Owen von Nordfels

Aus AronWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Owen von Nordfels
Übersicht
OwenvonNordfels.jpg
Spieler Hagros
Alter 19
Geschlecht männlich
Rasse Mensch


Aussehen

Auch wenn Owen von Nordfels versucht einen möglichst reifen und erhabenen Eindruck zu machen: wer auch nur über ein geringes Maß an Menschenkenntnis verfügt wird in ihm den unerfahrenen Jüngling sehen, den er eigentlich zu verbergen versucht. Sein noch immer bartloses Gesicht lässt ihm zudem noch jünger wirken als er ohnehin schon ist. Auch seine roten Haare und seine blauen Augen entsprechen nicht gerade dem Schönheitsideal seiner Zeit oder lassen ihn den Helden ähnlicher sehen, denen er nacheifert. Seine Körpergröße ist das einzige was den einen oder anderen dazu bringen könnte zu ihm auf zusehen, im wörtlichsten Sinn. Mit einer Größe von sechseinhalb Fuß (knapp 1,90 Meter) ragt sein Kopf höher als die meisten.
Doch dem Aufmerksamen Betrachter fällt neben seiner offensichtlichen Unerfahrenheit noch etwas anderes ins Auge. Als Nachkomme eines verarmten Adelsgeschlechts kam er nie in den Luxus sich eine eigene Rüstung Maßanfertigen lassen zu können. Owens Harnisch ist daher notdürftig aus mehr oder minder verbeulten Einzelteilen der ehemaligen Rüstungen seiner Brüder und seines Vaters zusammen genietet, was man ihm auch ansieht. Würde ein von von vielen Schlachten gezeichneter man in dieser Rüstung stecken könnte sie noch als verwegen durchgehen, doch Owen wirkt in ihr eher fehl am Platz. Wie das so oft bei Männern der Fall ist, die in Rüstungen stecken welche so aussehen als hätten sie schon mehr Winter hinter sich als ihre Träger.
Selbst das Wappen der Familie Nordfels auf Owens Schild, ein weißer Wolfskopf auf blauem Grund, sieht so aus als wäre es schon mehrmals aufgetragen worden. Lediglich sein Schwert scheint sich in einem Zustand zu befinden der einen nicht sofort zum Gespött des Hochadels macht.

Herkunft & Familie

Owen stammt aus dem Dorf Rinth, welches sich am östlichen Ufer des Lachar befindet, in der Nähe der Weißen Straße. Zusammen mit vier weiteren Dörfern bildet es das Lehen der Familie Nordfels. Die Burg die dem Adelsgeschlecht seinen Namen gab musste Owens Vater, Eoghan von Nordfels, an einen benachbarten Grafen abtreten um Schulden bei ihm zu begleichen.

Vater: Eoghan von Nordfels
Mutter: Roslyn von Nordfels (verstorben bei der Geburt von Eleyne von Nordfels)
ältester Bruder: Eamon von Nordfels (Erbe)
älterer Bruder: Logan von Nordfels
jüngere Schwester: Eleyne von Nordfels

Nordfelswappen.jpg
Wappen des Adelsgeschlecht Nordfels

Hinzu kommt eine Schar an adeligen Onkeln, Großtanten, Cousins usw. die jedoch zu Zahlreich sind um sie hier alle aufzulisten.

