noch von einem guten Leben sprechen. Schließlich musste er selten Hunger leiden, nicht frieren und bekam eine gewisse Ausbildung. Aber wie gut ist ein Leben in dem man jede wache und auch jede schlafende Sekunde aufpassen musste, dass man nichts falsches tut? Falsches nach Maßstäben anderer. Nach Maßstäben von Menschen, die sich durch Blicke in ihrer Ehre beleidigt fühlen durch eine flüchtige ungewollte Berührung. Selbst an ihrer eigenen Gemütslage sind andere Schuld. Und dann waren da noch die Spiele von Skarath Toru.

...Bryar schien mir wie eine andere Welt als ich zurückkehrte. Es hatte sich verändert. Ich...hatte mich verändert und doch blieb alles beim alten. Es gab nie die Frage nach einer Alternative. Soviel Freiheit hatte ich nicht und ich versuchte nicht sie zu erzwingen. Noch nicht. Mein junger Meister war ebenso gewachsen, doch nicht so hoch wie ich. Auch fehlte ihm die Erfahrung, die ich auf dem harten Fels der Wüste gesammelt hatte, während er in seinem weichen Bett geschlummert hatte. Es war seltsam diese große Version meines jungen Meisters zu sehen, der sich sonst nicht verändert hatte. Zuerst nimmt er mir was ich im Kampf gewonnen habe, so wie er mir stets alles genommen hatte was er wollte. Nur hatte ich selten etwas besessen. Dass er mir nun alles nahm schien...gewohnt. Ich verschwendete keinen Gedanken daran. Ich war froh zurückzusein. Fort von den Leichen, dem Blut, den Schreien, dem Morden und dem Tod. Es war wie eine Erleichterung, zurück in meiner Dienerschaft zu sein...

Dieser düstere Ort in den weniger beliebten Teilen der Hauptstadt ist bekannt für seine grausamen Spiele. Eines davon ist der Kampf ohne Regeln, in dem Mann gegen Mann oder besser gesagt Sklave gegen Sklave bis auf den Tod kämpft. Und während der Verlierer durch die Hand des Gewinners das Leben lässt, steigt dieser auf in die nächste Runde bis letztendlich das Finale entscheidet. Der Gewinner bringt seinem Meister Ruhm und Ehre. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass auch Sar'naons Meister nach diesem Ruhm ebenso wie nach der Ehre strebte. Fähigkeiten , Verstand und Sar'naons Glück sorgen dafür, dass er bei einem dieser Kämpfe von Santib Djiahaf entdeckt wird, der rechten Hand eines der gefährlichsten Männer des östlichen Teils der Wüste. Einem Mann, dessen richtiger Name nur wenigen bekannt ist, der aber seine Hände in allen möglichen Geschäften hat, die nicht von rechtschaffenen Menschen betrieben werden. Als Sar'naon zweiundzwanzig Jahre und vier Kämpfe des Spieles bestritten hat kommt Santib nach Bryar und wirbt Sar'naon ab um ihn zu dem zu machen, was er heute ist. Einem Problemlöser, ohne Skrupel, ohne Herz, ohne Willen, ohne Verstand. Aber auch wenn es Sar'naon an ersteren beiden mangelt, so war doch sein Willen seit einiger Zeit mehr ausgeprägt, als bei anderen Sklaven. Zwar fügte er sich als Kind seinem Meister, doch im Krieg hatte er erkannt, dass es andere Möglichkeiten gab. Ein Leben außerhalb seiner Heimat. Und ausgerechnet Santib zeigt ihm unbewusst, dass er eine Wahl hat. Nicht nur eine zwischen Leben und Tod. Nein auch eine zwischen Freiheit und Gefangenschaft. Auf einmal erschließt sich ihm eine ganz neue Welt voller Möglichkeiten und er beschließt sie zu nutzen. Santib teilt ihm einer Gruppe Söldner zu, die die Unterwelt von Bryar angeheuert hat und die in das Hoheitsgebiet des Corvanischen Bundes eindringen und kleinere Karawanen, Siedlungen und einfache Menschen im Namen der Krieger Bryars anzugreifen in der Hoffnung, dass ein neuer Krieg ausbricht, denn in Skarath Toru hat man erkannt, dass sich Sklaven und Waffen in Kriegszeiten besser verkaufen. ...Skarath Toru war ein seltsamer Ort und ihn begleiteten seltsame Gefühle. Zum einen hatte ich Angst vor den Menschen, die dort lebten, arbeiteten und handelten. Sie erinnerten mich sehr an Männer aus dem Krieg. Die meisten an die Fledderer, die nach den Schlachten das Feld nach etwas wertvollem absuchten und dabei alles Lebendige töteten. Ich hatte Angst vor den Kämpfen. Es schien wie zufällig, wenn ein Kreis aus Menschen einen kleinen, staubigen Ring zwischen den Zelten und niedrigen Häusern erschuf und die Sklavenkämpfe begannen. Es wurde gewettet, gejubelt, gestöhnt, gelacht und geweint und ich war mehr als einmal das Zentrum alledem. Ich und ein anderer. Immer ein anderer. Doch wie gesagt hatte ich zum einen Angst. Zum anderen begann jedes Mal wenn mein Meister mich nach Skarath Toru führte mein Herz vor Vorfreude zu klopfen. Ich erwartete die Kämpfe teils mit Vorfreude. Den in diesen Momenten war ich der Mittelpunkt. Man verlangte nicht von mir, dass ich mich verstellte und verlor. Im Gegenteil erwartete man, dass ich gewann. Zumindest mein Meister tat das. Und die Männer, die auf mich wetteten. Ich kämpfte gerne gegen die anderen Sklaven. Es waren zumeist ehrliche Kämpfe. Mann gegen Mann. Nur eines fiel mir stets schwer. Der Verlierer starb. Ich hasste es meine Gegner zu töten. Es schien mir wieder der Natur, doch wie eh und je tat ich was man von mir verlangte und verdrängte die Tatsache. Später wurde mir klar, dass es in der Natur einiger Menschen und anderer Kreaturen liegt, zu töten. Allen anderen bleibt eine Wahl. Ich hatte diese Wahl nie. Nicht wirklich. Santib zeigte mir, dass es ein Leben außerhalb meiner Heimat gab, dass kein Schlachtfeld war. Ich glaube nicht, dass es seine Intention war, mir dieses zu Eröffnen, nachdem ich nie darüber nachgedacht hatte und ich bin mir sicher, dass er meine Entscheidung nicht mochte. Denn ich verstellte mich nicht mehr lange...

