Raik Mokerro

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Raik Mokerro
Übersicht
Raik.jpg
Spieler Mordred
Alter 28 Jahre
Geschlecht Männlich
Rasse Mensch

Aussehen

Raik ist 1,76 m groß und schlank. Seine Muskeln sind gut ausgeprägt und seine Bewegungen sehr geschmeidig. Er bewegt sich bewusst und gezielt. Sein Lachen ist sehr selten, lässt ihn aber um ein, zwei Jahre jünger erscheinen als er tatsächlich ist. Er hat dunkle Haare, die er nackenlang trägt. Seine braunen Augen hat er vom Vater geerbt. Seine Nase sind gerade und seine Lippen eher schmal zu nennen. Die Zähne sind weiß und gerade gewachsen, aber nur selten zu sehen, da er meistens einen ernsten und konzentrierten Gesichtsausdruck hat. Er legt Wert auf sein Äußeres was sich außer in einem gepflegten Bartschatten auch in seiner Kleidung zeigt.

Er trägt meistens eine dunkle Lederhose zu hellem Leinenhemd. Obwohl die Sachen getragen aussehen, sind sie doch sehr bequem zu tragen und sauber gehalten. Seine Füße stecken in braunen Lederstiefeln, deren Schaft oberhalb der Knöchel endet. In einem Gürtel der Hose steckt ein Jagdmesser und man trifft ihn meistens mit einem Bogen an, den er über den Rücken gehängt mit sich trägt. Den Köcher mit Pfeilen hat er entweder am Gürtel hängen oder aber am Sattel seines braunen Pferdes, mit dem er meistens unterwegs ist.

Herkunft & Familie

Raik stammte aus der der Bauernfamilie Kalin und Marja Mokerro aus dem tiefsten Süden Arans. Nach ihm wurden noch zwei Schwestern geboren: Rike und Lina.

  • Vater: Kalin Mokerro, tot
  • Mutter: Marja Mokerro, tot
  • Geschwister: Rike Mokerro, tot
  • Lina Mokerro, vermisst

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte

Raik Mokerro wurde im Süden Arans im Frühjahr vor achtundzwanzig Jahren als erster Sohn in eine Bauernfamilie hinein geboren. Sein Vater Kalin war ein einfacher Mann, der einen kleinen Bauernhof sein Eigen nennen konnte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich in erster Linie mit dem Anbau von Getreide. Er hielt eine Kuh und Schweine, für den Eigenbedarf und ein paar Schafe, die ihm einerseits Wolle lieferten und andererseits guten Dünger lieferten, so dass er mit seinen zwei Feldern Jahr für Jahr gute Ernten erzielen konnte. Zu seiner Hochzeit mit Marja bekam er ein kleines Pony geschenkt, dass ihm den Pflug ziehen konnte. Raik wurde im ersten Frühjahr nach der Hochzeit geboren. Er war ein gesunder Junge, der schon im Kleinkindalter den Vater auf die Felder und in den Stall begleitete. Er war zwei Jahre alt, als seine Schwester Rike geboren wurde. Raik lernte schnell die Grundlagen von Saat und Ernte und begleitete seinen Vater täglich bei der Arbeit. Sein Leben bestand darin, dem Vater bei allen anfallenden Arbeiten zu unterstützen, so dass Freizeit ein besonderer Luxus für ihn wurde. In der wenigen Freizeit, die ihm zur Verfügung stand, übte er immer wieder das Reiten auf dem Pony und hatte bald gelernt, wie er dieses als Reittier verwenden konnte. Erwischen lassen durfte er sich dabei allerdings nicht, denn sein Vater hatte das Reiten kategorisch ausgeschlossen, nachdem das Pony unentbehrlich geworden war. Mit seiner Hilfe konnten Raik und sein Vater die Felder viel schneller und effektiver durchpflügen als zu Fuß mit dem Pflug in der Hand, so dass sie mit Gewinn wirtschaften konnten. Dafür musste das Pony jedoch kräftig und gesund bleiben und das Risiko, dass Raik dieses bei einem Ritt verletzte, war dem Vater zu groß.

