Maraska

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wichtige Informationen
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Staatsform Es gibt mehrere Klans die in Kriegszeiten einen König wählen. Der Titel muss aber nicht immer eine wirkliche Bedeutung haben.
Oberhaupt Zurzeit wurde kein König gewählt und die jeweiligen Klanführer regieren über ihr Gebiet.
Hauptstadt Es gibt keine Hauptstadt in Maraska.
Provinzen
Auch Provinzen existieren nicht.
weitere Städte
Es gibt keine Hauptstadt, aber vier wichtige Dörfer in denen die jeweiligen Clanführer leben:

Lorindt

Bronn

Karoent

Grodden

Kurzbeschreibung

Name

Maraska Kas Doeden Dar Magardan (Altvisdotisch: Wo das Feuer ins Meer geflossen ist )

Elfisch: Mahasahan

Zwergisch: Myrannd

Orkisch: Marrak

Die Küste südlich von Ymir, der Maraska-Gürtel gehört den Videsoten, einem wilden Seefahrervolk welche einen breiten Küstenstreifen und die davor liegenden Inseln ihre Heimat nennen. Zumeist ernähren sie sich vom Fischfang, von der Jagd in den Wäldern und dem Ackerbau, den sie aber nur geringfügig betreiben. Dennoch sind sie keine Bauern, sondern wahre Meister der Meere und Winde, die aber auch Schiffe überfallen und ganze Dörfer brandschatzen. Wenn sich die Stämme vereinen und ihre geeinte Flotte auf die Weltmeere entlassen, sind durchaus auch große Hafenstädte dieser Bedrohung ausgesetzt. Sie sind recht wilde Gesellen mit grausamen Ahnengottheiten und ihre Kultur wird von dem Gedanken gesteuert, dass der Tod nicht so schlimm ist wie die Feigheit.

Geographie

Küste maraska.jpg

Allgemein

In Maraska herrscht ein sehr mildes, aber auch sehr feuchtes und regnerisches Klima. Es gibt heiße und schwüle Sommertage und milde, verregnete Winter. Der Grund ist die Lage des Landes, zwischen Ymir und Raan, Nathilon und dem Meer. Raan und Nathilon grenzen im Norden an Maraska. Ihr massives Gebirge sorgt dafür, dass die kalte Luft aus dem Norden nicht Richtung Maraska strömt. Dafür strömt die milde Luft aus Nathilon und hält sich in Maraska, da sie ebenfalls die Berge nicht überqueren kann. Vom Meer strömen immer wieder riesige Regenwolken Richtung Maraska, die sich über das Land ergießen. An heißen Sommertagen, verdunsten die Regenwolken oft und es wird neblig und besomders schwül. Im Winter regnet es dafür unablässig, oftmals mehrere Monate hintereinanderweg. Dies wird als Monsunzeit bezeichnet, die bis zu vier Monate andauert.

Landschaft

Urwald maraska.jpg

Maraska ist ein flaches Land, welches fast ausschließlich nur aus Wald und Küste besteht. Die Wälder, auch als Regenwälder oder Busch bezeichnet weisen eine große Artenvielfalt auf, was Flora und Fauna betrifft. In der Regenzeit ist ihr Unterholz extrem dicht und mit häufig mit viel Bambus bewachsen, die Strauchschicht ist immergrün. Durch die geringen Wassermengen während der Trockenzeit, weisen die Bäume zur Anpassung nur eine geringe Baumhöhe auf. Dauern die Trockenperioden länger an, dann stirbt das Unterholz komplett ab und es entsteht eine subtropische Graslandschaft. Die Monsunwälder gehören nicht zu den immergrünen Wäldern, da sie bei stetem Wassermangel ihr Laub abwerfen können. Durch den Monsun sind die Böden nicht sonderlich fruchtbar, da die Nährstoffe regelmäßig weggespült werden. Doch die schnelle Zersetzung abgestorbener Pflanzenteile in den Wäldern wird zu den Wurzeln anderer Pflanzen wieder zugeführt und düngt ausreichend den Waldboden, dass sich nach dem Monsun wieder reichlich Pflanzen bilden können und der Kreislauf von Neuem beginnt. Die Küsten sind steil und tief und wurden über tausende von Jahren von den Wellen geformt und an manchen Stellen auch ausgehöhlt, was zu großen und weiten Höhlensystemen führte, welche gänzlich unerforscht sind. Nur die Einheimischen kennen sich zum Teil in den endlosen mit Wasser gefüllten Gängen und unterirdischen Seen aus. Es gibt nur einen großen Strand an dem auch das größte Dorf Grodden angesiedelt ist. Es ist der einzige Weg über Wasser, um Maraska zu erreichen. So ist das Land von der Küste aus gut geschützt. Es herrscht ein starker, aber milder Wind, der dienlich für Fischer und Kapitäne großer Schiffe ist.