Skrupellos und grausam soll er sein der junge Fremde, der sich schnell zu einem fähigen Späher mausert. Auch wenn man seiner Person nicht traut, lernt man doch schnell auf seine Fähigkeiten zu vertrauen. In dieser Zeit taucht auch zum ersten Mal der Beiname „Schatten“ auf, was wohl auf seine bemerkenswerte Eigenschaft zurückzuführen ist, mit beinahe zwei Schritt unbemerkt hinter Feindliche Linien zu gelangen und von dort wieder spurlos zu verschwinden. Schon in seinen ersten Kämpfen hat er viel Zeit damit verbracht zu lernen sich unauffällig zu verhalten, denn ein Sklave, der gerade erfahren hat, dass seine kämpferischen Fähigkeiten, verglichen mit einem richtigen Krieger, in etwa denen eines Kleinkindes entsprechen, kann sich in vorderster Front entweder gut verbergen oder gut sterben und eine Abneigung gegenüber letzterem verfolgt Sar'naon bis heute. ...in dem Leben dass ich führte war es immer einfacher wenn man nicht schwach wirkte. Also mimte ich einen harten Kerl. Im Laufe der Jahre habe ich vergessen welches Gesicht wahr ist und welches aufgesetzt. Der Schein hat sich mit der Realität vermischt. Damals hatte ich noch Bedenken...

Die Zweifel an ihrem Handeln und an seinem Verstand, einem Verstand, den er gerade lernt zu benutzen treiben ihn dazu sich zum ersten Mal wirklich aufzulehnen. Zum ersten Mal überhaupt sind es nicht nur Ideen und Träume sondern komplizierte, verwirrende, aber auch klare Gedanken, die den alternden Sklaven zum Handeln geradezu zwingen. Und er tut was er am besten kann. Er verschwindet. Doch hat er es nicht mit Anfängern zu tun. Es dauert keinen halben Tag, da ist man ihm dicht auf den Fersen, treibt ihn in die Enge und setzt ihn fest. Doch der Schatten hat an der wohl duftenden Blume der Freiheit gerochen, hat sie in sein Herz aufgenommen und sich geschworen, sie nie mehr zu verlieren. Und er handelt nach seinem Schwur. Sein Überlebenswille und der Drang nach Freiheit, der einem erweckten Instinkt gleicht treibt ihn dazu seine Verfolger zu töten. Erneut sind es Glück und Verstand, die ihm treu zur Seite stehen. Und schon ist er erneut auf der Flucht. Es zieht ihn gen Westen Richtung Corvanion. Sar'naon glaubt dort auf offene Ohren und Arme zu stoßen, bei dem Wissen was er aus den drei Jahren seiner nahen Vergangenheit mitbringt. Wissen was ihm enorm erscheint. Als er die erste Stadt des Bundes erreicht und angehört wird lernt Sar'naon, dass sein Wissen kaum bemerkenswert ist, da man bereits weiß, dass Menschen aus den Schatten versuchen einen Krieg zu provozieren. Ohne sein Wissen, bleiben dem ehemaligen Sklaven allerdings lediglich eine Vergangenheit voller Verbrechen, die auch nicht durch seinen guten Willen untätig gemacht waren. Man sperrt ihn ein um weitere Informationen zu erlangen und ihn danach seinen Sünden entsprechend büßen zu lassen, was in seinem Leben nichts anderes als den Tod bedeutete. Doch Sar'naons Schicksal wollte nicht dass es so endet. Nennt es Glück, nennt es Pech, doch kurz darauf war der Sklave auf dem Weg zurück nach Bryar, gefesselt auf dem Rücken eines Maulesels und jemand in Corvanion war eine goldene Summe reicher als zuvor. Den Informationen waren und sind nach wie vor teuer und begehrt.

...Er prägte mein Leben. Dieser erste Geruch der Freiheit. Ich erinnere mich daran als wäre es Gestern gewesen. Doch nicht nur mein Körper war zum ersten Mal frei. Auch meine Gedanken schwirrten umher und es schien keine Grenzen der Vorstellung zu geben, die ich nicht erreichen konnte, denn meine Vorstellung war klein und unbenutzt. Doch mein Schicksal zeigte ihr, dass es noch nicht Zeit war zu wachsen...