Rike, die stattdessen der Mutter im Haushalt helfen musste und kochen, backen, nähen und weitere für Frauen typische Tätigkeiten erlernte, sah ihren Vater immer seltener. Die beiden entfremdeten sich zunehmend und als sie mit zwölf Jahren in die Pubertät kam, konnte Kalin gar nicht mehr mit ihr umgehen. Er konzentrierte sich auf die Erziehung Raiks. Rike begann dem Bruder die Beziehung zum Vater zu neiden und immer wieder kam es zu hässlichen Auseinandersetzungen der Geschwister. Die eifersüchtige Rike versuchte immer wieder, Raik beim Vater an zu schwärzen und ihn schlecht zu machen, wobei sie sich gleichzeitig alle Mühe gab, von diesem bemerkt zu werden. Marja wurde erneut schwanger und gebar als Nachzügler ihre jüngste Tochter. Lina wurde ein wenig zu früh geboren und war dementsprechend klein und zart. Lina entwickelte sich gut in der Obhut ihrer Mutter. Diese war jedoch nach der Schwangerschaft und einer schweren Entbindung zu schwach, um den Haushalt zu führen, so dass Rike zunehmend ihre Pflichten übernehmen musste. Die kleine Lina entwickelte sich zum Sonnenschein der Familie. Sie blieb eher klein, zart und zierlich, so dass Niemand sie zu körperlich schwereren Arbeiten heranzog. Sie spielte meistens mit den wenigen Blumen, die ihre Mutter gepflanzt hatte, oder mit allerlei wilden Tierchen. Sie war wie eine kleine zarte Fee, die durch das Leben der Familie huschte und dieses mit Lachen, Freude und Schönheit füllte. Marja erholte sich zwar wieder, aber die Eifersucht Rikes führte zu einem Riss innerhalb der kleinen Familie, der unbemerkt immer tiefer wurde.Lina, die unbehelligt in ihrer eigenen kleinen Welt lebte, zeigte keinerlei Interesse an hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und weil sie so zierlich wirkte, wurde von ihr auch nicht verlangt, im Haushalt zu helfen. Stattdessen folgte sie dem großen Bruder Raik auf Schritt und Tritt.An einem lauen Sommerabend folgte sie diesem, als er nach getaner Arbeit das Haus verließ und das Pony von der Weide fing. Scheu und voller Bewunderung beobachtete sie heimlich, wie Raik sich auf den Ponyrücken schwang und ritt. Durch jahrelange Übung sah es fast so aus, als wären Pony und Reiter ein Wesen. Lina war voller Stolz auf ihren Bruder und rannte zurück in das Haus. Atemlos und mit vor Freude leuchtenden Augen berichtete sie dem Vater davon, der zu ihrer Überraschung nicht freudig sondern wütend stapfend das Haus verließ. Ängstlich drückte sich Lina in eine Ecke. Obwohl sie sich die Ohren zu hielt, konnte sie hören, wie sein Vater voller Zorn Raik an schrie und ihn hinter sich her zerrte. Auf Rikes Gesicht hingegen lag das Grinsen der Schadenfreude, als Raik von seinem Vater zur Strafe Prügel auf seinem Hinterteil bezog. „Ich werde Dir das Reiten schon noch abgewöhnen..“, schrie er und schlug in seinem Zorn mit einem Nudelholz auf den Po des Jungen ein. Raik schrie vor Schmerz und erst nach dem dritten Schlag gelang es Marja ihren Mann zu beschwichtigen, so dass dieser von Raik abließ.Für die nächsten Abende bekam Raik Stubenarrest und beaufsichtigte Lina, die wegen andauernden Regens und um ihrer schwachen Konstitution wegen nicht hinaus durfte. Sie vertrieben sich die Zeit mit allerlei Rätseln, Geschichten und Denkspielen. Sie malten mit den Fingern Spuren in den Staub, schätzen die Anzahl der Linsen in Gefäßen und so weiter und so fort. Als Raik nach drei Tagen intensiver Arbeit bei den Schweinen und Schafen auch abends das Haus wieder verlassen durfte, fand er das Pony nicht mehr vor. Sein Vater behauptete zwar, es sei krank geworden und verstorben, doch Raik war sicher, dass er es an einen Schlachter verkauft hatte. Lange hielt ihn die Trauer um das Pony nicht im Haus. Das Lesen von Fährten und das Beobachten der Verhaltensweisen der Tiere in den umliegenden Wiesen, Bächen und Wäldern ersetzte ihm das Reiten. Er unternahm immer ausgedehntere Streifzüge und analysierte das Verhalten der Tiere. Falls die Witterung diese Streifzüge nicht zuließ, beschäftigte er sich mit der Verarbeitung von Holz und Metall. Immer wieder probierte er die physikalischen Gesetze aus und stellte Spielfiguren, Kreisel und anderes Spielzeug für Lina her. Die Monate vergingen und waren für Raik eintönig geprägt durch den Wechsel der Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Anforderungen an die landwirtschaftliche Tätigkeit und von langen Wanderungen oder Experimenten an langen Winterabenden.Eines Tages, Lina war gerade vier Jahre alt geworden, bekamen sie überraschenden Besuch. Ein junger Mann bat um Einlass und Obdach für eine Nacht. Er berichtete, sich am Fuß verletzt zu haben und nun seinem Gewerbe vorübergehend nicht nachkommen zu können. Kalin und Marja, die sich immer über Neuigkeiten aus dem Rest der Welt freuten, boten ihm gerne ihre Gastfreundschaft an. Wie gebannt hörten sie seinen Worten und Geschichten seiner Erlebnisse zu. Mit großen Augen lauschten sie den Geschichten dieses Mannes von geglückten oder missglückten Jagden. Raik fragte immer wieder nach, wie die Tiere gejagt werden konnten, wie man Fallen aufstellte und wie man Fische fing. Das interessierte ihn so sehr, dass er sich für ein paar Tage diesem Jäger anschloss. In diesen Tagen lernte er von dem Jäger das Wichtigste, was er wissen musste, um in der Wildnis überleben zu können. Er lernte, die Spuren der Tiere zu unterscheiden, ihnen zu folgen und sogar ihr Verhalten bedingt vorhersehen zu können. Er lernte das Fischen mit der Hand, mit Netzen und das Angeln. Die paar Tage reichten nicht, um es bis zur Perfektion zu lernen, aber er konnte doch den einen oder anderen Fisch angeln. Das Größte war für ihn jedoch, dass dieser Jäger ihn Schwimmen lehrte. Das Gleiten durch das Wasser war für ihn mit einem Gefühl von Freiheit und Stärke verbunden, die er bisher nur auf dem Pferderücken kennengelernt hatte. Zum Abschied zeigte der Jäger ihm noch, wie man Pfeil und Bogen benutzte und eine Angel herstellte. Raik bekam von ihm den Bogen, mit dem er geübt hatte, geschenkt und hielt ihn stets in Ehren. In den nächsten Monaten übte er sich in der Jagd mit Pfeil und Bogen und brachte ab und zu mal ein erlegtes Reh oder einen Hasen aus einer seiner Fallen mit nach Hause. Das brachte ihm nun auch endlich die Anerkennung Rikes ein, die daraus die köstlichsten Braten herstellen konnte. Sie war inzwischen vierzehn Jahre alt und damit in dem Alter, in dem sie sich für andere Männer zu interessieren begann und auch der sechzehn jährige Raik begann Interesse an Mädchen im benachbarten Dorf zu zeigen. Auf dem Wochenmarkt erwarb Kalin sein Saatgut und Futter für die Tiere, während Marja und Rike im Dorf nach Lebensmitteln oder Stoffen für ihre Kleidung, die sie selber nähten, Ausschau hielten. Am Erntedankfest waren sie alle zusammen auf dem Dorfplatz und feierten mit den wenigen Bekannten und Freunden ihre gute Ernte.Man kannte einander gut und so wurde die erste Ehe arrangiert. Rike war bereits mehrfach mit einem Jungen aus dem Dorf gesehen worden und so passte eine Ehe der beiden den Eltern sehr gut. Rikes Mitspracherecht war eher gering und auch der Junge stimmte zu, denn Rike überzeugte nicht nur mit hauswirtschaftlichen Fähigkeiten, sondern auch durch ihr Aussehen. Dieses Arrangement wurde mit Wein und Bier gebührend gefeiert und auch Raik stieß mit Rike auf diese Verlobung an. Raik galt als gute Partie, denn er würde voraussichtlich den Hof seines Vaters erben und so war er umgeben von Mädchen, die sich plötzlich für ihn interessierten. Er jedoch hatte sich bereits auf ein Mädchen mit Namen Maria festgelegt und tanzte mit ihr den ganzen Abend.Raik war glücklich, denn Maria würde ihm ein gute Ehefrau sein können. Guter Dinge und voller Vorfreude auf die nächsten Monate verließ die Familie das Fest. Weit war der Heimweg nicht und so gingen sie schwätzend und lachend durch die Dunkelheit nach Hause. Erst kurz vor dem Bauernhof wurden sie immer ruhiger. Lina quengelte müde, so dass Raik diese schließlich auf den Arm nahm.Beinahe wäre er in seinen Vater hinein gelaufen, als dieser abrupt stehen blieb. Wut und Entsetzen ließen die Familie zunächst starr stehen, bevor sie dann so schnell wie möglich, zu ihrem Hof liefen. Es brannte! Das Haus brannte bereits lichterloh und als sie näher kamen, sahen sie vier Männer, die ihre Kuh und die Schafe zusammen trieben und sie vom Hof zu treiben suchten.Die Tiere gerieten in Panik und rannten blindlings vom Hof hinunter und direkt auf die Familie zu. Marja schrie laut vor Angst und versuchte die Kuh aufzuhalten, die auf Kalin zu stürmte. Rike fuchtelte mit den Armen und schrie die Schafe an, während Raik mit Lina auf dem Arm weiter rannte, um sich verstecken zu können.Er rannte, stolperte, fing sich wieder und lief mit der erschrocken weinenden Lina auf dem Arm um sein Leben. Er war von einem der Männer offenbar gesehen worden, denn dieser setzte ihm nach.Raik stolperte in der Dunkelheit über einen Ast und fiel der Länge nach hin. Er hörte Lina schreien und fühlte, wie diese unter ihm weg gezerrt wurde. Er rappelte sich auf und sah, wie einer der Männer sich das zappelnde Mädchen unter den Arm klemmte. "Der Junge auch?" Raik hörte die Frage eines der fremden Männer. Lina zappelte und der Mann, der sie mit sich genommen hatte, sah noch einmal zurück. Kurz sah er Raik an und nickte dann zustimmend.Dieser Augenblick war für Raik eine gefühlte Ewigkeit, in der er sich die herben Gesichtszüge des Mannes einprägte. Um ihn herum hörte er den Lärm des Feuers, sah dessen Schein und erhaschte noch einmal kurz das verheulte Gesicht Linas. Er rappelte sich auf, um dem mit Lina verschwindenden Mann zu folgen, aber sein Bein gehorchte ihm nicht. Sein Entsetzen wurde größer, je weiter der Mann verschwand und ihm war als zerrisse es ihm das Herz, als er Lina noch einmal seinen Namen schreien hörte. Die Dunkelheit des Waldes verschluckte seine kleine Schwester und erst jetzt wandte Raik sich um. Seine Eltern und Rike waren doch da – irgendwo jenseits seines Schmerzes und des Feuers, das nun auch den Stall und die umliegenden Zäune erfasst hatte, würde er sie finden. Aufstehen konnte er nicht und so bewegte er sich auf allen Vieren vorwärts in die Richtung, in der er seine Eltern vermutete. Er atmete Rauch ein, so dass ihm schwindelig wurde, aber er bewegte sich weiter vorwärts. Ein paar Meter vor sich sah er Riken auf dem Boden liegen und fragte sich noch, warum sie nicht floh, als er über sich eine Bewegung wahrnahm. Reflexartig duckte er sich und schrie vor Schmerz, als er einen Schlag auf den Kopf bekam. Ein Lichtblitz vor seinem inneren Auge war das Letzte was er sah, bevor er das Bewusstsein verlor. Als Raik wieder zu sich kam, wusste er weder wo er war, noch warum er dort war. Kopfschmerzen hinderten ihn daran, die Augen zu öffnen, denn das Licht verstärkte diese schon beim Versuch, zu blinzeln.