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte

Owen ist der dritte Sprössling des verarmten Nordfels Geschlechtes, welches ein kleines Lehen am westlichen Ufer des Lachar bewohnt. Genau wie seine zwei Brüder wurde auch ihm eine ritterliche Ausbildung angedacht. Seit seinem siebten Lebensjahr wurde er im Schwimmen, Reiten und Ringkampf unterwiesen, sowie es üblich für viele adelige Söhne ist. Owen empfand sein Leben jedoch als wenig aufregend, weswegen die Lieder und Balladen die durch das Land ziehende Barden von Zeit zu Zeit in dem Gutshaus seiner Familie vor trugen, eine besondere Anziehungskraft auf ihn ausübten. Am meisten gefielen ihm jene Geschichten die von Ehre, Mut und Gerechtigkeit handelten. Diese Lieder über wahrhaft ritterliche Männer waren es, die schon früh Owens Vorstellungen davon was ein guter Ritter war formten. Als seine Mutter bei der Geburt seiner kleinen Schwester starb war Owen gerade einmal neun Jahre alt. Dieses Ereignis markierte einen großen Einschnitt in Owens Leben und verstärkte seinen Wunsch nach einer besseren Welt, in der nur die Bösen starben und die Guten stets glücklich bis ans Ende ihrer Tage lebten. Jene Welt die es nur in den Geschichten und Märchen gab.
Sein Vater konnte ihm nur Wenig Trost spenden. Eoghan von Nordfels war schon immer ein Mann von schwachem Charakter gewesen, aber nach dem Tod seiner Frau brach er endgültig zusammen. Er wandte sich dem Trinken zu und vernachlässigte seine Pflichten so sehr, das Eamon sie Stück für Stück übernehmen musste.
Während er sich mit seinem ältesten Bruder schon immer Recht gut verstand, entwickelte sich zwischen Owen und seinem anderen Bruder Logan eine regelrechte Feindschaft. Owen strebte schon als Kind nach den Tugenden die einen großen Mann auszeichneten. Eamon brachte ihm früh bei, dass es nicht nur Bauern waren die eine Pflicht gegenüber ihren Lehnsherren hatten, die sie in Form ihrer Abgaben und gelegentlich in Form des Kriegsdienstes leisteten. Auch die Lehnsherren hatten eine Pflicht gegenüber ihren Bauern. Sie mussten sie schützen und ihre Versorgung gewährleisten. Dazu gehörte unter anderem auch Kornreserven anzulegen, um für eine Hungersnot vorzusorgen. Oder den Bauern im Falle einer vernichteten Ernte ihre Steuern zu erlassen, damit sie nicht hungern mussten und das nächste Jahr noch Saatgut hatten. Eamon pflegte zu sagen „Ein wahrer König ist in erster Linie ein Diener.“
Logan war jedoch völlig anderer Ansicht. Er war der Meinung das Bauern nur lebten um jedem Wort ihres Herren zu gehorchen und wer sich weigerte, sollte mit drakonischen Strafen gezüchtigt werden. Beunruhigender Weiße schien Logan Spaß an jeder Form von Grausamkeit zu empfinden, einen Spaß von dem er sich meist nur von Eamon abhalten lies.
Dem Abschluss seiner Pagenausbildung sah Owen mit gemischten Gefühlen entgegen. Zum einen freute er sich seinem Hof und dem langweiligen, eintönigen Leben das er mit ihm verband und seinem Bruder Logan endlich den Rücken zukehren zu können, zum anderen wollte er sich nur ungern von Eamon und seiner Schwester Eleyne verabschieden.
Als er seine seine Ausbildung als Page schließlich mit vierzehn Jahren ab schloss, hätte er eigentlich an einen Fürstenhof gehen müssen um eine Ausbildung als Knappe zu beginnen. Aufgrund des niedrigen Adelsstandes und Einflusses seiner Familie fand sich jedoch kein Hof der ihn aufnehmen wollte. Zu Hause konnte er jedoch nicht bleiben, wenn er seine Ausbildung fortsetzen sollte. Einen Knappen zu unterhalten kostet viel Geld, und Owen seine zwei Brüder, Eamon und Logan, mussten ebenfalls mit Waffen, Rüstungen und Pferden versorgt werden. Also brachte ihn Eamon beim nächstbesten fahrenden Ritter den er finden konnte unter, Ritter Albrecht von Küstenwacht.