Während man Sar'naon in Corvanion, dem friedlichen Land des Handels gut behandelt hatte, war die Auffassung der Gastfreundschaft gegenüber eines Verräters und Sklaven an der Oase der Räuber und Verbrecher eine andere. Auch war Santib Djiahaf nicht unbedingt gut zu sprechen auf den Mann, der ihn in mehr als nur einem Punkt verraten hatte. Zum ersten Mal in Sar'naons harten Leben gelangt er hier an die Grenzen seiner Vorstellungskraft und darüber hinaus und dass bedeutete nichts gutes. Und Santib gehört nicht zu den Menschen, die vor etwas zurückschrecken. Um zu erfahren wie viel der Sklave verraten hat und um ein Exempel zu statuieren bedient er sich Mitteln, die einem normalen Verstand undenkbar erscheinen

...Ich möchte euch nicht über die Zeit erzählen in der man mir mein Auge ausbrannte. Doch ihr verlangt zu erfahren welche Ereignisse mein Leben geprägt haben und da ist diese Geschichte unausweichlich. Santib war wirklich nicht froh über die Realisierung meiner Freiheitsgedanken und er wollte wissen was ich verraten hatte. Wollte es genau wissen. Zunächst versuchte er es mit einfachen Mitteln. Ich verriet ihm alles nachdem er mir einige Rippen und Finger gebrochen hatte. Ich verriet ihm sogar Dinge die ich selbst nicht gewusst hatte, als er meinen Kopf wieder und wieder in einen Wassertrog versenkte und ihn dort ließ bis das Wasser meine Lungen fast zum bersten brachte. Doch glauben tat er mir erst als er mit mit einer glühenden Eisenstange mein Auge nahm. Dann erst hatte ich nichts mehr zu erzählen. Das man mich nicht dem Tod überließ hatte ich erneut meinem Glück zu verdanken, dass ich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht...

Hardar Argoroth Ilgorson, ein Söldnerführer aus dem wilden Norden, holt Sar'naon kurz vor seinem sechsundzwanzigsten Winter aus seiner Gefangenschaft in Berrak Asrar. Beauftragt von. Wie und warum er den Sklaven suchte und fand weiß Sar'naon bis heute nicht genau. Auch nicht wie er ihn vor dem sicheren Tod bewahrte, denn der Südländer verdrängt erfolgreich jeden Gedanken an die Folter und die dunklen Dinge, die dort mit ihm geschahen. Das nächste an das er sich erinnert ist die Reise, die er im Unwissen über Hardars Herkunft und mit dem Glauben einen neuen Meister zu haben, verbringt. Ohne seine Freiheit, ohne seinen Optimismus und ohne sein rechtes Auge, dass seinem Glück dem Tod zu entkommen und dem Rachegelüsten Djiahafs zum Opfer fiel. Doch auch wenn ihm der Mann aus dem Norden verbal klar macht, dass Sar'naon ihm gehört nachdem er viel Geld für ihn bezahlen musste, dass er erst später wiederbekommen würde, behandelt er ihn nicht anders als die anderen Männer aus der Truppe. Männer aus jedem Teil ihrer Welt. Harte kampferprobte aber ehrenvolle Krieger die Sar'naon weiter prägten und ihm dem Alkohol näher bringen, den der mehr und mehr in Depression verfallende Sklave dankend annimmt.

...Wir waren schon wochenlang durch die Wüste geritten, als ich realisierte, was man mir angetan hatte. Der Alkohol schien mir der einzige Weg, meinen Verstand nicht zu verlieren. Ich wusste nicht ob ich mein Leben dafür verantwortlich machen konnte, was passiert war oder ob es mein Wille nach Freiheit war, der mich dazu brachte einäugig durch mein restliches Leben zu wandeln. Die Söldner halfen mir über den Eindruck der Menschen, den ich mir in meinem grausamen Leben gebildet hatte, wegzukommen, auch wenn ich ihre Geschichten zunächst nicht glaubte als sie mir von Menschen erzählten, die weder Sklaven noch Herren waren und die Frei und ohne Gewalt ihr Leben bestritten. Ich weiß heute, dass man sich solch ein Leben nicht aussuchen kann. Nicht nachdem man ein anderes Leben begonnen hatte. Nicht in meiner Welt. Der Verlust meines Auges trieb mich in eine tiefe Depression und pflanzte noch tiefere Rachegedanken in meinen Kopf. Was ich von Santib lernte war, dass Rache ein Luxus ist, den nur ein Freier Mann genießen kann. Jeder andere kann sie verüben, aber nicht genießen. Ich frage mich manchmal, ob Santib noch lebt. Dann wünsche ich mir nichts sehnlicher als ihn aufzuspüren und ihm zu zeigen was ein freier Mann genießen kann. Dieses Ereignis hat nicht nur mein Gesicht verbrannt. Nein es ist als wäre dieser glühende Stab direkt in mein Innerstes gefahren um meine Seele zu verbrennen. Dort irgendwo, wurde der Schein zur Wahrheit und meine aufgesetzte Maske verschmolz mit meinem Gesicht. Nun kann ich die Maske nicht mehr abnehmen ohne das Gesicht zu verlieren. Das einzige, dass ich habe...