Fluss maraska.jpg

Gewässer

Maraska ist ein Land ohne Seen. Doch durch den Monsun stehen viele Teile des Landes regelmäßig unter Wasser und verwandeln sich in eine Sumpflandschaft. Da es eben ist, gibt es auch keine Berge oder andere Hügel. Die Ebenen werden zum Ackeranbau genutzt. Doch geht es nur im Hochsommer. Pflanzen und Vegetation wachsen schnell und führen zu einer raschen, aber geringen Ernte. Da nur wenig Land sich zum Anbau eignet und es durch Dürre und Hitze austrocknet und wieder unfruchtbar wird. Ein großer Fluss entspringt den Bergen Ymirs und fließt durch Maraska um im Meer zu enden. Im Monsun tritt er über das Flussbett und macht das umliegende Land höchst fruchtbar, welches zum Anbau im Westen Maraskas genutzt wird. Dort liegt auch die Handelsstadt Karoent, welche über dem Fluss waren wie Kakao, Weizen und Honig an die Küste transportiert.




Flora

Fleischiger Sauerklee

Er gehört zu den Sauerkleearten und ist in Maraska weit verbreitet. Man findet ihn in den Wäldern, sowie am Fluss und den Ebenen. Er dient als Futterpflanze für das Vieh, welches die Videsoten halten. Seine Blüten sind gelb.

Fluss-Dreimasterblume

Sie gehört ebenfalls zu den Futterpflanzen, wächst jedoch nur am Fluss zur Sommerzeit. Mit ihr kann man auch Hühner füttern. Ihre Blüten sind weiß.

Kartoffel

Die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs und ist giftig, abgesehen von den Knollen. Diese sind essbar und dienen als Grundnahrungsmittel in Maraska. Sie ist eine bis zu 100cm hohe Staude. Die Blätter leuchten in einem kräftigen grün und sind gefiedert. Die Blüten sind weiß und bilden am Ende grüne Beeren, welche Vögel fressen. Mittlerweile ist die Kartoffel in ganz Naromyr verbreitet.

Erdnuss

Die Erdnuss ist eine einjährige buschige Pflanze. Sie wird 30cm hoch. In der Blütezeit trägt sie Schmetterlingsblüten aus denen sich die Erdnüsse bilden. Die Samen befinden sich in einer länglichen hellbraunen Schoten, welche bis zur Reifung geschlossen sind.

Kakaobaum

Der Baum wird nur 4m bis 8m hoch. Seine immergrünen Blätter sind länglich und oval und ca. 30cm lang. Er hat sehr kleine und winzige Blüten von 1cm die direkt am Stamm oder Seitenästen wachsen. Später bilden sich daraus 15cm lange Trockenbeeren, die bis zu 60 Samen enthalten. Die Samen werden später gewonnen, um Kakao herzustellen. Die Schalen werden zum Heizen, zum Düngen oder als Viehfutter verwendet.

Katzenkralle

Sie ist eine Heilpflanze und hilft bei Allergien, Bronchitis, Asthma, Rheuma, Arthritis oder Herpes. Kann aber auch als Verhütungsmittel verwendet werden. Sie hat eine reinigende Wirkung auf dem Darm und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Sie ist eine bis zu 30m hohe Kletterpflanze. Sie hat Krallenähnlich Haken, um zu ranken, woher auch ihr Name stammt. Sie bildet rötliche, gelbe bis orange Blüten. Die Wurzel wird entweder zerkocht zum Sirup oder zu Pulver gestoßen und mit Alkohol gemischt, als Tinktur.

Quinoa

Sie ist eine Heilpflanze und hilft gut gegen Halsschmerzen. Die Blätter kann man als Gemüse oder Salat verzehren. Sie ist mit dem Spinat verwandt und wird bis zu 50cm hoch. Der aufrechte Stengel ist stark verzweigt und weist dicke grüne Blätter auf. Die knäulartigen Blütenstände können lila oder rot sein.

Fauna

Jaguar

Der edle und schöne Jaguar ist weit verbreitet in den Wäldern von Marasaka. Er ist eine goldgelbe Raubkatze und ein guter Kletterer. Sie schwimmen auch gut und sind nicht wasserscheu, was im Monsun von Vorteil ist. Sie sind Einzelgänger und gelten als heilige Tiere.

Maraskahirsch

Der Maraskahirsch ist überall anzutreffen. Vor allem dort wo der Fleischige Sauerklee wächst, da es zu seiner Hauptmahlzeit zählt. Er lebt in kleinen Herden zum Schutz vor Raubtieren. Ein männlicher Hirsch ist Anführer der Gruppe. Sie sind gräulich braun und ist von zierlicher Statur. Alle Tiere tragen ein Geweih, wobei das der Männchen besonders groß und prächtig ist. Ihr Gesicht hat eine schwarze Maske um die Augen die sich bis zur Schnauze herunterziehen.

