Goblins

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Goblins
wichtige Informationen
Freigabe spielbar
Hauptlebensraum Unterirdisch. In alten Stollen und Höllen
Durchschnittliche Größe ca. 150 - 160 cm
Besondere Merkmale gutes Hör- und Sehvermögen
Begabungen Einzelkämpfer

Aussehen

Goblins.jpg
Die Goblins sind kleiner als ihre Brüder, die Orks und von zierlicher Gestalt. Auch im Vergleich zu den Menschen wirken sie eher sehnig, und der Eindruck täuscht nicht. Bei einem Durchschnittswuchs von 150cm bis 160cm, wiegen die drahtigen Wesen meist nur etwa 40 Kg, wirken aber wegen ihrer meist gebückten Haltung noch kleiner. Grünliche und gelegentlich auch braune Hautfarben wiegen vor die zumeist dunkel wirken und auch oft ins Olive gehen. Im Norden soll es auch Goblins geben, deren Haut rötliche Sprenkeln aufweist.

Aufgrund der langen Ohren gab es lange Spekulationen, ob die Goblins eine Verwandtschaft mit den Elfen hätten. Elfische Vertreter aus Nathilion kommentierten diese Fragestellung allerdings mit der Gegenfrage, ob man denn nicht auch überprüfen wolle, ob Goblins und Esel verwandt wären, da auch diese Tiere mit langen Ohren gesegnet wären. Tatsächlich hören Goblins ausgezeichnet und sehen auch bei Zwielicht mit ihren zumeist dunklen, nicht selten gänzlich schwarzen Augen recht gut. Grelles Sonnenlicht empfinden die kleinen Kreaturen dagegen meist als recht unangenehm. Da sie in ihrer Evolution lange in tiefen, warmen Höhlen gelebt haben, haben die Goblins nur noch selten Haare oder gar ein Fell.

An Fingern und Zehen haben sich bei den Goblins mehr oder minder stumpfe Krallen gebildet, mit denen sie recht gut klettern können. Auch im Kampf benutzen sie diese gelegentlich als Waffen, wobei sie einen guten Dolch, ein Schwert oder einen Bogen bevorzugen. Als Fleischfresser mit einem relativ robusten Verdauungssystem hinterlassen auch ihre spitzen Zähne unangenehme Wunden. An Kleidung tragen Goblins zumeist nur das nötigste. Nur wenige Goblins besitzen eine Rüstung und diese sind meist eher leicht, um nicht zu behindern.

Allgemein streben Goblins danach, möglichst gefährlich zu wirken, was wohl auch ein bestreben ist, von den größeren oder stärkeren Rassen (zu denen auch die an sich kleineren Zwerge gehören) geachtete oder respektiert zu werden. Deswegen dekorieren sie sich nicht selten mit den Schädeln getöteter Feinde und die wenigen Rüstungen der Goblins die man zu Gesicht bekommt sind zumeist mit Dämonenfratzen verziert. So auch ihre Schmuckstücke: Ringe, Ketten, Amulette und Armreifen – sie alle wirken auf Menschen und Elfen recht gruselig.

Charakter

Die Goblins sind seit jeher mit den Höhlentrollen die Erzfeinde der Zwerge. Schon immer war es ein Kampf um den Lebensraum denn beide Rassen zieht es in die tiefen der Berge, dabei sind die Goblins allerdings nur mittelmäßige Schmiede und relativ schlechte Bergleute. Wäre da nicht die allumfassende Goldgier der Goblins, könnte sich sogar eine Art Symbiose zwischen Zwerg und Goblin entwickeln, denn zumeist stellen die ausgebeuteten, verlassenen Mienen der Zwerge eine ausgezeichnete neue Heimat für die Goblins dar.

Die meisten Goblins leben in kleinen natürlichen Höhlen in Gruppen von etwa zwanzig Mitgliedern, die sie notdürftig nach ihren Bedürfnissen einreichten. Aber es gibt auch Sippen die unzählige Tausende umfassen, denn stimmt das Nahrungsangebot und Klima können sie die Goblins recht schnell vermehren. Zumeist findet man Goblins in gebirgigen Regionen, aber auch in Ruinen oder Kellern und der Kanalisation der Menschenstädte fühlen sie sich heimisch.

Vielfältige Vorurteile, das oft gehegte Misstrauen der Menschen und Elfen, und die offene Feindschaft der Zwerge zwingt die Goblins regelmäßig in die Unterwelt, und weil auch die Orks bestenfalls Sklaven aus ihren Vettern machen, sind die Goblins als Rasse zu verschlagenen Einzelkämpfern geworden, die bestenfalls noch Vertretern ihre eigenen Art vertrauen.

Die Goblins sind als berechnende, verschlagene und feige Kreaturen bekannt. In der Regel versuchen sie einem Kampf auszuweichen. Nur wenn sie den Gegner überraschen können, oder klar im Vorteil sind werden sie einen Angriff wagen. Gold ist wohl die beste Motivation, aber trotzdem reicht auch Gold als Motivation oft nicht aus. Schwarze Magie dagegen wirkt unnachgiebiger auf Goblins, und keine der großen humanoiden Rassen ist gegenüber schwarze Magie so anfällig wie sie.