Als die Gruppe ihr Ziel erreicht, Greifenfels ist eine Große Stadt nördlich der Wüste, ist der Hardars Auftraggeber nicht aufzufinden. Einige behaupten er ist tod sagen er ist untergetaucht. Wieder andere versichern es hat ihn nie gegeben. Damit ist Ilgorsons Auftrag terminiert, den niemand ist da um ihn zu bezahlen. Also versucht dieser Sar'naon weiterzuverkaufen, doch niemand möchte nur annähernd soviel zahlen wieder Söldner an Santib. Vor allem nicht für einen einäugigen Säufer ohne bekannte Fähigkeiten, den Argoroth kennt die Vergangenheit seines Besitztums nicht und Sar'naon tut einen Teufel sie ihm zu verraten, nachdem er monatelang eine bekannte Rolle gespielt hatte und bei jeder Auseinandersetzung den kürzeren gezogen hatte. Doch während der nüchternen Phasen, die immer seltener werden reift in Sar'naons Kopf eine Idee. Zum ersten Mal nach der dunklen Stadt benutzt er seinen Verstand und überredet Hardar, der wohl weniger nüchtern ist, ihn freizulassen, unter der Bedingung sich selbst freizukaufen. Um dies zu erreichen verdingt sich Sar'naon wenig erfolgreich als Tagelöhner. Der nunmehr Achtundzwanzigjährige besitzt weder eine Waffe noch kennt er jemanden, versäuft jeden erbettelten Kupferling und versinkt nach und nach mehr und mehr in Selbstmitleid und Depression. Während einer Straßenschlägerei in die er eher zufällig und Volltrunken hinein gerät wird er von Lord Elâlamir dâr Vauthun, einem Mitglied des königlichen Hofes und persönlichem Berater seiner Majestät dabei beobachtet, wie er in einer Mischung aus Affekt und Notwehr zwei Menschen tötet und einen dritten schwer verletzt.

...Euch interessiert wie ich mich fühlte, als man mir von der Abwesenheit des Auftraggebers, der wohl letzten Chance auf wahre Freiheit erzählte. Ich fragte mich selbst eine Weile lang und realisierte erst nachdem ich mit Argoroth verhandelt hatte, dass ich nichts empfand. Meine letzte Chance gab es schon lange vorher. Glaubte ich. Doch mit dieser Erkenntnis wurde mir auch bewusst, dass es in meinem Leben nichts gab, dass lebenswert war und so ist es noch heute, nur gibt es eine Angst in meinem Kopf die noch größer ist als alle anderen zusammen. Die Angst vor dem Tod, die mich daran hindert aus dem Leben zu scheiden. Und das Schicksal und das Glück sind ihre Gehilfen...

Vauthun erkennt das enorme Potenzial des Dunkelhäutigen Fremden und bietet ihm einen Auftrag an, der Sar'naon für drei Jahre nach Nathillion führt um dort als Mitglied einer Gruppe Flüchtlinge aufzuspüren und nach Aran zu schleusen. Nachdem er den Alkohol aufgibt findet der Sklave eine Möglichkeit auf beiden Seiten des Zauns zu grasen und bietet den Nathilloniern seine Dienste als Kopfgeldjäger an. Auf diese Weise kassiert er einige Male doppelt. Zum einen das Kopfgeld zum anderen die Honorare des Königshauses. Doch natürlich bleiben diese Machenschaften nicht lange Geheim und so wird in Nathillion ein Geld auf Sar'naons Kopf ausgesetzt. Es ist zunächst niedrig, steigt aber als er einen Mann tötet, der ihn mit der Tatsache des Kopfgeldes konfrontiert und versucht es zu kassieren. Sar'naon flüchtet zurück nach Aran doch dort muss er erfahren, dass man auch dort nach ihm sucht. Anklagepunkt ist ein Dreifachmord an den der Sklave keinerlei Erinnerung hat. Vauthun, dessen Name mittlerweile an Macht gewonnen hat, frischt sein Gedächtnis auf und hilft ihm, das Kopfgeld verschwinden zu lassen indem sie seinen Tod vortäuschen, was ebenso Sar'naons offene Rechnung mit Hardar begleicht. Somit stirbt der bis dahin unter einem anderen Namen bekannte Sklave im Alter von zweiunddreißig Jahren und Sar'naon A'dahal steigt auf aus der Asche eines verbrannten Hauses. Ein Mann aus dem Nichts, mit einem Namen aus der Erinnerung einer nie gelebten Vergangenheit. Doch Vauthuns Dienste sind nicht bedingungslos...

...Die Depressionen endeten als ich das Mittel absetzte, das sie bekämpfen sollte. Mein Kopf wurde klarer und meine Handlungen koordinierter. Ich genoss es die Menschen zu trügen. Hatte ein Gefühl der Überlegenheit, der Freiheit tun zu können was ich wollte, als ich begann Kopfgeld für Elfen und Menschen zu kassieren, die ich niemals fing, sondern für Aran rettete, die mich ebenso bezahlten. Es war ein ähnliches Gefühl wie in einem Zweikampf. Die Gefahr in jedem Moment angegriffen oder entlarvt zu werden neben der Angst vor dem Gegner stellte einen Lebensinhalt für mich da. Vauthun war zu dieser Zeit ein Mittel zum Zweck gewesen so wie ich ein Mittel zu seinen Zwecken war. Er hatte Beziehungen, die ich brauchen konnte, während ich ihm Fähigkeiten liefern konnte, die er brauchte. Wir waren keine Freunde. Noch nicht. Ein Mann wie er hat keine Freunde. Ebenso wie ich...

