Kars aka Neunfinger

Aus AronWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kars aka Neunfinger
Übersicht
Avatar kars.jpg
Spieler Kars
Alter 35
Geschlecht männlich
Rasse Mensch

Aussehen

Kalte, bernsteinfarbene Augen beherrschen das schmale, abweisende Gesicht mit der gebrochenen Nase und der Narbe, die sich über die Stirne bis zur rechten Augenbraue zieht. Der buschige Schnauzbart, unter dem die Oberlippe fast verschwindet, ist wie der Kinnbart und das lange, schwarze Haar, das im Sonnenlicht leicht rötlich leuchtet, schon mit den ersten grauen Strähnen durchzogen. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, daß seine Hautfarbe etwas dünkler ist, so als wäre er das ganze Jahr über sonnengebräunt. Knappe sechs Fuß ist Kars groß, breitschultrig, doch eher sehnig als athletisch. Seine Bewegungen sind geschmeidig und seine Gesten knapp und beherrscht, seine Stimme dunkel, etwas rauh, aber wohlklingend. Spricht er etwas länger, wird deutlich, daß er kein ungebildeter Herumtreiber und auch wortgewandt ist. Als einziges Schmuckstück trägt er links einen silbernen Ohrring, der wirkt als sei er für eine Frau gemacht. Seine Reisekleidung ist einfach, zweckbestimmt und wie die leichten Halbstiefel von guter Qualität. An der linken Hand trägt er einen dünnen Lederhandschuh, der seinen verstümmelten Finger verbirgt. Der Dolch und das schmale, einhändige Schwert an seinem Waffengurt sind schlicht und völlig schmucklos. Im linken Ärmel verborgen, trägt er einen zweiten Dolch.

Herkunft & Familie

Illegitimer Sohn des Kaufmannes Valendris uns seiner Geliebten Shaendra aus Qar in der Hafenstadt Halvear.

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte

Zur Welt kam Kars als illegitimer Sohn des Kaufmannes Valendris in der Hafenstadt Halvear. Schon in seinen späteren Jahren umgarnte die schöne, verrufene Shaendra aus Qar den alternden Valendris mit ihrer Schönheit und den raffinert-schamlosen Genüssen die sie schenkte. Sie gebar ihm einen Sohn, der auf ihren Wunsch Kars genannt wurde. Die ersten zwölf Jahre waren die Glücklichsten im Leben Kars, den man das Erbteil seiner Mutter ansah. Er hatte Lehrer, die ihm Schreiben, Rechnen und Geschichte lehrten und einen Fechtmeister, der ihn im Gebrauch der Klingen unterwies. Es mangelte ihm an Nichts und seine Mutter verwöhnte ihn. Shaendra spielte die Harfe und ihr Gesang vermochte auch das kälteste Herz rühren. Sie weckte die Liebe zur Musik und dem geschriebenen Wort in ihrem Sohn.

Doch das Glück hatte ein Ende als das gelbe Fieber, von einem Handelsschiff eingeschleppt, in der Stadt zu wüten begann. Eines der ersten Opfer war Shaendra. Nichts half, kein Heilmittel, kein Gebet. In wenigen Tagen erlag sie der Seuche. Bald darauf folgte ihr der Kaufmann, der sich bei ihr angesteckt hatte, auf dem Weg ohne Wiederkehr. Valendris war noch keinen halben Tag unter der Erde als ein paar angeheuerte Schläger Kars aus dem Haus seiner Mutter zerrten und ihn verprügelten. Sie schworen ihm, daß sie ihn erschlagen würden, sollte er noch ein einziges Mal einen Fuß in dieses Haus setzen. Als er sich zerschlagen und blutend zum Anwesen seines verstorbenen Vaters schleppte, hetzte sein Halbbruder die Hunde auf ihn. So lernte Kars hassen.