Ritter Albrecht entsprach jedoch ganz und gar nicht dem Bild von einem Ritter das sich Owen in den vergangenen Jahren in seiner regen Phantasie gemalt hatte. Er trank, frönte dem Glücksspiel und teilte sein Lager nicht selten mit einer Hure. Zwar kamen beide ihren Verpflichtungen gegenüber dem jeweils anderen nach: Owen kümmerte sich um Waffen, Rüstung und Ross seines Herren während dieser ihm im Kampf mit Schwert, Schild und Lanze unterwies. Da Owen jedoch kein Geheimnis daraus machte wie sehr er den Lebensstil seines Herren missbilligte wurde ihr Verhältnis schon bald sehr angespannt. Außerdem beschäftigte sich Ritter Albrecht nicht gerade mit sehr ritterlichen Dingen. Anstatt Banditen zu jagen oder um die Ehre von Edeldamen zu fechten, lies er sich vom Landadel dafür bezahlen die Bauern einzuschüchtern und deren Steuern einzutreiben, wenn nötig mit Gewalt. Wenn er den Leibeigenen auch ihre letzten Vorräte abnahm, kam sich Owen häufig selber wie ein Räuber vor. Er dachte an solchen Tagen häufig daran sich von seinem Herren zu trennen, um nicht weiter Teil dieser Ungerechtigkeiten zu werden. Doch auch die Loyalität war eine Tugend, und Tugenden legte man nicht einfach ab nur weil sie einem unbequem waren. Wieder waren es die Lieder und Geschichten von großen Helden die ihn aus seinem Alltag heraus rissen und ihm somit großen Trost spendeten. Er fand sich mit seiner Lage ab und tröstete sich damit das er eines Tages sein eigener Herr sein würde. Dann könnte er selbst entscheiden und würde es den Rittern aus den alten Balladen gleich tun.
Die Kluft zwischen Ritter Albrecht und seinem Knappen wuchs also weiter, bis zu einem Punkt an dem er die Anwesenheit des jungen, altklugen Owen schon beinahe nicht mehr ertragen konnte. Er wusste das er ihn loswerden musste, aber nicht wie er es anstellen sollte. Eines Tages erfuhr Ritter Albrecht das ein Graf von geringem Stand, bei dem er noch ein Gefallen gut hatte, ein kleines und unbedeutendes Turnier abhielt. Er musste Owen nicht lange dazu drängen an dem Tjost teilzunehmen, denn dieser nutzte jede Gelegenheit um sich im fairen Zweikampf mit anderen zu messen. Er war auch durchaus nicht unbegabt, und da an dem Turnier nur unbedeutende Ritter teilnahmen, rechnete sich Albrecht von Küstenwacht für Owen eine nicht geringe Gewinnchance aus. Er leihte ihm sogar zum ersten Mal sein Schlachtross denn sein Knappe besaß ja kein eigenes.
Als Owen das Turnier tatsächlich gewann, ergriff Ritter Albrecht die Gelegenheit beim Schopf und forderte den Gefallen ein, dem ihm der Graf noch schuldete. Der Graf schlug den überraschten Owen von Nordfels kurzerhand zum Ritter. Albrecht von Küstenwacht, der froh war seinen idealistischen Schützling loszuwerden, verabschiedete sich von seinem Knappen und legte ihm dabei noch nahe ihm in Zukunft aus dem Weg zu gehen.
Owen, der völlig überrascht war und keine Ahnung hatte was er als nächste tun sollte, nutzte das Preisgeld um sich ein einigermaßen hochwertiges Schwert und eine alte Stute zu kaufen. Nach Hause zu reiten hätte keinen Sinn gemacht. Er war der Jüngste von drei Brüdern, seine Aussicht auf eine Erbe sah also eher düster aus. Er entschloss sich das einzige zu tun was ihm einfiel und tat es seinem ehemaligen Mentor gleich und machte sich als fahrender Ritter auf die Suche nach einem Herren der ihn vielleicht in Sold nehmen würde. Im Gegensatz zu Ritter Albrecht nahm sich Owen jedoch vor seinen Schwertarm nicht an jeden zu verkaufen der ihn dafür bezahlte. Er wollte sich nur in den Sold eines würdigen Mannes stellen, einem Mann der seiner Vorstellung von Größe entsprach.
Als Ritter Owen von Nordfels los ritt konnte er sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Er besaß nichts außer einem guten Schwert, einer Rüstung die nicht wirklich passte und einer alten Mähre. Die wenigsten Heldenlieder fingen auf diese Art an dachte er sich. Doch meistens waren es die Besten.