In den Folgenden Jahren verdingt sich Sar'naon als Problemlöser des Halbelfen eine Aufgabe, die dem währenden Beinamen 'Schatten' und seinem Träger eine schwarze Reputation einbringen. Es mag paradox erscheinen, dass gerade der ehemalige Sklave, der eine Angst und Abneigung gegenüber der Magie hegte, in die Dienste eines Mannes trat, der sich offenbar mit Magie umgab, doch wer ihn und seine Auffassung von Loyalität kennt weiß, dass selbst seine Meinung käuflich ist. Der Lord nutzte den Krieger zunächst für einfache Dinge obwohl Vauthun sich über Sar'naons Fähigkeiten im Klaren war wollte er nicht zu viel Aufmerksamkeit auf ihn lenken. So waren es vor allem weniger wichtige Probleme, die er zu lösen hatte. Ein Höflichkeitsbesuch hier, eine kleine Erpressung oder ein kleiner Diebstahl dort und hin und wieder eine Einschüchterung. Doch im Laufe der Monate stiegen die Probleme, die auf Vauthun trafen und gewannen an Stärke und Komplexität. Und mit der Höhe der Komplikationen stieg auch der Einsatz von Gewalt, den man von Sar'naon verlangte. Nach einem Jahr wurde ihm aufgetragen einen wichtigen Händler zu entführen und für eine Zeit lang festzuhalten. Gründe waren dem Problemlöser stets unwichtig, wenn nicht gar ein Hindernis und seinem Auftraggeber war diesen Eigenschaft durchaus wohlgesonnen, da ein Mittäter, der nichts weiß auch keine möglichen Fragen beantworten konnte. Im zweiten Jahr seines 'Amtes' beging Sar'naon seinen ersten Mord und damit verdunkelte sich zum einen seine Reputation und zum anderen stieg sein Wert für den Gläubiger, denn nun war klar, das der Fremde vor nichts zurückschreckte. Das der erste Tote ein Unfall war, weiß bis heute nur ein Mensch. Sar'naon selbst, doch es folgten weitere die mit Zufall wenig zu tun hatten. Schnell war der Schatten eine ständige Angst, die hinter Gegnern des Königshauses lauerte und selten gutes bedeutete. Sar'naon fand sich in seine Rolle und spielte das starke Böse, wie er immer den schwachen Sklaven gemimt hatte und ob es seinem Glück, seinem Verstand oder Vauthuns Reinigungstalent zu verdanken war, niemand konnte dem Südländer je etwas nachweisen obwohl mittlerweile viele ihn kannten. Ihn und die Gerüchte, die ihn umschwirrten wie die Fliegen einen Schweinestall. Der Mangel an Beweisen sorgte aber auch dafür, dass bis heute nicht bekannt ist worin der Schatten in den acht Jahren, die er für das Königshaus Arans arbeitete, verwickelt war. Es wird aber vermutet, dass er mehr als ein duzend Männer und Frauen unter die Erde gebracht hat. Wie der Schatten des Todes stets den Tod begleitet, so ist der Tod seinem Schatten auch nicht fern... ...sie hielten mich für ein emotionsloses Tier. Einen Unmenschen. Das bin nicht ich, das war ich nie. Es ist der Schatten in mir, der gleichgültige Schatten der in mir wuchs und den Santib hervorbrannte, der mich diese Dinge zulassen lässt. Niemals tötete ich ohne Zweifel, ohne Reue doch es war der skrupellose Unmensch, den die hohen Herren forderten, es war das emotionslose Tier, dass sie bezahlen wollten und so zeigte ich ihnen den Schatten. Was sich dahinter verbarg verriet ich niemandem. Ich tötete nicht weil es mir Freude bereitete, ich tat es weil ich es konnte. Und nichts anderes. Ich gebe zu es bereitete mir Freude Überlegenheit zu zeigen. Ich konnte tun und lassen was ich wollte. Männer die mit mir arbeiteten fürchteten mich. Männer die gegen mich arbeiteten noch mehr. Ich bekam Gold. Viel Gold und die ganze Zeit war da dieser Unsichtbare Gegner, der kurz davor war den Schatten zu entlarven. Licht ins Dunkle zu bringen, doch er fand mich nicht, bis...bis die Inquisition an Bedeutung gewann. Nunwar für mich kein Platz. Keine ernst zunehmenden Gegner die das Honorar, das ich mir in der Zwischenzeit erlaubte, gerechtfertigt hätten und der einzige Mann in dieser Organisation, den ich respektierte, verschwand von der Bildfläche der Öffentlichkeit wie ein Schauspieler hinter der Bühne...

Nachdem der Schatten den Mitgliedern des Königshauses acht Jahre lang gefolgt war wie ihr eigener, löst er sich von Greifenfels und begleitet Vauthun nach Dûr Van, wo dieser sich eine eigene Welt kreiert, nachdem der König mehr und mehr Einfluss auf die Inquisition zu nehmen gesucht. Vauthun, ein Mann der Vorkehrungen, hatte schon Jahre zuvor damit begonnen einen Zufluchtsort zu errichten, der den denkenden Kern seiner Institution fasst und Sar'naon beschloss diesen zu nutzen bis der König wieder ausreichend Feinde nach gezüchtet hatte um auf die Hilfe des Lords angewiesen zu sein, der bedingungsloses Vertrauen vorraussetzte. esd dauerte nicht lange. In der Zwischenzeit arbeitete der ehemalige Sklave als rechte Hand Vauthuns. Doch aus der Zwischenzeit wurden Jahre und aus der Beziehung, die auf gegenseitige Unterstützung beruhte, entwickelte sich eine Art Freundschaft, als Sar'naon und Elâlamir realisierten, dass sie sich seit Jahren aufeinander verlassen konnten obwohl sie einander nicht trauten. Ihre Freundschaft lag und liegt heute noch, auf einer Ebene, die man als Außenstehender nicht fassen kann und die man ebenso wenig mit Worten erklären kann. Man muss sie sehen, fühlen und erst dann besteht die Möglichkeit, sie auch zu verstehen. Ein heiseres Lachen ertönt. Dann eine lange Stille und erneut setzt das monotone Flüstern ein: ...Man kann uns als Freunde ohne Vertrauen bezeichnen. Ich weiß, dass ich ihm nicht vertrauen kann. Er weiß das er mir nicht vertrauen kann. Es gibt keine versteckten Gedanken. Keine Zweifel aber auch kein Misstrauen, den Misstrauen ist nicht das Gegenteil von Vertrauen. Es war eine gute Zeit in Vauthun Dûr Van, der Festung des Lichts und ich bin auch heute noch gerne dort. Es war als wäre ich zum ersten Mal in meinem Leben sesshaft geworden. Hier gab es keine Intrigen, keine Kämpfe, keine Toten. Es gab nicht das Gute und das Böse. Es gab einfach Menschen und Elfen die gemeinsam lebten und sich nicht sehr für die Dinge interessierten, die ihr Herr tat. Ich selbst, obwohl ich viel Zeit mit ihm verbracht habe, kann euch nicht sagen was genau er getan hat. Mein Leben war einfach. Ich befehligte eine Hand voll Männer und war für den Schutz einer Festung zuständig, die niemals angegriffen wurde. Kurz gesagt. Mein Leben war auf einen Schlag normal geworden. Normal und unglaublich Langweilig. Das war es nicht was ich mir erhofft hatte. Wovon ich geträumt hatte. Auf einmal erschien mir meine Vergangenheit nicht mehr so trist wie sie mir erschienen war als sie noch Gegenwart und Zukunft war. Ich wurde älter, ja, aber in mir loderte noch immer die Flamme des Schattens und so zog ich aus, auf der Suche nach dem Held meiner Vorstellung. Dem Helden in mir, den ich niemals finden sollte, den so heldenhaft es einem im Frieden erscheinen mag. Das Tagewerk eines Kriegers ist grausam und verachtenswert. Aber es ist etwas was ich beherrsche, im Gegensatz zu einem friedvollen Leben...