„Ah, Gott sei Dank, Raik. Ich fürchtete schon, Du seist ebenfalls..“ Jemand trat an Raik heran und fasste nach seiner Hand. Es war eine zarte Frauenhand, die gar nicht zu der Stimme gehören schien. „Wo bin ich? Was ist geschehen?“ Raik hatte Angst vor den Antworten und doch musste er diese finden. Das Einzige, was er immer wieder vor seinem inneren Auge sah, waren die Bilder von einem kleinen Mädchen, dass weinend „Raik“ rief und von einem nickenden Mann mit herben Gesichtszügen. „Wir hofften, Du könntest uns das sagen. Du wirst nun sehr stark sein müssen, Raik.“ Raik runzelte die Stirn. Er hatte keine Erinnerung mehr an das Geschehene und auch nicht mehr an seine Familie, sein Leben. „So weit wir wissen, wurdet Ihr heute Nacht, nach dem Erntedankfest, überfallen. Jemand hat Eure Tiere gestohlen, Euren Bauernhof angezündet.“ Der Mann schwieg und Raik meinte das Gesicht zu der Stimme zu kennen, aber sicher war er nicht. „Wer bin ich? Habe ich Familie?“ Das waren die brennendsten Fragen, die Raik hatte, denn ohne dieses Wissen, hatte er keine Identität.„Du bist Raik Mokerra, 16 Jahre alt. Deine Eltern hießen Kalin und Marja Mokerra. Sie sind bei dem Überfall getötet worden, so wie Deine Schwester Rike. Deine kleinere Schwester Lina ist verschwunden. Ihre Leiche wurde nicht gefunden.“ Raik konnte genau hören, wie der Mann seine Gefühle von Wut und Trauer hinter Fakten zu verstecken suchte.„Du bist der Einzige, der diesen Überfall überlebt hat – soweit wir wissen. Dich hat man wohl erschlagen wollen und Dich dann einfach liegen lassen.“ Raik hörte, wie sich der Mann erhob und dachte, dass dieser Versuch, ihn zu erschlagen wohl für den Kopfschmerz und seinen Gedächtnisverlust verantwortlich war. Wieder sah Raik das Gesicht des kleinen verheulten Mädchens vor sich. War das seine kleine Schwester Lina, die man nicht gefunden hatte? "Du kannst Dich nicht erinnern? Wir sind Anna und Erich Narenna, Freunde Deiner Eltern. Keine Angst - bei uns kann Dir nichts geschehen. Trink erst einmal, ja?"