Aufenthalt in Aron

Seine Beschäftigung in Aron, gelernter/ausgeübter Beruf, weitere Fähigkeiten:
fahrender Ritter, auf der Suche nach einem Herren

Wo wohnt er in Aron?
Er besitzt zwar ein Zimmer und ein Bett in Rinth, lebt derzeit jedoch unter freiem Himmel

Charaktereigenschaften und -fähigkeiten

Charakterzüge:
Owen strebt danach ein Ritter und Held zu werden, wie sie in den Geschichten vorkommen die er so sehr liebt. Er tut sein bestes ein ehrenhafter, mutiger und gerechter Mann zu sein, doch ob er es schafft diesen Idealen treu zu bleiben wenn seine bunte Phantasie mit der harten Realität aufeinander kracht, ist ungewiss. Er ist jedoch generell optimistisch, vielleicht sogar ein bisschen mehr als ihm gut tut, da sein Optimismus manchmal schon an Naivität grenzt. Den Unfreien mag er mehr Respekt und Höflichkeit entgegen bringen als manch anderer Adliger, er ist jedoch wie die meisten Blaublütigen der Meinung das die derzeitige Gesellschaftsordnung für alle beteiligten die Bestmögliche ist, und dass das Wort eines Grafen mehr wiegt als Das dutzender Bauern. Anderen Rassen gegenüber ist er nicht grundsätzlich ablehnend, hauptsächlich weil er noch nie direkt oder indirekt mit ihnen zu tun hatte. Seine nächsten Eindrücke die er von fremden Rassen bekommt werden wohl jene sein, die sich bei ihm am stärksten einprägen.

Abneigungen:

  • alles was den ritterlichen Tugenden widerspricht
  • Leibeigen/Bauern die ihre Pflichten gegenüber ihrem Herren nicht erfüllen
  • Adelige die ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Leibeigenen/Bauern nicht erfüllen
  • Söldner, weil sie ihre Ehre für Geld verkaufen
  • große Städte (auf einem Dorf aufgewachsen empfindet er den Geruch und den Geräuschpegel einer belebten Stadt als äußerst unangenehm)
  • Katzen,weil sie keine Hunde mögen

Vorlieben:

  • epische Lyrik im Allgemeinen, Heldenlieder und -balladen im Besonderen
  • ritterliche Tugenden
  • alle Arten von Turnieren
  • alles was Abenteuer und Ruhm verspricht
  • Hunde, aufgrund ihrer bedingungslosen Loyalität

Besondere Fähigkeiten:
Owen hat die Ausbildung eines Ritters genossen, welche die militärische Elite der Gesellschaft von Aran darstellen. Er kann also reiten, schwimmen, ist recht athletisch und mit den Strategien und Taktiken des Krieges zumindest theoretisch vertraut. Am intensivsten wurde er jedoch mit Schwert, Schild und Lanze unterwiesen. Sein jahrelanges hartes Training, das im zarten Alter von sieben begann, hat ihn im Umgang mit diesen Waffen zu einigen Geschick verholfen. Unzählige Zweikämpfe hat er schon ausgetragen, manche gewann er, manche verlor er. Entscheidend ist jedoch eines: keiner dieser Kämpfe wurde mit scharfer Klinge ausgetragen. Owen musste noch nie um sein eigenes Leben kämpfen und diese fehlende Erfahrung benachteiligt ihn gegenüber jedem Veteranen der Kriegsführung. Er hat auch noch nie einen Mann töten müssen, eine Sache die gemein hin einfacher klingt, als sie es tatsächlich ist. Er verfügt über die Grundlagen ein fähiger Ritter zu werden, doch dazu muss er seine nächsten Kämpfe erst einmal überleben. Aber diese werden wohl höchst wahrscheinlich nicht mit Holzschwertern ausgetragen.

Wünsche und Ziele

Einen Drachen bezwingen, damit die Gunst einer hoch geborenen Jungfrau erringen, einen Königreich gegen einen finsteren Bösewicht verteidigen, all das sind Sachen von denen Owen von Nordfels träumt. Er ist sich der Naivität dieser Träume bewusst, daher würde er sie nie so vor anderen formulieren, trotz allem ist es genau das war er eigentlich will. Dennoch bäckt er erstmal kleine Brötchen und wäre schon zufrieden wenn er einen guten und gerechten Grund finden würde um sein Schwert zu ziehen und sich zu beweisen.

Sonstiges

Begleiter: Britta
Die Stute die Owen sich von einem Teil des Preisgeldes seines letzten Turniers kaufte, taufte er auf den Namen seiner Großmutter. Das Pferd erinnerte ihn in vielerlei Hinsicht an die alte Frau: es war alt, zäh und vor allem übel launig. Britta hat mit ihren siebzehn Jahren den Zenit ihrer Leistungsfähigkeit zwar schon überschritten, ist aber ein äußert robustes Tier. Als Schlachtross völlig ungeeignet taugt sie vor allem als Pack- und Reisepferd.