Genehmigung eines Charakters

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Nacheinander werden zwei Mitglieder des Aron-Teams die Bewerbung lesen und kommentieren. Wenn der Spieler und das erste Team-Mitglied zu einer Einigung gekommen sind, sprich, das erste OK erteilt wurde, wird die Prozedur mit dem zweiten Team-Mitglied wiederholt. Gibt auch dieses sein OK, ist der Charakter genehmigt und wird eingetragen.

Hier ein paar Punkte die wir dabei regelmäßig anmerken bzw. die uns wichtig sind.


Englisch

In Aron ist die englische Sprache unbekannt. Deswegen sollten in der Bewerbung keine englischen Titel oder Wörter auftauchen. In eine mittelalterliche Fantasiewelt jenseits von Disney passen diese Wörter einfach nicht.

Rechts- & Linksschreibung

Ein paar Tippfehler sind kein Ding, wenn man aber rumraten muss, was der Satz eigentlich heißen soll, wird es ziemlich störend. Die gängigen Textprogramme haben alle eine Korrekturfunktion und wenn das Wort entsprechend markiert ist, ist die Chance groß, dass es falsch geschrieben ist. Auch für die meisten Browser gibt es da mittlerweile komfortable AddOns etc.

Historischer Zusammenhang

Aron ist keine Mittelaltersimulation und wir sind alle mehr oder minder Laien, was Geschichte betrifft. Dennoch sollten sich die Charaktere grob im richtigen Zusammenhang verhalten und denken und vor allem auch ausdrücken.

Charakterstärken und -schwächen

Charaktere können durchaus auch ziemliche Stärken haben. Aber schon alleine im Sinne der anderen Spieler achten wir darauf, dass es etwas ausgleichendes gibt. Das kann zum Beispiel eine entsprechende moralische Einstellung sein, wie die Überzeugung, dass es verachtenswert ist, seine Kräfte an schwächern auszulassen, oder dergleichen. Insgesamt sollten die Charaktere also ausgewogen beschrieben sein und auch dementsprechend gespielt werden.

Böse Charaktere

Allgemein sind "böse" Charaktere schwieriger darzustellen als gute und als Moderatoren geben wir diese auch ungern frei, wobei es durchaus Sinn macht diese in Aron zu haben um die Vielschichtigkeit einer Gesellschaft passend darzustellen. Wogegen wir uns allerdings weiter sperren werden sind gewissenlose, emotionslose und zu Gewaltorgien neigende Charaktere. Böse Charaktere müssen eher noch mehr charakterliche Tiefe aufweise als normale und ensprechend gut und schlüssig beschrieben werden. Man sollte eine entsprechende Rollenspielerfahrung aufweisen können, ehe man sich an solch einen Charakter heran wagt. Beachten sollte man auch, dass es in Aron drakonische Strafen gibt und man hier, wie im Mittelalter an spiegelnde Strafen glaubt. Verstümmellungen, Folter, öffentliches Auspeitschen und grausame Todesstrafen drohen bösen Charakteren jederzeit.

Lesen und Schreiben

Das Lesen und Schreiben ist in Aron eine seltene Kunst. Selbst der niedere Adel kann es im allgemeinen nicht. Bauern und Handwerker haben keinen Grund das Lesen zu erlernen. Im Zuge einer Lehre wird alles Wissen mündlich oder durch eine Demonstration erläutert.

Ausbildung

Eine Ausbildung ist etwas das sich durch Nutzen und Aufwand definiert. Wissen zu vermitteln ist aufwendig und kein Meister wird selbstlos alles stehen und liegen lassen, um einem Lehrling in möglichst kurzer Zeit alles beizubringen. Die ersten Jahre wird man lediglich die Drecksarbeit machen. Bei einem Schmied wird der Lehrling erst nur die Kohlen holen und den Blasebalg bedienen, putzen und polieren. Auch die Knappen eines Ritters werden erst nur zugeharbeiten erledigen. Die Hilfe eines Heilers am Anfang nur Kräuter zermahlen, Verbände wechseln, usw. Man wird sich erst die weitere Ausbildung verdienen müssen und dann wird man auch nur langsam tiefer in das Wissen eingeführt. Eine komplette Ausbildung in ein paar Jahren ist alleine deswegen schon undenkbar.