Er bekam eine Tasse mit warmem Aufguss und er trank ihn gehorsam aus. Kurz danach schlief er ein.

Die nächsten Tage erlebte er als ein Leben in einer Art Wolke oder Glocke. Von der Außenwelt drang nichts in sein Leben ein und er versuchte auch nicht, den Kontakt zur Außenwelt herzustellen. Er aß , trank, atmete und grübelte. Immer wieder versuchte er die wenigen Bruchstücke seiner Erinnerung zu einem Ganzen zusammenzusetzen, aber es gelang ihm nicht. In den Gesprächen beim Essen erfuhr er nach und nach, wer er war und wie er gelebt hatte. Raik empfand Trauer und Wut über den Verlust seiner Familie, obwohl er sich nicht an diese erinnern konnte. Immer wieder grübelte er über die Fakten nach, die ein relatives klares Bild von dem Überfall ergaben und für ihn einen kurzen Steckbrief. Diese Fakten hatten kein Leben und bei der Beerdigung seiner Eltern Schwester, wirkte er teilnahmslos und abwesend. Er hatte ein schlechtes Gewissen, denn er trauerte nicht. Er erinnerte sich nicht daran, diese gekannt zu haben. In seinen Träumen wiederholte sich immer wieder die Szene, in der Lina weinend und seinen Namen rufend verschleppt wurde. Er empfand darüber große Trauer und weinte sich mehr als einmal im Schlaf. Er erinnerte sich, dass er Lina gekannt hatte und versuchte immer wieder vergeblich, das ganze Geschehen zu rekonstruieren. Ganz vergeblich waren seine Versuche nicht, denn er erinnerte sich sehr genau an das herbe Gesicht des Mannes, der ihn angesehen und genickt hatte.