Brillenkaiman

Der Brillenkaiman ist ein echsenartiger und krokodilähnlicher Bewohner, welcher im Fluss anzutreffen ist. Er lebt aber auch Land und dringt vor allem zu Monsunzeit weit ins Landinnere. Vor allem die Einwohner an den Gewässern fürchten sich, da er oft Fischer, Jäger und Bauern angreift um sein Revier zu verteidigen.

Bevölkerung

Städte

Es gibt vier wichtige Städte in Maraska. Die wichtigste Stadt ist wohl Grodden. Sie liegt an der Küste und gehört zum Klan der Groderer. Nicht das nur der Anführer dieses Klans sein Haupthaus hier zu stehen hat. Diese Stadt ist die Tür zur restlichen Welt Naromyrs, da sie direkt am Meer liegt und alle Handelswaren die verschifft werden hier eintreffen und auch Jene, welche die Visedoten geplündert haben. Dies macht Grodden zu einer sehr reichen Stadt und auch der restliche Klan der Groderer ist mit Wohlstand gesegnet, da sie über die Marktpreise innerhalb des Landes bestimmen können und mit Steuern auch noch zusätzlich dazuverdienen.

Am großen Strom liegt die Stadt Karoent. Auch sie ist eine wichtige Handelsstadt, nur unterliegt sie den Grünländern. Diese sind für den Anbau für Pflanzen, aber auch für den Schiffsbau bekannt, da sie Nahe der Wälder leben und diese zur Rodung nutzen.

Weitere Städte sind Bronn und Lorindt. Bronn unterliegt den Hanuren und liegt im Osten auch in Nähe der Küste. Sie sind bekannt für ihre Astronomie und Mathematik. Es handelt sich also um ein Volk, welches sich neben dem Kampf mit den Wissenschaften auseinandersetzt. Entlang der Küste, haben sie über die Jahrhunderte Türme errichtet, welche vor Feinden warnen sollen und fremden Schiffen die sich in Nähe ihres Landes aufhalten. Lorindt liegt in zentraler Lage mitten Walde auf einer gerodeten Ebene. Diese Stadt gehört zu den Küren, welche ausgezeichnete Jäger und Handwerker sind und ihre Waren weiter nach Karoent verkaufen.

Rassen

Visedoten

Obwohl die Visedoten in einem tropischen Land leben, sind sie von blonder und hellheutiger Natur. Der Grund liegt in ihrer ehemaligen Knechtschaft. Sie sind Sklaven die aus dem hohen Norden von Ymir stammen. Nur hat sich ihre Kultur über die Jahrhunderte den Zyklen der Natur Maraskas angepasst. Die Männer sind bis über 2 Meter hochgewachsen. Die Frauen sind etwas kleiner. Sie haben aschblonde bis rötliche Haare und meist graue oder blaue Augen. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Ihre Kleidung besteht aus Fellen und Tierhäuten. Als Schmuck dienen ihnen Steine, Knochen oder Blüten, bei den Frauen. Obwohl sie auf dem ersten Blick keinen zivilisierten Eindruck machen, haben sie große Dörfer errichtet, innerlandes ein stark vernetztes Handelssystem errichtet und sie sind große Astronomen und sehr gute Seefahrer. Das Land haben die Visedoten in vier verschiedenen Regionen aufgeteilt. In denen leben die vier verschiedenen Klans mit ihren Führern. Die Führer regieren und verwalten das Land. Momentan herrscht Frieden im Land und auch unter den verschiedenen Klans.

Katzenwesen

Die Katzenwesen haben keine führende Rolle in der Politik von Marasaka. Trotzdem leben sich schon länger in den Wäldern und man kann sie zu den Naturvölkern von Naromyr zählen, die von einem Schamanen angeführt werden. Es gibt mehrere Stämme von ihnen die in den Wäldern verstreut sind. Sie sind sehr gute Jäger, die vor allem Geschmack am Maraskahirsch gefunden haben. Daher kann man sie öfter auf den Ebenen antreffen, wenn sie auf der Jagd sind. Sie halten sich von den Dörfern der Visedoten fern und sind im Gegensatz zu denen ein friedliches Volk. Doch da sie sehr gut schleichen können, beobachten sie oft die Menschen, wenn sie zu tief in die Reviere der Katzenwesen eindringen

Zentaur

Der Zentaur ist ein Mischwesen der den muskulösen Körper des Pferdes besitzt und die geschickten Arme und den Kopf mit seinem scharfen Verstand des Menschen. Sie leben in den tiefen Wäldern von Maraska und führen ein sehr zurückgezogenes, aber wildes und gesetzloses Leben. Man bekommt sie nur selten zu Gesicht und wenn nur um die Dörfer der Visedoten zu überfallen und deren Frauen zu rauben. Pfeil und Bogen ist ihre bevorzugte Waffe um andere Völker anzugreifen.