Wenn ein Goblin nicht mehr fliehen kann, ihn die Goldgier fest im Griff hat, oder es nicht möglich ist, dass er einem Kampf ausweicht, dann kämpfen sie mit allem was sie haben: Klauen, Zähnen und Waffen und scheuen sich auch nicht davor die schmutzigsten Tricks anzuwenden. Dieses verbissene Gesicht eines Goblin bekommen aber nur wenige zu sehen, und der Ausdruck "verbissen" kann schon fast wortwörtlich gesehen werden: Ein Goblin der sich mit seinen scharfen kleinen Zähnen am Schwertarm seines Gegners fest gebissen hat, während er mit der einen Hand versucht, dem Gegner die Augen auszukratzen, und mit dem Schwert in der anderen immer wieder einschlägt...

Fähigkeiten

Goblins gelten als unverwüstlich. Goblinknochen sind weicher und auch elastischer als die von Menschen. Goblinhaut ist dagegen zäh wie altes Leder. Selbst wenn ein Goblin von mehreren Metern hinab stürzt, wird er kaum bleibenden Schaden davon tragen, und ein Schlag mit einer stumpfen Waffe wird zwar auch bei Goblins Blutergüsse erzeugen, aber nur selten zu Knochenbrüchen führen. Gegen Stichwunden ist ein Goblin, wenn denn die Waffe einen Weg durch die Haut gefunden hat, genauso empfindlich wie ein Mensch. Empfindlicher dagegen reagiert die ansonsten so strapazierfähige Haut auf Sonnenlicht und Feuer. Auch die Augen und Ohren der Goblins sind an das Leben unter der Erde angepasst. Goblins sind recht geschickt und äußerst flink, und wenn man ihre geringe Größe bedenkt sind sie auch relativ stark.

Kultur

Auf jedes geschlechtsreife Goblin-Weibchen kommen in etwa zehn Männchen. Bei den Geburten stellt sich dieses Ungleichgewicht noch stärker dar. Nur etwa jedes zwanzigste Neugeborene ist von weiblichem Geschlecht. Da nur die stärksten das Recht haben sich zu paaren, und nur die Verwegensten und Gerissensten von den Weibchen erwählt werden, ist die Gesellschaft der Gobins ständig einer kriegerischen Auswahl unterzogen, die durch ihre Hinterhältigkeit auffällt.

Goblinfrauen bekommen schon nach wenigen Monaten meist ein oder zwei relativ kleine Kinder. Da den kleinen innerhalb weniger Wochen scharfe Zähne wachsen wird nur kurz gestillt, und so können die Frauen zumeist schon nach einem halben Jahr erneut schwanger werden.

In der Tat sind die Goblins in praktischer Hinsicht erstaunlich erfinderisch, unglaublich verschlagen und berechnend. Diesen praktischen Denkleistungen steht allerdings die Unfähigkeit gegenüber, abstrakt zu denken. Sie können deswegen nicht lesen, weil sie nicht verstehen können wie sich Striche (geschriebene Worte) in Aktionen, Objekte oder Eigenschaften umwandeln. Ihr Gehirn, obwohl sie alles andere als dumm sind, ist einfach nicht in der Lage das zu verarbeiten. Bilderbücher würden sie vielleicht noch verstehen, wenn es denn welche gäbe.

Die meisten Goblinstämme verehren deswegen die Weibchen und die bedeutendsten Götter sind weiblich. So sind nur weibliche Schamaninnen bekannt, was vermutlich daran liegt, dass nur die Goblinfrauen die Zeit haben sich während der vielen Schwangerschaftszeiten mit Dingen wie der Magie und Heilkunst auseinander zusetzen. Dabei fällt auf das alles Wissen mündlich oder durch die praktische Demonstration übertragen wird. Außerdem ist der Konkurrenzkampf unter den Goblins so stark, und das Misstrauen so groß, dass sie sich nie so sehr vertrauen würden, um sich gegenseitig etwas zu vermitteln.

Die kleinen Überlebenskünstler sind aufgrund ihrer meist recht gurrenden, kratzenden Stimmen keine Sänger. Aber mit ihren geschickten Fingern und guten Ohren könnten sie zu den besten Musikern Naromyrs werden, wenn die Musik in ihrer Kultur einen höheren Stellenwert haben würde. Tatsächlich gibt es kein anderes Volk das so schnell und verworren spielt wie die Goblins.

Geschichte

Nachdem die Goblins selbst keine Aufzeichnungen verfassen muss man elfische oder zwergische Quellen zu rate ziehen, die die Goblins aber allesamt voreingenommen als dreckige Monster darstellen. Als sicher gilt, dass die schon immer gebirgige Regionen bevorzugt haben und neuerdings sind alte Aufzeichnungen erschienen, die nahe legen, dass es ursprünglich die Zwerge waren, die den Goblins ihren traditionellen Lebensraum strittig gemacht haben. Alte Goblinlegenden berichten von einer Zeit in dem die Goblins ein friedliches, wenn auch einfaches Volk waren, doch dass sie dann vertrieben wurden, und dann, gezwungen durch Hunger und Not zu einer gerissenen Rasse mutierten, die um ihr Überleben kämpfen musste wenn sie gegen die Zwerge bestehen wollte.