Er verbrachte noch ein paar Tage bei den Narennas, bis er sich stark genug fühlte, um sich das verbrannte Haus anzusehen, in dem er seine Kindheit verbracht hatte.Seine Hoffnung, er würde durch den Anblick des Hauses seiner Erinnerungen wieder habhaft, erfüllte sich jedoch nicht. Er stand einfach davor, ließ den Anblick der schwarzen Grundmauern auf sich wirken und fühlte doch nichts dabei. Für ihn war das einfach nur ein verbranntes Haus. Er wandte sich ab und wollte wieder gehen, als sein Blick an einem kleinen Gegenstand hängen blieb, der dort auf dem Boden lag, wo er vor Jahren mit Lina gespielt hatte.Es handelte sich um eine Art halbe Münze und ohne genau zu wissen, warum, steckte er sie einfach ein. Erst in diesem Moment wurde ihm wirklich bewusst, dass er nicht nur seiner Erinnerungen sondern vor Allem seiner Familie beraubt worden war – und Linas.Sein Herz schien zu bluten und Tränen standen in seinen Augen, als vor seinem inneren Auge Linas Gesicht erschien. In diesen Sekunden fasste er einen Entschluss, der sein Leben für immer verändern sollte.Er würde Lina finden! Sie war der Schlüssel zu seinen Erinnerungen – die Brücke zu seiner Herkunft und damit auch zu seinen Erinnerungen.Er hatte die Mörder seiner Eltern nicht gesehen, aber den Mann, der seine Lina verschleppt hatte, den würde er jederzeit wieder erkennen und der wusste, wo Lina war.

Die Eheleute Narenna verstanden sein Anliegen und ließen ihn seufzend ziehen. Sie statteten ihn mit dem Nötigsten aus und gaben ihm außer guten Wünschen auch das Geld mit auf den Weg, dass seinem Vater aus dem Verkauf des Getreides noch zustand. Es war kein Vermögen, aber doch eine stolze Summe, und so war Raik insgesamt gut gerüstet.Von dem Geld kaufte er sich ein Pferd ohne Herkunftsnachweis, einen Sattel nebst Satteltaschen und die Trense des Tieres nebst Zaumzeug. Beim Kramer kaufte er sich einen Satz Wechselkleidung, eine dicke Jacke für den Winter, Wolldecke, Seil und ein Messer. Einen einfachen Jagdbogen nebst Köcher und Pfeilen und eine Angel erwarb er ebenfalls und so gerüstet, machte er sich auf die Suche nach den Leuten, die bis auf die verschwundene Lina seine gesamte Familie getötet hatten.Obwohl er sich an nichts aus seinem früheren Leben erinnern konnte, wurde er sich nach und nach seinen Fähigkeiten bewusst. Raik konnte ohne Weiteres in der Wildnis leben, suchte aber immer wieder die Städte auf. Er erkundigte sich nach allen möglichen Ungereimtheiten und Vorkommnissen. Lesen konnte nicht, so das er sich die Anschläge stets vorlesen lassen musste. Er wurde sehr geschickt darin, vermisste Personen aufzuspüren oder gesuchte Straftäter zu finden und diese der Gerichtsbarkeit zuzuführen. Schnell lernte er, dass er dafür gut bezahlt wurde und genauso, wie er seine Informationen über seine Aufträge für sich behielt, fragte auch Niemand ihn nach seiner Herkunft. In seiner Suche nach den Mördern seiner Familie und Lina war er in den folgenden Jahren jedoch keinen Schritt weitergekommen. Er hatte die Fußspuren dieses Mannes, der Lina mit sich genommen hatte, noch eine Weile verfolgen können – aber sie verloren sich am nächsten Bachbett. Erst Jahre später hatte er gelernt, Spuren über Flüsse hinaus verfolgen zu können und Hinweise zu einem Ganzen zusammen zu setzen. Eines Tages bekam er die Gelegenheit und den Auftrag, entflohene Sklaven aufzuspüren und erst in dem Zusammenhang fiel ihm ein, dass die Sklaverei durchaus Linas Schicksal sein könnte. Obwohl er seine Herkunft verschwieg, erwarb er sich den Ruf vertrauenswürdig und loyal zu sein. Er bekam regelmäßig lukrative Aufträge, in denen es um verschwundene Erben, entführte Kinder oder gestohlene Tiere ging. Wie ein Jagdhund verfolgte er die Spur des Gesuchten und ließ nicht locker, bis er diesen schließlich aufspüren konnte. In den meisten Fällen brachte er den Gesuchten unversehrt wieder zurück zu seiner Familie, den Sklaven wieder zu dessen Eigentümer oder Sklavenhändler. Bei Straftätern hieß sein Motto oft „tot oder lebendig“, aber meistens übergab er diese lebend. Er lernte, sich unauffällig und still zu verhalten und schnell zuzuschlagen, denn jedes Zögern konnte eine Zielverfehlung bedeuten. Immer wieder wurde seine Kombinationsgabe auf die Probe gestellt, denn die Flüchtigen hinterließen nicht immer eindeutige Spuren oder Lebenszeichen. Raik sprach niemals über seine Arbeit, denn er lernte auch, dass Kopfgeldjäger keinen guten Ruf in der Bevölkerung des Landes hatten. Er verschloss sich seinen Mitmenschen und blieb nie sehr lange an einem Ort, so dass er kaum Jemanden Freund nennen konnte. Dafür war er nie lange genug an einem Ort. Er verdiente jedoch gutes Geld, so dass er sich im Alter von zweiundzwanzig Jahren eine Art Auszeit gönnte, in der er sich einen Lehrer nahm, der ihm die Grundbegriffe des Lesens und Rechnens lehrte. Das war ihm ein wichtiges Anliegen gewesen, denn so konnte er die Steckbriefe und Auftragsschreiben selber lesen und brauchte sich nicht auf die Richtigkeit der Angaben zu verlassen. Auch gehörten geschriebene Briefe und Belege oft zu den wichtigsten Hinweisen auf den Aufenthalt einer Zielperson. Dass er sich diese hatte vorlesen müssen, empfand er als sehr unsicher, da er keine Möglichkeit hatte die Richtigkeit der Angaben zu überprüfen. In dieser Zeit, die ungefähr drei Monate währte, war er zum ersten Mal lange genug an einem Ort, um Beziehungen und Freundschaften aufbauen und pflegen zu können. Er hielt sich mit Schwimmen in einem See fitt und unternahm regelmäßig Jagdausflüge, um seine Fähigkeiten als Jäger und Spurenleser zu vertiefen. Erst als sein Geld alle zu werden drohte, machte er er sich erneut auf die Suche nach Lina, den Mörder der Eltern und nach Aufträgen, von deren Erfüllung er lebte. Schließlich gelangte er sogar in die Kreise des Adels und des Hochadels, in denen es meistens um das Aufspüren verschwundener Söhne oder Töchter ging. Die meisten konnte er lebendig aufspüren und manches scheinbare Verschwinden entpuppte sich im Nachhinein als inszenierte Flucht.