Wasserdrachen

Vor der Küste von Maraska lebt ein noch recht junger Wasserdrache. Seine Schuppen sind azurblau und er ist fast 9 Meter lang. Er macht des Öfteren den Fischern und Seeleuten das Leben schwer, wenn er sich in seiner Ruhe gestört fühlt. Da die Visedoten ein Seefahrervolk sind herrscht schon seit Jahrhunderten eine Fehde zwischen Drachen und Mensch. Da das Land über die Hälfte des Jahres trotz der hohen Luftfeuchtigkeit ausgetrocknet ist, hat es den Drachen bisher nicht an Land gezogen, um sich nach geeigneten Seen umzuschauen oder Dörfer niederzubrennen. So ist nur Grodden bisher zweimal vom Drachen bedroht gewesen. Im Volksmund nennen ihn die Menschen Bantar das Seeungeheuer.

Politik

Bei den Visedoten gehören meist mehrere Dörfer einem Klan an. Insgesamt gibt es vier große Klans, den der Küren, der Grünländer, der Groderer und der Hanuren. Dieser wird von den Kjarls, den mächtigsten Männern im Hauptdorf geleitet. Klaninterne Machtkämpfe sind vorhanden, spalten jedoch im seltensten Falle den gesamten Klan. Zwischen den einzelnen Klans finden jedoch oft Kämpfe und Plünderungen um Land und Rohstoffe statt. Vor allem aber auch wegen uralter Zwistigkeiten und Erbfeindschaften, bei denen die wenigsten noch den genauen Hintergrund wissen. Dennoch sind sich die Visedoten ihrer gemeinsamen Verbundenheit bewusst und ziehen auch zusammen gegen andere Völker in den Krieg, bevorzugt gegen Bryar, auf dessen reich gefüllte Handelsgalleeren sie es abgesehen haben.

Im Gegensatz zu einer zentralen Regierung herrschen die Klans komplett autonom. Es könnte bei einem Königsthjong ein Regent der Visedoten bestimmt werden, beispielsweise im Kriegsfall oder bei Seuchen, um den Fortbestand des gesamten Volkes zu sichern. Dies jedoch ist selten und eher unüblich, da sich die einzelnen Klans selten auf einen Thronanwärter einigen können. Viel üblicher ist es, dass sich einzelne Sippen auf Könige und dementsprechend Gegenkönige einigen können. Nicht selten hat Maraska ein halbes Dutzend "rechtmäßige" Regenten.

Generelle Gesetze ergeben sich aus dem Recht der Ahnenväter, welche aus in Stein gehauenen Zitaten und Urteilssprüchen jener abgeleitet werden. Das wiederum ergibt oft Streit, falls sich zwei Zitate widersprechen. In jenem Fall entscheidet dann - wenn selbst die Druidinnen keinen Rat mehr wissen - oft die Axt, wer im Recht ist.

Ressourcen & Handel

Maraska ist reich an Pflanzen. Daraus ergibt sich, dass sie viele seltene Produkte, welche aus Pflanzen gewonnen werden besitzen. So sind sie reich an Gewürzen. Besonders beliebt ist in Naromyr Kakao, den es nur hier gibt. Aber auch Tierfelle, wie der des Jaguars sind beliebte Handelswaren, da sie besonders exotisch wirken. Es besteht kaum dauerhafte Handelsbeziehung zwischen den Völkern Naromyrs und den Visedoten. Grund hierfür ist wohl die Zersplitterung des Landes: Jene Handelsschiffe, die von einem Klan die Passagerechte gewährt bekamen, wurden oft von einem anderen Klan auf offener See geplündert und versenkt. Je nach dem wie sich die Kjarls zweier Gemeinschaften vertehen, herrscht allerdings zwischen den Klans ein gewisses Maß an Handel. Felle werden gegen Stockfisch getauscht, Metfässer gegen Wildfleisch, Waltran gegen Kakao.

Wissenschaft und Kultur

Aufgrund der Trockenperioden und dem lang anhaltenden Regen richtet sich das Leben der Visedoten nach dem Wechsel der Jahreszeiten. Sie haben Teile der Wälder gerodet, um ihre Dörfer zu bauen, die Häuser stehen hierbei immer auf Pfählen, welche vor Überschwemmungen schützen sollen. Bränden sind die sonst sehr stabilen Bauten schutzlos ausgeliefert, so dass ein ganzes Dorf bei Brandschatzungen ohne große Mühe zerstört werden kann.

Der Ackerbau ist noch nicht sehr weit gediehen, da sie nur kurze Zeit nach dem Monsun bis zur nächsten Dürre die Felder bewirtschaften können. Doch haben sie gelernt, dass der Boden am einzigen und mächtigen Fluss, den sie Lor nennen sehr fruchtbar ist. Daher werden Jäger zu Bauern für wenige Monate um die Felder zu bewirtschaften.