Das Leben auf der Straße war hart, doch Kars begriff schnell, daß man nicht abwarten durfte, bis man geschlagen wurde. Man mußte selbst zuschlagen, so hart, so schnell und so oft wie es nur ging. Es dauerte eine Weile, doch dann hatte er sich in der Jugendbande Respekt verschafft, mit der er sich durchschlug. Er war noch keine vierzehn Jahre, als er seinen ersten Mann in einem Straßenkampf tötete. In diesem Kampf büßte er das vorderste Glied seines linken, kleinen Fingers ein und das trug ihm seinen Spitznamen ein, Neunfinger. Kars wäre wohl langsam in der Unterwelt Halvears aufgestiegen und wahrscheinlich irgendwann am Galgen gelandet, wäre er nicht dem Meisterheiler Corelian, wie er sich zu dieser Zeit nannte, über den Weg gelaufen. Der Meisterheiler war entgegen seinen theatralisch verkündeten Qualitäten bloß ein fahrender Quacksalber, Zahnbrecher und Marktschreier, der auch mit Tränken handelte, die aus nicht viel mehr als gefärbten Wasser und aromatischen, harmlosen Kräutern bestanden. Sein Gehilfe war bei einer Schlägerei nach einem Würfelspiel so unglücklich mit dem Kopf auf das Pflaster gestürzt, daß niemand mehr auch nur ein grünspaniges Kupferstück für sein Leben gab. Doch ohne Gehilfen war der alte Quacksalber Dieben, Schlägern und eventueller Konkurrenz hilflos ausgeliefert Der Junge mit den kalten Augen und dem rostigen Messer, der unweit seines Wagens an einer Mauer lehnte und ihn kühl und berechnend taxierte, gefiel dem Quacksalber und so heuerte er ihn für ein paar Münzen für den Tag an und als er am Abend seine Einnahmen zählte, war er zufrieden und machte Kars ein Angebot, daß dieser nicht ausschlug.

So begann Kars mit dem Quacksalber durch die Lande zu ziehen. Anfangs bloß Aufpasser und Handlanger, doch als Methel der Kurpfuscher entdeckte, daß sein Gehilfe lesen konnte, bald Lehrling und schließlich Vertrauter. Eines Nachts weihte er Kars in die dunkle Seite seines Gewerbes ein, der Giftmischerei. Kars sog das Wissen auf wie ein Schwamm, er las was immer er in die Finger bekommen konnte, lernte von Methel, der ein weit besserer Giftmischer als Pillendreher war, was er konnte. Aber seine kämpferischen Fähigkeiten waren jetzt öfter gefordert, da ihre Einnahmen wuchsen und Methel ein immer lohnenderes Ziel für Diebe, Schutzgelderpresser und Räuber wurde. Längst war das rostige Messer durch einen gut geschmiedeten Dolch und eine schmale, einhändige Klinge ersetzt und Kars wurde nicht müde, zu üben und seine Fähigkeiten zu verbessern. Der Kampf war eine Droge ohne die er nicht auskam und sein Dolch der einzig vertraute Freund.

Schließlich wurde Methel, dem das Alter zu schaffen machte, des Herumziehens müde und ließ sich in Grondfurt nieder. Er eröffnete einen kleinen Kräuterladen und schnell wurden seine parfümierten Schönheitspuder bekannt und beliebt. Doch Kars, den Methel zu seinem Erben gemacht hatte, wurde des geordneten Lebens schnell überdrüssig. Öfter und öfter trieb er sich durch die verrufensten Kneipen und Bordelle der Stadt. Schlägereien, Exzesse und Messerstechereien waren an der Tagesordnung, bis er den Sohn eines reichen Bürgers in einer Kneipenschlägerei erstach. Kars gelang die Flucht, bevor ihn die Stadtwache fassen konnte. Er schlug sich bis in seine Geburtsstadt Halvear durch und bald hatte er sich in der dortigen Unterwelt wieder eingelebt. Nie hatte er seinen Halbbruder vergessen und den Tag an dem er die Hunde auf ihn gehetzt hatte. Er starb langsam und qualvoll an einem von Kars Giften.

Mit dem Tod seines Halbbruders war der einzige Fixpunkt aus seinem Leben verschwunden und Kars ließ sich treiben. Er lebte von seinen Klingen, manchmal auch von der Giftmischerei, schreckte vor nichts zurück, nahm jeden Kontrakt an, war er lohnend genug und führte ihn immer aus. Neunfinger wurde zu einem Begriff für Skrupellosigkeit aber auch Verläßlichkeit. Er gab sein Gold mit vollen Händen aus. Drogen, Dirnen, Luxus, Alkohol aber, und das war das Ungewöhnliche in seinen Kreisen, auch für Bücher. Es gab Zeiten, da riß er sich von seinem Lotterleben los, verzichtete auf Schnaps und Drogen, besuchte Fechthallen und Bibliotheken, bezahlte Lehrer. Aber immer wieder kehrte er in die engen schmutzigen Gassen des verrufensten Viertels der Hafenstadt zurück. Er hatte weder Freunde noch Geliebte, nur Spießgesellen und Huren, doch er war zufrieden. Aber es gab Nächte, da nutzten weder Drogen noch eine willige Dirne. Wie haßte er diese Momente, in denen er sich nach Wärme sehnte, Freundschaft und nach Liebe und er ertränkte sie in Schnaps und Gewalt.