Kürzlich bekam er vom Geschlecht Solethar den Auftrag, den entführten Erben des Hauses Halvear,Vayne,aufzuspüren und zu verhindern, dass dieser sein Erbe antreten konnte.Diesem Auftrag lag wohl eine Familienfehde zugrunde und es war sicherlich moralisch verwerflich dem Jungen Vayne sein Erbe vor zu enthalten, damit ein Anderer, vermutlich aus dem Hause Solethar, dieses zufiel, aber danach fragte Raik nicht.

Die Motive, die seinen Auftraggeber bewegte, gingen ihn nichts an. Raik hatte keine Skrupel den Jungen zu töten, um seinen Auftrag zu erfüllen und ein gutes Kopfgeld auf den Jungen zu erhalten.

Er ließ sich den Jungen ausführlich beschreiben, machte sich gedanklich Notizen über dessen Vorlieben, Abneigungen und Fähigkeiten, soweit diese bekannt waren. Er stellte Nachforschungen an und klapperte die Sklavenhändler und Sklavenbesitzer in der Umgebung ab. Da von einer Lösegeldforderung des Jungen nichts bekannt wurde, hielt Raik es für wahrscheinlich, dass der Junge einem Sklavenhändler in die Hände gefallen war. Er folgte der Spur des Jungen über die üblichen Wege des Sklavenhandels und konnte sogar den Besitzer und Eigentümer dieses Sklaven Vayne ausfindig machen. Einige Sklaven waren diesem jedoch entkommen und unter ihnen vermutete Raik auch Vayne. Das war ein Umstand, der ihm missfiel, denn bei einer gezielten Tötung des Jungen konnte er keinerlei Zeugen brauchen – auch dann nicht, wenn er einen Unfall vortäuschte. Die Spur des Jungen führte Raik in die Wälder Amiriths, in dem sich die entflohenen Sklaven vermutlich aufhielten. Der Wald war dicht und von Elfen bewohnt, die den Menschen nicht wohlgesonnen waren. Dennoch freute sich Raik über diese Herausforderung, denn Vayne in diesem Wald aufzuspüren war wie das Suchen der Nadel im Heuhaufen und ob der Junge noch bei den anderen entflohenen Sklaven war, wusste Raik auch nicht. Es war für ihn eine besondere Herausforderung und er würde nicht locker lassen, bis er Vayne erwischt hatte.

Aufenthalt in Aron

Seine/Ihre Beschäftigung, gelernter/ausgeübter Beruf, weitere Fähigkeiten:
Raik ist ein Kopfgeldjäger, der davon lebt entflohene Sklaven und Häftlinge aufzuspüren. Auch flüchtige Verbrecher verfolgt er und liefert sie meistens lebend der Justiz aus. Auch das Aufspüren vermisster Menschen gehört zu seinem Arbeitsbereich.