Eine gebräuchliche Redewendung bei den Visedoten für den Zuspruch von Tapferkeit fängt wie folgt an: "Wenn uns Napur (der Ahnenvater der See) nicht das Meer nimmt,..." Dies beweist die Wichtigkeit des Meeres für die Seemänner, welches seit Jahrhunderten die Quelle für Nahrung, Krieg und ein gewisses Maß an Reichtum ist. Der Schiffsbau ist eine der wenigen Domänen der Visedoten. Mit ihrer schmale Bauweise und schuppenartige Überlappung der Planken und bis zu 50 Mann starken Besatzung sind diese Waerskip wenn auch nicht die stärksten, jedoch die wendigsten Schiffe in ganz Naromyr. Unverwüstlich und seit Jahrhunderten unverändert in ihrer Bauart. Seit der Schlacht beim Kap von Sygyard im Jahre 454 wurde keine Flotte der Visedoten je wieder geschlagen. Auch in der Astronomie sind die Visedoten sehr weit entwickelt. Einer der Wichtigsten Berufe ist der des Astronom, der den Sternenhimmel erforscht. Ganze Sternkarten haben sie in Stein gemeißelt festgehalten. An Hand dieser finden sie ihren Weg im offenen Meer und segeln nicht nur an den Küstenregionen entlang. Aus der Wissenschaft der Astronomie ergibt sich auch ein komplexes mathematisches System mit dem sie ihren Kalender geschrieben haben.

Ein weiterer Grundpfeiler der Kultur der Nordmannen ist der Kampf, welcher in ihrer Religion begründet ist, und als höchstes Gut geehrt wird. Allein der Körperwuchs von zwei Metern und mehr, sowie der unbändige Wille zur Schlacht macht sie zu einem furchterregenden Gegner. Mit Wurfäxten und Kriegshämmern sind diese Berserker im Angriff nur schwer zu stoppen. Allein der karge Schutz ihrer selbst, durch Leder- und Fellkleidung und bestenfalls einem Holzschild, ist im Nahkampf ein Schwachpunkt. Trotz ihrer Wildheit besteht dennoch eine Art natürliche Ordnung in ihren Reihen, so dass die Front aus Axt- und Hammerschwingenden Berserkern besteht, danach die Axtwerfer und zuletzt die wenigen Bogenschützen (meist die Wildtierjäger) in der Formation ihren Platz finden. In alten Überlieferungen von Gegnern ist auch die Rede von riesigen, behaarten, elefantenähnlichen Reittieren, auf welchen die Visedoten ihre Feinde überrannt haben, jedoch könnte dies auch nur Legende sein.

Die Visedoten selbst scheinen mit ihrer Runenschrift nur wenig ihrer eigenen Geschichte zu überliefern und ehren vor allem die Namen und Taten ihrer Ahnen, festgehalten in Inschriften auf Steintafeln. Der Leichnam an sich wird bei wichtigen Personen im Schiffsfeuer auf See verbrannt, um den Platz bei den Ahnenvätern einzunehmen. Man mag es sich bei der rauen Natur der Visedoten kaum vorstellen, jedoch sind die Feiern umso rauschender und geselliger. Aber nicht nur bei erfolgreichen Kriegen oder Jagdausflügen sehen die Visedoten Grund zum Feiern, sondern auch beim jahreszeitlichen Wechsel begeben sie sich an die Festtafel. Die meisten Naturereignisse wurden von ihren Astronomen berechnet und treten mit exakter Genauigkeit ein. So wissen sie wann es soweit ist die Saat zu säen, zu ernten, die Dörfer vor dem Monsun zu sichern oder ihrer Toten zu gedenken. Alles ein Grund zum feiern. In jeglicher Hinsicht erfolgt offen der Umgang mit Met und Bier, Wildbret und Räucherfisch, aber auch mit dem Weibsvolk. Allgemein wird in den Frauen schon seid ewigen Zeiten nur zweierlei Nutzen gesehen: Die fleischliche Vergnügung und die Pflicht eines Eheweibes. So ist es auch nicht verwunderlich, dass eine der wenigen Ahnenmütter die der körperlichen Liebe, Diadonna, ist. Man munkelt, sie hätte sich lange vor ihrem Tode dem gesamten ältesten Rat hingegeben, um jene Erhebung in den göttlichen Stand zu erhalten.

Einzige Ausnahme stellen hier die Druidinnen dar, welchen großer Respekt entgegengebracht wird. Auch dem Aberglaube hängen viele Visedoten an: Aus jenem Grund schmücken manche ihre Waffen durch Runen, um böse Geister fernzuhalten, und behängen ihre Heime mit Schmuck. Auch Ketten aus Muscheln und Steinchen, jedes hat seine eigene Bedeutung, finden häufige Anwendung. Und selbst Tätowierungen, deren Benutzung man wohl eher in südlichen Regionen vermuten mag, gehören in Maraska auch zum Brauchtum. Ob als Abwehr gegen magische Wesen, um Gegnern Angst einzuflößen oder nur um die Klanzugehörigkeit klarzumachen.