Nach einigen Jahren verschwindet Sar'naon aus der Festung der Inquisition und begibt sich in bekanntes Terrain. Als Söldner und Kopfgeldjäger bietet er seine Dienste dem Meistbietenden, und Bietende gibt es in Aron, einem unruhigen Reich genug. Jahre später, als Sar'naon schon beinahe im Schatten der Bedeutungslosigkeit, den seine eigene Vergangenheit warf, verlorengegangen war, warf eine heruntergekommene Gestalt seine Siluette unterstützt von der untergehenden Sonne auf die Mauern Arons dem baldigen politischen Mittelpunkt eines ertrinkenden Reiches. Der verwirrte Krieger, der dem Alkohol erneut verfallen ist um sich selbst über sein vorangeschrittenes Alter hinwegzutäuschen, verirrt sich in einem Irrgarten seines Verstandes. Was von den Geschichten wahr ist und was lediglich in seinem Kopf entstand wird das gewundene Gebilde seiner Erinnerungen wohl niemals freigeben, aber wer seinen Verstand und seine Augen zu nutzen vermag, wird wohl auch von selbst darauf kommen.

Gefangen in seiner eigenen Welt gerät Sar'naon ad'Amman an den Aroner Magier und Gelehrten Freiherr von Steiner, der ihm zunächst zu einem kleinen Einstieg zur Rückkehr in die Berufswelt verhilft und ihm später nach einem Überfall, den Sar'naon für einen Teil seiner dunklen Vergangenheit hält, das Leben rettet. Das Leben und das lange vergangene Augenlicht. Doch diese Hilfe kommt nicht ohne Bedingungen. Zum einen verlangt Steiner als Gegenleistung seiner Hilfe ein gewisses Maß an Dankbarkeit, das auch den ein oder anderen Dienst mit sich bringt. Zum anderen kommt die Rückkehr der Sehfähigkeiten mit gewissen Nebenwirkungen. Alte, geheimnisvolle Nebenwirkungen, deren Ausmaß äußerst Ungewiß sind.


...Im Laufe meines Lebens habe ich erfahren, dass Freiheit für jeden etwas anderes bedeutet. Jeder definiert sie anders. Meine Definition hat sich oft gewandelt. Nun ist sie mein Lebenssinn. Sie ist das Einzige, was ich wirklich liebe, das einzige was ich ehre. Der Freiheit halte ich auf ewig die Treue. Egal wie oft sie mich enttäuscht. Freiheit ist mein Leben...

Und als das Flüstern verstummt bleibt nur die Stille und der Schatten...

Aufenthalt in Aron

Seine Beschäftigung, gelernter/ausgeübter Beruf, weitere Fähigkeiten:
Bettler: Wenn man die Angst und den Ekel überwunden hat, kann man sogar so etwas wie Mitleid mit dem ehemaligen Sklaven haben.Doch in letzter Zeit ist der Hüne nur noch selten auf den Straßen anzutreffen
Tagelöhner und Problemlöser: Sar'naon ist sich für wenig zu Schade und er ist bereit so einiges zu tun. Seine Skrupellosigkeit macht ihn zu einem nützlichen Werkzeug und auch seine sonstigen Fähigkeiten sind nicht zu unterschätzen.
Söldner: Hast du Gold hast du einen Schatten. Und es kann gesagt werden, dass man etwas für sein Gold geboten bekommt.
Kopfgeldjäger: Obwohl selbst gejagt ist Sar'naon wohl einer der fähigsten Kopfgeldjäger auf dem Markt. Er stellt keine Fragen, wenn der Preis stimmt und ist nicht sonderlich wählerisch, was den Kopf angeht. In diesem Berufsfeld hat er wohl die meiste Erfahrung.

Wo wohnt er oder sie in Aron?
Der Schatten wohnt in jedem Haus. Seht hinter euch und vielleicht...