Es war so eine Nacht, als er stockbesoffen den Bogen überspannte. Die beiden Fremden, mit denen er sich anlegte, erwiesen sich als beinharte Kämpfer und hielten ihn für tot, als sie ihn in seinem Blute liegen ließen. Drei Monate waren eine lange Zeit gewesen, bis er wieder auf die Beine gekommen war. Genug Zeit um gründlich nachzudenken. Ein langer Blick in den Spiegel und die ersten grauen Strähnen in Haar und Bart bestätigten nur seine Einsicht. Seine beste Zeit war vorbei und so konnte es nicht mehr lange weitergehen. Er mußte etwas unternehmen, solange er noch Kraft dazu hatte. Vor allem mußte er heraus aus dieser Stadt, aus diesem Viertel. So machte er zu Geld was sich zu Geld machen ließ, forderte offene Schulden ein und verließ an einem regnerischen Tag im Morgengrauen die Stadt. Lange hatte er überlegt wohin, da war ihm die Stadt in den Sinn gekommen, in der er mit Methel zwei oder drei Mal Halt gemacht hatte, Aron! Sie schien ihm genau richtig, um sich ein Stück vom Küchen abzuschneiden. Klein genug um nicht im direkten Brennpunkt der Interessen der Mächtigen zu sein, aber groß genug um darin zu verschwinden, wie ein Fisch im Wasser. So ließ Kars Greifenfels hinter sich und ritt auf der Weststraße Richtung Sonnenuntergang seinem Schicksal entgegen.


Aufenthalt in Aron

Wo wohnt er oder sie in Aron?
Quartiert sich fürs Erste in einem Gasthof ein und sondiert die Möglichkeiten.


Charaktereigenschaften und -fähigkeiten

Charakterzüge:
Geprägt von seinem Aufwachsen in der Gosse Halvaers ist Kars gefühlskalt, verschlossen und mißtrauisch. Er ist sich in jeder Situation selbst der Nächste, auch wenn er es hinter einer gefälligen Maske verbergen kann, sofern er sich etwas davon verspricht. Sein zäher, unbeugsamer Wille macht ihn zielbewußt, hartnäckig, unbeirrbar und oft genug auch starrsinnig. So kühl und berechnend wie er ist auch sein leicht geweckter Zorn. Selten läßt er sich gehen und auch nur dann wenn er berauscht ist. Wißbegierig wie er ist, gibt er sich selten mit einer Antwort vollständig zufrieden. Sein Hang zur Grausamkeit zeigt sich auch in seinem Zynismus und seinem kalten Spott. Ein einmal gegebenes Wort, sei es ein Kontrakt oder ein persönliches Versprechen, bricht er nicht. Er vergißt weder ein gutes Wort noch eine Beleidigung. So wie er seine Schulden bezahlt, treibt er Fremde ein, kompromißlos. Kars hat durchaus Humor, wenn er auch oft beißend und spöttisch ist. Sein Hang zu Rauschmitteln aller Art hat ihn oft genug in Schwierigkeiten gebracht. Tief in seinem Innersten gibt es noch eine andere Seite, die er als Schwäche verachtet und auch fürchtet, das tiefe Verlangen nach Wärme und Geborgenheit. Aber was er auch tut, er kann diese Stimme nicht auf Dauer zum Verstummen bringen.


Abneigungen:
Gleich nach der Kälte, die Kars haßt wie die Pest, kommt der Geruch und der Geschmack von Bier und Wasserfahrzeuge aller Art. Feigheit verachtet er wie jede geregelte, bürgerliche Arbeit. Auch für Hunde und Katzen hat er nur einen kräftigen Fußtritt über. Draußen in der Wildnis fühlt er sich unwohl, obwohl er sich halbwegs durchzuschlagen kann. In der Seele zuwider sind ihm Spießbürger, inhaltslose Schwafeleien nur um des Redens willen, unfähige Musikanten und Geschmacklosigkeit.

Vorlieben:
Der Kampf ist ihm Lebenselixier und Droge zur gleichen Zeit. Er schätzt Luxus jeder Art, ob es sich nun feine Stoffe, edle Weine, feine Speisen, gute Bücher, oder exquisite Dirnen handelt. Musik besänftigt seine Seele und Bücher befriedigen seine Wißbegierde. Drogen und Alkohol helfen ihm, seinen uneingestandenen Sehnsüchten zeitweilig zu entkommen.

Besondere Fähigkeiten:
Kars ist als Kämpfer beidhändig, wobei er mit dem Schwert guter Durchschnitt, mit dem Dolch aber sehr gut ist. Den waffenlosen Kampf hat er auf der Straße gelernt, dementsprechend ist auch sein Stil. Als Giftmischer kann er es mit besser Ausgebildeten durchaus aufnehmen. Er hat eine gute Singstimme und spielt Flöte, auch wenn das auch kaum jemand weiß.

Wünsche und Ziele

Ein schönes, aber nicht allzu großes Stück vom Kuchen des Wohlstands.