Wo wohnt er oder sie in Aron?
Raik lebt weder in Aron noch in irgendeiner anderen Stadt. Er ist als Kopfgeldjäger nie lange genug an einem Ort, um von wohnen sprechen zu können.

Charaktereigenschaften und -fähigkeiten

Charakterzüge und Fähigkeiten:
Raik handelt überlegt und mit Weitsicht, aber auch mit Entschlusskraft. Er kennt die Prinzipien von Saat und Ernte und den Zusammenhang mit der Witterung, so dass er gelernt hat, sein Handeln und dessen Konsequenzen bedingt vorherzusehen. Gewissermaßen liegt er auf der Lauer und wenn der richtige Zeitpunkt und die Gelegenheit gekommen ist, handelt er schnell und entschlossen. Hartnäckig und konsequent verfolgt er sein Ziel, ohne sich ablenken zu lassen. Er hat die Fähigkeit, sich unauffällig zu verhalten und bewegt sich geschmeidig wie eine Katze, wenn er seine Zielperson aufgespürt hat und ihr zu Fuß folgt. Er ist loyal und verschwiegen, da seine Aufträge meistens der Geheimhaltung unterliegen. Durch jahrelange Übung ist er ein ausgezeichneter Jäger mit Pfeil und Bogen. Darüber hinaus hat er das Stellen von Fallen und das Angeln gelernt. Er ist in der Lage sich von erlegtem Wild zu ernähren, in dem er es über dem offenen Feuer grillt, aber kochen hat er nicht wirklich gelernt. Er kennt zahlreiche Beeren, Wurzeln und auch Pilze, so dass er in der Lage ist, im Notfall in der Wildnis zu überleben. In seiner Kindheit hat er bereits immer wieder die Zusammenhänge in der Physik mit einfachen Experimenten zu erforschen gesucht, so dass er als Erwachsener immer noch in logischen Zusammenhängen und analytisch denkt. Bei seinen Recherchen und dem Aufspüren einer Zielperson geht er sehr genau und analytisch vor und berücksichtigt auch den kleinsten Hinweis. Auch bei der Beurteilung seiner Hinweise geht er sehr genau vor und achtet darauf, dass dieses nicht durch irgendwelche Gefühle beeinträchtigt wird.Dabei ist er sehr hartnäckig, ja geradezu verbissen, grübelt er darüber und setzte seine Informationen und Hinweise immer wieder neu zusammen, bis er ein einheitliches Bild, in dem er eine Logik erkennen kann, beisammen hat. Dann erst verfolgte er die Fährte seiner Zielperson – ohne locker zu lassen, bis er diese aufspüren kann. Ein Aufgeben kennt er dabei nicht. Er bedient sich nicht nur seines Pferdes als Fortbewegungsmittel sondern auch Fuhrwerke oder seiner eigenen Füße. Ein Verfolgen seiner Zielperson empfindet er als Herausforderung und er hat an dem Sortieren der Hinweise und dem bedingten Vorhersehen des Verhaltens seiner Zielperson genauso viel Freude, wie an der eigentlichen Jagd.

Charakterzüge:
Raik ist selbstbewusst, aber nicht überheblich. Er kennt sich und seine Fähigkeiten sehr genau und kennt auch seine Grenzen sehr gut. Er ist sich aus seines Körpers und seiner Bewegungen sehr bewusst. Fahrige und hektische Bewegungen wird man bei Raik nicht finden.Das Aufspüren Verschwundener, Gesuchter ist der Motor, der ihn antreibt, nicht etwa das Übergeben der Zielperson. Das ist für ihn zwar sehr lukrativ und wichtig, aber für ihn liegt im Aufspüren bereits das Ziel. Sobald er seine Zielperson erreicht hat, verliert er an ihr das Interesse. Im Umgang mit seinen Zielpersonen ist er kompromisslos, konsequent und intolerant. Seinen Auftraggebern gegenüber ist er stets loyal und treu. Raik ist recht abgebrüht und hat kein Problem damit Tiere zu erlegen und Menschen auftragsgemäß zu jagen und zur Strecke zu bringen. Er ist kein Sadist, der Freude daran hat zu verletzen und zu töten, aber er hat auch keine Skrupel einen flüchtigen Straftäter zu töten, wenn das erforderlich erscheint, um selber zu überleben oder sein Kopfgeld zu erhalten. Er tötet skrupellos Tiere, um sich davon zu ernähren, nicht um diese gegebenenfalls von ihrem Leid zu erlösen. Er kennt Mitgefühl, kennt aber bei von ihm aufgespürten Straftätern weder Mitleid noch Erbarmen. Sein Denken ist von Rationalität und Logik bestimmt und so richtet er sich nach Ursache und Wirkung. Logische Folgen des Handelns Anderer und seiner selbst bezieht er in seine Denkmodelle mit ein, so dass ein unerwartetes Handeln eines Gegenübers ihm eine Herausforderung bietet, so wie der Haken schlagende Hase dem Fuchs.Obwohl er sich seiner eigenen Grenzen bewusst ist, treibt ihn sein Ehrgeiz und seine Verbissenheit immer wieder dazu, seine Grenzen zu übertreten und neu zu definieren.