Charaktereigenschaften und -fähigkeiten

Charakterzüge:

Sar'naon war immer sehr wechselhaft in seinem Charakter. Er kann freundlich sein auf seine Art und Weise. Im Grunde genommen begegnet er jedem Fremden höflich wenn auch nicht unbedingt vertrauensvoll und offen sofern man ihn unter Bedingungen erlebt, in denen er es nicht für nötig hält sich durch Angst und Distanz Respekt zu verschaffen. Allerdings kennt man ihn nicht als besonders hilfsbereit. Probleme gehen ihn erst etwas an, wenn man ihn bezahlt sie zu lösen oder aber wenn er die Situation nutzen kann um angestaute Aggressionen abzubauen. Auf diese Art und Weise ist er schon mehr als einmal in eine Schlägerei geraten, die ihm auch die ein oder andere Wunde zugefügt hat. Vor allem attraktiven Frauen gegenüber ist Sar'naon zuvorkommend und bedient sich einer gewissen Etikette, die für die Umstände in denen er lebt und arbeitet beinahe höfisch wirken. Eines der positiven Überbleibsel seiner Sklavenvergangenheit. Er blüht dann teilweise nahezu auf und zeigt eine ungeahnte Offenheit. Er liebt die Ironie und den Sarkasmus und er scheint nach außen hin selten beeindruckt zu sein, so dass auch in der gefährlichsten Situation noch ein Scherz über seine Lippen kommen kann. Selbst wenn innerlich jeglicher Schlachtenlärm unter seinem angsterfülltes Herzklopfen untergeht verdeckt er diese Angst meisterlich und täuscht wohl alle außer sich selbst, wenn nicht manchmal auch. Der Krieger gehört zu den ruhigeren Zeitgenossen . Er spricht durchdacht und bedient sich einer ausgewählten Wortwahl die so gar nicht zu einem Feldlager passen will. Wenn er will kann er auch mehr als einen Satz sprechen, doch in seinem Leben war eine scharfe Klinge oft wichtiger als ein scharfes Wort. Sar'naon ist treu. Zumindest solange bis jemand für mehr Treue bezahlt. Meist ist er Ernst und jede Sehne seines Körpers erzählt die Geschichte einer Grausamkeit, die in ihm wohnt. Doch so unberechenbar dieser Mann ist, er handelt nie unbedacht. Sar'naon ist hoch intelligent, eingebildet und arrogant, was sich oft durch seine nach außen getragene Überheblichkeit zeigt . Es scheint nichts zu geben, was ihn aus der Fassung bringen kann und niemanden, der ihn wirklich einschätzen kann. Der Schatten ist rachsüchtig, kann aber eine hoffnungslose Situation einschätzen und verfügt außerdem über eine elfenhafte Geduld. Selbst wenn es ihm nicht bewusst ist, so kann Sar'naon skrupellos sein und auch dem Töten steht sein Gewissen nicht im Weg aber er greift niemals grundlos auf Gewalt zurück auch wenn die Gründe mehr einem eigenen Standard entsprechen als einer sozialen Norm. Eine Form von Moral begleitet seine Handlungen.
Sar'naons Erlebnisse haben ihn überaus ruhig werden lassen. Wie ein gefangenes Tier, dass sich mit seinem Schicksal abgefunden hat wirkt er manchmal. Aber es ist auch ebendiese Ruhe, die einem die kleinen Härchen im Nacken aufsteigen lässt, wenn man ihn betrachtet. Die Aura die Sar'naon umgibt hat sich oft verändert in seinem Leben, doch nie war sie so dunkel und schattig wie jetzt.
Abneigungen:
Sar'naon hasst es eingeschränkt zu sein und keine eigenen Entscheidungen treffen zu können. Gefängnisse, Ketten und Fesseln sieht er lieber an anderen. Er verabscheut Menschen, die Überheblich und arrogant auftreten obwohl eben diese Eigenschaften seinen eigenen Charakter prägen. Der Krieger hat ein Problem mit Schwäche, physisch oder psychisch, deren Träger er oft nicht anders zu begegnen weiß als sie zu ignorieren, doch er respektiert diejenigen, die das eine mit dem anderen kompensieren. Die wohl größte Abneigung ist wohl die gegenüber Magie. Er hält diese Abart für eine feige und überhebliche Scheinkunst. Sie ist unnötig, gefährlich und unehrlich. Darüber hinaus lebt wohl nur noch der Groll über die Inquisition in seinem Inneren. Vor allem ein Inquisitor namens Caul Iquiatis Glokta war Sar'naon buchstäblich ein Dorn im Auge. So ist die Inquisition der Grund für den Verlust seines Auges, wie auch für die Brandwunde die sein Gesicht vollends entstellt. Dieser Vorfall ist auch der Grund dafür, dass die frühere Lebendigkeit aus Sar'naon gewichen ist und einer gewissen Ausdruckslosigkeit Platz gemacht hat.

Vorlieben:
Der Südländer liebt Fleisch und bevorzugt Wild. Eine seiner Vorlieben ist die Jagd. Auch auf Tiere. Seit jeher faszinieren den Krieger Sprachen. Er lernt sie gerne, spricht sie gerne und hört sie gerne, selbst wenn er nichts versteht. Sar'naon hält die Natur für den besten Musiker und findet vor allem in der Wildnis Zerstreuung. Bewaffnet mit einem Speer und einem Messer, kann er Wochen im Wald verbringen. Sar'naon hat noch immer eine Schwäche für gut aussehende Frauen auch wenn sein Aussehen bei weitem nicht so ansehnlich ist wie früher. Außerdem lässt seine analytische Rationalität wenig Platz für ernste Emotionen.