Allgemein ist die Furcht vor Magie stärker ausgeprägt als bei allen anderen Menschenvölkern. Die Erfurcht vor den Druidinnen wird somit verständlich. Und auch das Misstrauen gegenüber all Jenen, die des Zauberns fähig sind. Obwohl so mancher Visedote bei seinen Reisen mit diesem Vorurteil gebrochen hat, so bleiben die Elfen, Sirenen und Windlinge in den Erzählungen der alten Großmütter immer heimtückische Wesen, denen man nicht trauen sollte.

Geschichtliches

Zuerst lebten die Katzenwesen in den Wäldern und waren überall verbreitet. Nur ab und an gab es Konflikte zwischen ihnen und den Zentauren. Doch dann wurde ihre Rue von den Menschen gestört.

Vermutet wird, dass vor über 900 Jahren ein Seefahrervolk aus dem Osten die Küsten Maraskas anlief und dort siedelte. In so manchem Dorf finden sich noch heute verzierte Tafeln und sogar Schreine. Das Wissen um diese Steinmetzkunst gilt jedoch längst als verschollen. Ferner wird auch angenommen, dass diese Hochkultur aus dem Osten so schnell verschwand, wie sie kam.

Zurückgelassen wurden wohl nur ein paar Sklaven dieser Seefahrernation, aus jenem mit hoher Wahrscheinlichkeit das Volk der Visedoten hervorging. Für diese These spricht, dass das Wort "Visedote" in der Landessprache sowohl "Mann des Krieges", als auch "Mann der Tat", "Mann des Machens", und somit im weiteren Sinne auch als "Arbeiter" gedeutet werden kann. Nur Stückweise scheinen die Seemänner das Wissen ihrer Herren gekannt zu haben. Der überlegene Schiffsbau ist wohl eine der wenigen Disziplinen, welche den ehemaligen Sklaven anvertraut wurde.

Ob die Visedoten ihre Herkunft den kommenden Generationen bewusst verschwiegen, oder wegen des mangelnden Wissens um die Schrift nach und nach vergessen wurde, bleibt unbekannt. Die heutigen Einheimischen selbst sehen ihr Volk jedoch als schon ewig in Maraska lebend an, und somit besitzt die Frage nach dem "Woher?" keine Bedeutung für sie. Urkundlich wird erstmals im Jahre 127 in den Chroniken von Ilduryn, einem Elfischen Kapitän aus Nathilion, von 'großen, blonden Kriegern aus dem Norden' berichtet. Diese 'Barbaren scheinen keine Furcht vor dem Tod zu kennen' aber auch 'kein Gespür für Kunst'.

Erst über fünfzig Jahre später wurden wieder die Waerskip, die Schiffe der Visedoten am Horizont gesichtet. Im Jahre 182 greifen die Seemänner scheinbar wahllos kleine Dörfer und sogar Städte an der Nordküste von Nathilion an. Neben Plünderung und Brandschatzung, werden auch einige befestigte Außenposten errichtet, die fortan als Enklaven des Heimatlandes dienten. Härgonsland, Hjalta und noch zahlreiche andere Dörfer entstanden hieraus.

Zeitgleich erfolgte auch eine Ausdehnung der Siedlungsfläche nach Norden, soweit die Bedingungen noch Leben zuließen. Bis heute toben noch erbitterte Kämpfe gegen die Huun im Osten, so dass ein klarer Grenzverlauf nur schwerlich gezogen werden kann.

Gefürchtet war zu jener Zeit die Flotte der Visedoten. Schenkt man den Berichten der Elfen aus Nathilion glaub, so umfasste diese weit mehr als 800 Schiffe. Nimmt man ferner an, dass auf jedem Schiff mindestens 30 bluthungrige Krieger lauern, die einen heldenhaften Tod jedwedem Schicksal vorziehen, so bekommt man eine ungefähre Ahnung, wie gefürchtet diese Armee in jener Zeit war.

Selbst bis nach Bryar drangen manche Überfallkommandos der Seemänner vor. Damit zogen die Visedoten jedoch auch den Zorn der Bewohner Naromyrs auf sich. Die Furcht vor jener mächtigen Flotte ließ aber selbst den noch so tapfersten König in jener Zeit zögern. Niemand wagte einen Angriff auf Maraska, und keiner wusste wahrhaftig, welche Armee dort lauern könnte. Das in Wirklichkeit die Bevölkerung der Visedoten nie mehr als 200.000 Menschen umfasste, von jenen im besten Fall 70.000 kampffähig waren, ahnte niemand in den Königslanden von Naromyr.

Die Elfen von Nathilion, im Unwissen um ihre eigentliche zahlenmäßige Überlegenheit, beauftragten einen Händler aus Bryar, welcher Handelskontakte zu anderen Kontinenten pflegte. Dieser Versprach ein Heer zu kennen, welches gezüchtet wurde keinen Schmerz zu kennen und bisher jedweden Feind vernichtet zu haben. Die Herren dieser Armee waren die Durynmer, gesalbte Scheichs, die sich selbst zu Halbgöttern erhoben hatten. Ihr Söldnerheer wurde bewusst dazu gebildet, um in fremden Armeen als Führungstruppe zu dienen. Die Elfen schworen bei ihrem Blut, so manche Geheimnisse ihres Volkes und ihrer Magie den Durynmern preiszugeben, falls deren Heer die Visedoten aus dem Norden vertrieb.