Abneigungen:

  • Alkohol lehnt er völlig ab, weil dieser immer dazu verführt, zu viel zu reden und sein Urteilsvermögen ebenso trübt, wie seine Sinne.
  • Dauerregen geht ihm auf die Nerven. Mit ihm verbindet er stets Langeweile. Außerdem verwischt er die Fährten und Spuren seiner Zielperson.
  • Eine tiefe Abneigung hegt er gegen Choleriker und Sanguiniker, weil sein Vater ihn in einem Wutausbruch verprügelt hat.
  • Ungerechtigkeiten aller Art sind ihm verhasst. Für ihn geht Gerechtigkeit vor Gnade und er glaubt fest an die logische Konsequenz der Strafe aus einer schuldhaften Tat.
  • Ausreden von denen seine Zielperson glaubt, sie verhinderen, dass sie die Konsequenzen einer Handlung zu tragen hat.
  • Faulheit und Müßiggang sind nichts für Raik. Er hat gelernt, dass nur der fleißige und vorausschauende Sämann reiche Ernte davon trägt.
  • Religiösität und magische Rituale sind ihm ein Gräuel, weil sie jeder logischen Grundlage entbehren und keine Konsequenzen bedingen.
  • Pubertierende Mädchen lehnt er ab, da er diese nur als zickig erlebt hat. Mit launischen Menschen kommt Raik nicht gut klar.
  • Spürhunde beneidet er im Stillen um ihre Fähigkeiten im Aufspüren Vermisster und Verschütteter.
  • Raufereien und Prügeleien vermeidet er, da er nicht auffallen will. Vorurteile gegen Kopfgeldjäger, die diese als sadistisch und grausam darstellen.

Vorlieben:

  • Der Anblick in der Sonne leuchtender reifer Gerste und Weizen.Das verbindet er mit Freude, Tanz und reicher Ernte.
  • Blüten der Pflanzen in Feld und Wald, denn diese rufen in ihm die Gefühle von Frieden, Freude und Fröhlichkeit wach, da er diese im gemeinsamen Spiel mit seiner kleinen Schwester erlebt hat.
  • Schnitzen und Herstellen von Kinderspielzeug aus Holz. Das glückliche Lächeln eines damit beschenkten Kindes zaubert ein Lächeln auf sein Gesicht.
  • Das Zwitschern der Vögel bei Sonnenaufgang, dass ihn daran erinnert, dass ein neuer Tag mit neuen Herausforderungen beginnt.
  • Die Abenddämmerung in der er so manches Wild auf der Pirsch erlegen kann.
  • Stille in der er scheinbar Nichts tuend in Ruhe Grübeln, nachdenken und Strategien für seine Vorgehensweise entwickeln kann.
  • Das Schießen mit Pfeil und Bogen um des Schießens und um der Perfektion darin Willen.
  • Schwimmen, weil es ihm als Kind das Reiten ersetzte und er sich damit fitt und gelenkig halten kann.
  • Klettern auf Berge und an mitunter auf Bäume oder an Felsen, denn das kommt vor Allem seinem Ehrgeiz und dem Bedürfnis nach einerHerausforderung entgegen.

Besondere Fähigkeiten:
Als besondere Fähigkeit ist hier das Lesen und Rechnen zu nennen. Das ist keine Fähigkeit, die er als Bauernsohn gelernt hat, sondern um die er sich selber kümmern musste.Außerdem ist er relativ anpassungsfähig, so dass er in Gesellschaft nicht weiter auffällt und auch nicht von seiner Zielperson vorzeitig als Kopfgeldjäger erkannt werden kann.Scharfe und geübte Sinne gepaart mit schnellen Reflexen versetzen ihn in die Lage schnell und gezielt zu handeln, sobald er seine Zielperson aufgespürt hat.Auch besitzt er die Fähigkeit mit einfachen Mitteln physikalische Zusammenhänge experimentell zu erfassen. Beim Grübeln über eher negativ empfundene Erlebnisse ist er in der Lage innerlich zurückzutreten, so dass er nicht in diesen Gefühlen und Grübelein hängen bleibt, sondern dieser reflektieren und analysieren kann.

Wünsche und Ziele

Kurzfristiges Ziel ist natürlich jetzt den Jungen Vayne aufzuspüren und diesen nachhaltig und beweisbar an einer Heimkehr zu hindern. Dies Ziel verfolgt er hartnäckig, auch wenn es bedeutete, den Jungen zu töten.Sein Kopfgeld dafür zu erhalten und auch weiterhin als Kopfgeldjäger gutes Geld zu verdienen ist sein mittelfristiges Ziel. Auf längere Sicht betrachtet hat er sich zum Ziel gesetzt, die Mörder seiner Familie zur Strecke zu springen und ihrer gerechten Strafe zu zuführen und gegebenenfalls seine Schwester Lina zu befreien.Sein größter Wunsch ist es, seine Schwester Lina wiederzusehen und seine Erinnerungen wieder zu erlangen. Den natürlichen Wunsch nach einer erfüllten Liebesbeziehung hat er inzwischen gut verdrängt, da er diesen für nahezu unerfüllbar hält.