Geschwister

In Aron gibt es keine abendliche Unterhaltung in Form von Fernsehern, Computern oder Internet. Selbst bei Adeligen und üppigen Kerzenschein ist es recht dunkel wenn Abends die Sonne untergeht. Verhütungsmittel sind weitgehend unbekannt und verpöhnt. Sich in die Arme des Anderen zu begeben ist eine erst mal kostenlose Vergnügung der jede Schicht frönen kann und wird. Demnach ist die "Ein-Kind-Familie" weitesgehend unrealistisch. Dennoch ist die Sterblichkeitsrate der Kinder hoch. Man sollte also in der Regel einige Brüder und Schwestern aufführen können von denen aber beliebig viele bereits unter der Erde ruhen.

Spielablauf

Der größte Teil des Spiels findet nicht auf dem Schlachtfeld statt. Oft wird im Detail erklärt warum der Charakter mit Bogen, Schwert und Axt umgehen kann. So nett das sein mag interessiert uns mehr, was er danach macht. Welche Dinge den Charakter faszinieren, wovor er sich fürchtet oder welche charakterlichen Schwächen er hat.

Interessante Charaktere

Gelegentlich wird auch viel Kraft darauf verwendet einen möglichst interessanten Charakter zu erstellen, oder einen der möglichst geheimnisvoll ist, oder „etwas ganz besonderes“. An sich ist daran nichts auszusetzen. Im Spiel ist es aber meist effektiv so, dass man sich nicht in eine dunkle Ecke setzen kann und einen auf Mysteriös machen und erwarten kann, dass jemand vorbei kommen wird und sich die Mühe machen wird die Geheimnisse aus der Nase zu ziehen. Geheimnisse usw. sind gut, aber man sollte es nicht damit übertreiben. Zu ausgefallene Charaktere bewirken auch oft eher das Gegenteil von dem, was sie bewirken sollen und langweilen im Spiel eher als das sie das Interesse von anderen erwecken. Es wird kaum passieren, dass sich Spieler mit offenem Mund hinstellen und sagen werden: „Wow, schau dir mal den an.“ Wie gesagt, dass soll euch jetzt nicht daran hindern eure Kreativität auszuleben, aber es sollte eben in Maßen geschehen.

Eine Anmerkung zu Talenten und Fähigkeiten

Man sollte sich möglichst für Talente und Fähigkeiten entscheiden, die zum Charakter passen, aber die man auch in der Lage ist darzustellen. Wenn der Charakter Reiten kann, sollte man zumindest wissen, was ein Sattel ist und wissen, wie sich ein Pferd bewegt. Bedeutender ist es, wenn man z.B den Charakter so beschreibt, dass er z.B. andere zu überzeugen weis oder ein gewisses Talent mit Frauen hat. Da dies nicht etwas ist, das man einfach so mit einem Satz beschließt, sondern ausspielt, sollte man schon in etwa wissen was man macht.

Eine Anmerkung zur Gleichberechtigung und Aufklärung

Wir müssen uns hier nicht an der Unterdrückung der Frau ergötzen wie es im Mittelalter teilweise typisch war, aber Aron ist keine aufgeklärte Gesellschaft. Der Adel blickt im allgemeinen auf das gemeine Volk hinab, das gemeine Volk im allgemeinen zu dem feinen Adel hoch. Frauen sind nun mal schwächer als Männer und in einer Welt in der alle wichtigen Arbeiten von Muskelkraft erledigt werden zählt nun mal ein Mann mehr, als eine möglicherweise intelligentere und geschicktere Frau. Dies spiegelt sich teilweise auch in der Kleidung wieder. Normalerweise tragen Frauen Röcke und Kleider und keine Hosen, was in einer Welt in der es kaum Toiletten gibt auch schon praktische Gründe hat.