Dieses Heer nun, aufgefüllt mit 12.000 der besten Bogenschützen der Elfen, zählte 150.000 Mann. Durynmerische Transportgaleeren, eskortiert von Kriegsschiffen aus Bryar und Windreiter-Fregatten der Elfen, brachten im Laufe von 4 Monaten das gesamte Söldnerheer in die elfischen Städte an der Nordküste Nathilions und machten sich kriegsbereit.


Im Jahre 205 war es, als Krohim Hamondson, Sohn eines Schmiedes, zum Kjarl des Dorfes Grodden, welches dem Klan der Groderer untersteht, gewählt wurde. Mit nur 26 Jahre wurde er kurz darauf zum Königsthjong berufen, um zu Beraten, wie man jener Bedrohung von Süden her begegnet. Das zusammentreffen der 56 Kjarls war durchtränkt von Hassreden, schönen Illusionen des Friedens und all Jenem was dazwischen lag.

Während die alten Kjarls sich gegenseitig die Schuld für diese Situation gaben, war die Offensive der Fremdlinge schon in vollem Gange. Von Südwesten her nahten die Feinde sich über den Seeweg den Siedlungen der Visedoten. Innerhalb eines Tages und einer Nacht brannten mehr als 100 Dörfer. Die Waerskip griffen oft vereinzelt an, und waren demnach keine Bedrohung für die Armada der Elfen und Bryar-Schiffe.

Und die Kjarls beschlossen mit zweifelhafter Mehrheit einen König, Griesund Gunnarson, einen alten und grauen Patriach. Sein Plan war ein Frontalangriff sowohl auf See, als auch im Felde. Abermals eine Woche dauerte es, bis das Heer der Visedoten für die Schlacht bereit war. Weit die Küste hinauf waren diese Tvarthåer, wie man sie gemäß ihres schwarzen Haares nannte, nun schon gekommen.

400 visedotische Schiffe, jedoch nur mit einem Drittel der Mannschaft, und 25.000 Krieger standen einer Armee gegenüber, welche die doppelt Anzahl Schiffe und die vierfache Anzahl Kämpfer besaß. Planlos erfolgte ein Vorstoß der Waerskip, keine Führung gab es. Dem gegenüber agierten die Admiräle der Durynmer geschickt, und ließen ihrem Gegner den Vorteil seiner Wendigkeit nicht ausspielen. Schiff um Schiff der Visedoten sank im Hagel der Skorpione, riesige Harpunen die nur für den Zweck erschaffen wurden, klaffende Wunden in die Schiffsrümpfe zu reißen.

Auf dem Felde sanken ebenso die Körper der Seemänner im Pfeilhagel. Ehe der Angriff begann, waren schon 2000 blonde Krieger tot und eben so viele kampfunfähig. Es war Krohim, der den Befehl gab, die Hörner zum Rückzug zu blasen.

Er war es, der die Schmach der Niederlage auf sich nahm. Die flüchtenden Seemänner ließ man ziehen. Oft reichte solch ein überragender Sieg, jede Moral zu brechen. Die Generäle der Tvarthåer, drängten die Elfen, den Visedoten nachzusetzen, diese aber lehnten ab. Zu überlegen war der Sieg, zu überheblich ihre Natur, um noch an ein Aufbäumen der Geschlagenen zu denken.

Abermals drängte man auf ein Königsthjong, Verzweiflung lag in der Luft. Der junge Krohim, zuvor kaum beachtet von den meist 50 Jahre und älteren Kjarls erhob seine Stimme, und jene Worte sollten den Fortbestand der Gesamtheit der Visedoten begründen:

"Hört mich an. Hier geht es nicht darum, ob wir zwei oder drei Dörfer verlieren. Habt ihr die Banner dieser Krieger gesehen? Schwarz waren sie, wie ihr Haupthaar. Diese Männer wollen kein Land einnehmen. Sie wollen uns auslöschen."

Schweigen war in der Runde, und entsetzen. Viele murmelten leise.."...wir können uns nur noch verkriechen...". Krohim vernahm es und sprach überraschend: "Ja, wir verkriechen uns. Es mag sein, dass dieses Heer auf offenem Felde und im Meer unbezwingbar ist, aber wir haben die Wälder. Und die See."