Besondere Fähigkeiten:

Wie bereits erwähnt ist die Ruhe und Gelassenheit vor allem in gefährlichen Situationen oft nur Schein, eine seiner größten Waffen. In seinem Inneren fürchtet sich der Schatten ebenso wie jeder andere Sterbliche, nur weiß er es diese Angst zu kontrollieren und Notfalls zu ignorieren, eine Eigenschaft, die sich in seinem Leben als Notwendigkeit herausgestellt hat. Sar'naon zu provozieren ist nicht einfach, selbst wenn es manches mal so scheint. Um sich Respekt zu verschaffen gibt der Krieger vor eine sehr dünne Haut zu haben und lässt Gewalt schnell eskalieren. Genauer betrachtet provozieren ihn aber nur die Konfrontation mit seinen größten Ängsten. Der Verlust seiner Freiheit, die Magie und die Demonstration seiner Schwächen. Der Schein ist wohl Sar'naons stärkste Waffe. Er wirkt weit weniger als er ist. Viele schließen von seiner markanten Größe auf ein dummen langsamen Menschen und viele haben für diese mangelnde Menschenkenntnis mit ihrem Leben bezahlt. Er versteht viele Sprachen und spricht einige davon, was man dem Südländer nicht ansieht. Ebenso wenig wirkt er wie jemand, der des Lesens und Schreibens mächtig ist, was er neben der Kriegsführung, der Geschichte und anderen Dingen in seiner Kindheit als Gefährte eines reichen Kriegersohnes erlernen durfte. Der Krieger aus der Wüste Silas ist ein hervorragender Kämpfer, vor allem mit dem Speer, aber auch das Schwert liegt in seinen Händen wie geschaffen dafür, auch wenn er wohl einem Schwertmeister unterliegen würde. Wenn Sar'naon jede Waffe aus der Hand gelegt hat ist er allerdings nicht minder gefährlich. Seit seiner Kindheit trainiert er den Waffenlosen Kampf mit einer unvergleichlichen Passion. Es ist dem Kopfgeldjäger und zeitgleich gejagten ein leichtes in der Wildnis unterzutauchen und zu überleben und trotz seiner Größe wird er meist nur entdeckt, wenn er es möchte. Dabei helfen ihm die Fähigkeiten im Spurenlesen, die Orientierung an den Himmelskörpern und eine Gewisse Basis an Wissen über Nahrung und Heilkräuter, Dinge die er auf seinen jahrelangen Reisen aufgeschnappt hat, aber auch durch negative Erfahrungen erlernen musste. Seit dem Verlust seines Auges hat er Probleme damit, Ereignisse auf seiner rechten Seite visuell wahrzunehmen, doch das ist nicht seine einzige Schwäche. Sar'naon kann nicht sonderlich gut reiten, geschweige den vom Pferd aus kämpfen somit ist er einem Reiter stets unterlegen, sofern er nicht das Glück und die Vorbereitung auf seiner Seite hat oder einen unfähigen Gegner. Auch hat der Südländer eine Angst vor der Höhe, die einen Inneren Disput über die Notwendigkeit von Klettern und erklimmen kleinerer oder größerer Höhen auslöst und diesen meist für sich entscheidet. Der Bogen gehört nicht zu Sar'naons Waffenwahl. Er ist eher ein ausreichender Schütze, der die Benutzung dieser Fernwaffe für nicht ehrlich empfindet, ebenso wie die der Magie, vor der er sich ebenso fürchtet wie er sie hasst, womöglich resultiert letzteres aus ersterem, doch wer weiß das schon? Sar'naon gehört mit seinem fortgeschrittenen Alter zu den Veteranen unter den Kriegern. Das wirkt sich auch auf seinen Körper aus. Langsam merkt er, dass er nicht mehr so kann wie er mal konnte. Er wird schnell müde und muss sich seine Kräfte einteilen. Es fällt ihm nicht mehr so leicht lange Strecken ohne Pause zu laufen und langsam wächst eine neue Generation Krieger heran, die dem nunmehr alten Mann körperlich teilweise überlegen ist. Da bleibt ihm nur sein Verstand, seine Erfahrung, seine Reputation und seine Größe um diese Schwäche wett zu machen.


Schwächen
Doch nicht nur diese Schwäche. Der Krieger hält demjenigen die Treue, der am besten bezahlt. Nicht die vertrauenswürdigste Eigenschaft eines Problemlösers und genau als das kann man Sar'naon bezeichnen, aber wenigstens kann man sich auf seine Unzuverlässigkeit verlassen. Darüber hinaus fürchtet er sich vor der Höhe, was er natürlich niemals zugeben würde. Er ist äußerst nachtragend und vergisst selten. Vor allem wenn er gedemütigt wird ist es auch nach Jahrzehnten noch möglich, dass er eine längst vergessene Schuld vergibt indem er sie rächt. Gefangenschaft, direkt beeinflussende Magie und größere beeinträchtigende Verletzungen, wie der Verlust seines Auges, lassen seine Rache auch mal tödlich enden. Ansonsten tilgt er seine Schmach mit gleichwertiger.

Wünsche und Ziele

Sar'naon ad'Amman träumt selten und wenn, meist schlecht. Seine Albträume handeln meist von der Sklaverei. Unschuldige werden darin verschleppt, verkauft oder durch Magie ihrem eigenen Willen entzogen. Er wünscht sich das diese Träume nicht erneut wahr werden. Aber auch ein Ziel liegt in seinem verlangen. Der Südländer sehnte sich sein Leben lang nach einem Sinn in seinem Leben, der über das Jagen und Töten von Fremden hinausgeht. Heute bleibt nur noch der Realist in ihm zurück. Was hat ein von Narben übersäter Sklave schon zu erwarten? Zumal die Narben auch vor seiner Seele nicht halt machen.