Die alten Kjarls gaben zu bedenken, dass böse Geister und Dämonen in den Wäldern hausen, aber Krohim sprach: "So ist es. Aber es sind unsere Geister, und unsere Dämonen. Lasst dieser südländische Pack kommen, sage ich. Wir mögen verlieren und sterben, aber dann wird ihr Blut genauso wie das Unsere den Weg durch die Bäche bis hinunter zum Meer finden. Ihre Bögen sind im Wald nutzlos, ihre Pferde im schlammigen Untergrund lahm." Immer noch war Ungewissheit in den Augen der Kjarls. Griesund Gunnarson aber erhob seine Stimme für den jungen Krohim und gab damit sein Amt als König an ihn weiter. Immer mehr Kjarls waren es, die in ihm doch noch einen Funken Hoffnung sahen.


So zogen die Visedoten weiter gen Norden, und lockten die Elfen bewusst in ihre Richtung. Die Durynmer kündigten abermals bedenken an, aber die elfischen Befehlshaber drängten nun auf die komplette Vernichtung. Die Seemänner durchzogen mitsamt ihren Frauen und Kindern den Olegrin-Wald, uralt, dunkel und gespenstisch, so dass ihn sogar die Zentauren mieden. Nicht kampffähige Frauen, Kinder und Greise versteckten sich in den Höhle am Fuße Küste von Maraska, welche in die Wälder führte. Krohim wies die Frauen an, Windspiele aus Holz herzustellen und jene überall im Wald, nicht sichtbar, hoch oben in den Bäumen zu verankern. Seine Mannen hoben derweil Gruben aus und füllten diese mit Schlamm. Der junge König wusste, dass seine Feinde ihr Gepäck von den Karren abladen mussten, und somit langsamer voran kamen. Auf Pferden konnte man bei den dichten Nadelhölzern die Schnelligkeit nicht ausspielen. Er sendete Späher aus und wollte jede Stunde Bericht über den nahenden Feind haben. Am dritten Morgen, seit sein Volk den Wald betreten hatte; sendete er einen leichten, schnellen Stoßtrupp aus. Dennoch groß genug war jener, um den Tvarthåer Anlass zu geben, diesem hinterher zu jagen.

Im Unterholz des Monsunwaldes versteckten sich seine Mannen, knapp 10.000 Visedoten. Halb verhungert, jedoch mit den Worten Krohims im Gedächtnis. Diesmal kämpften sie nicht für Beute, sie kämpften für ihre Freiheit.

Die Schlacht, welche sich dann im Olegrin-Wald zugetragen hatte, wird von den überlebenden Augenzeugen der Elfen als Gemetzel betitelt. Von neun Schreibern, welche zugegen waren, überlebte einer und jene Zeilen sind in der Bibliothek der Elfen-Hauptstadt zu finden:


"Ich habe in meinen 566 Jahren schon viele Schlachten gesehen, doch was an jenem Tage meine Augen erblickten, übertraf alles. Der Wald pfiff gespenstisch, die Durynmer und auch die Bogenschützen meines Volkes wandten ihre Blicke ständig zu den Wipfeln der Bäume. Einen Pakt mit den Waldgeistern schienen diese Wilden geschlossen zu haben. Kurz vor uns versank die erste Schlachtreihe, so als würde sich der Grund auftun. Wie aus dem Erdboden geboren erhoben sich dann hinter mir ein halbes Dutzend blonde Kämpfer. Die Soldaten der Durynmer sahen im Gegensatz zu den Seemännern wie Kinder aus. Man konnte das Feuer in den Augen der großen Krieger sehen. Mit ohrenbetäubenden Schreien attackierten diese wenigen mit Axt bewehrten Irren die gesamte Kompanie an Bogenschützen! Einer von diesen mit langen Zöpfen behängten Kriegern griff mit 3 Pfeilen in der Brust weiter an! Einem anderen hatte man den Arm abgeschlagen, jedoch sein Wille war ungebrochen.

Wieder ein anderer zerdrückte mit bloßen Händen den Helm eines Durynmer mitsamt Schädel des erbarmungswürdigen Opfers, dass er dabei eine Lanzenspitze im Unterleib hatte, kümmerte ihn scheinbar nicht. Dieses Volk ist dem Raubtier näher, als ihrem menschlichem Erscheinungsbild. Es schien, sie ergötzten sich selbst an ihrem eigenen Tode. Diese Männer sind nicht nur verrückt, sie sind wahnsinnig.“


Außer jenem Schreiber entkamen 4000 der weit über 100000 in den Wald gezogenen Feinde. Selbst die furchtlosesten Durynmer, so heißt es, haben ihren Göttern gedankt, aus dieser Hölle entkommen zu sein.

Aber auch die Visedoten ließen ihr Blut in dieser Schlacht, so wie Krohim es prophezeite. Er selbst starb, so steht es auf seiner Grabtafel in seinem Geburtsort, "Umringt von 100 Feinden, die ihn feige mit Pfeilen zu Fall brachten." Erst 27 Winter hatte er erlebt, und wurde zum Mythos.


Griesund Gunnarson war es der vorschlug, Krohim Hamondson, Sohn eines Schmiedes, ewig in Ehren zu halten und ihn als Retter des Volkes zum Ahnenvater der Visedoten zu ernennen.