Die Nymphe Arons

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Die Nymphe Arons
Übersicht
Nymphe150px.jpg
Spieler Meowyn
Alter Uralt
Geschlecht weiblich
Rasse Nymphe

Aussehen

Nymphe.jpg

,Glaubt es mir! Sie sah hinreißend aus. Geheimnisvoll und doch gleich wieder verschwunden. Ein kurzer Blick war schon mehr als ich erwartet habe. Braun war ihr Haar. Ich kann mich nicht erinnern, ob sie mehr als nur ein einfaches Kleid trug. Es war so kurz, dieser Augenblick. Ich wusste damals nicht, dass ich sie noch einmal sehen würde.’
--- zit. nach Sir Marc, Bauernlegenden ---

Niemand würde auf die Idee kommen, dem jung wirkenden, fremden Wesen ein höheres Alter als Ende zwanzig zuzuschreiben. In der Tat waren gerade oft der filigrane und leichte Körperbau, die feinen Hände und der mysteriöse Blick ausschlaggebend für eine völlige Fehleinschätzung der Nymphe. Nicht nur ihre wilden, braunen Haare, aus denen je nach Jahreszeit Blumen, Äste oder Blätter sprießen, sondern auch ihre fließenden Schritte, die melodiösen Worte und die geschwungenen, langen Ohren haben schon oft Leute dazu veranlasst, sie als Elfe einzustufen – mit Ausnahme den kennenden Blicken eines Elfen, der auch von weiten erkennt, es nicht mit einem durch und durch zivilisierten Wesen zu tun zu haben.
Ihre schlanke Statur, die fülligen Lippen und die langen, dunklen Wimpern lassen sie perfekt in das Schönheitsideal des normalen Menschen hineinfallen. Dieser Tatsache durchaus bewusst, hat die Nymphe noch nie diesen Umstand außer Acht gelassen, um an ihre eigenen Ziele zu kommen.
Irgendwann in ihrem Leben ist sie sogar dazu übergegangen, Kleider zu tragen, wenn sie ihren Heimatpark verlässt. Es sind alte Geschenke von längst verwesenden Bittsuchern, die aber trotz des hohen Alters und vorübergegangen Moden noch immer frisch und nahezu ungebraucht aussehen. Der Schmutz will einfach nicht am Stoff haften, der Stoff selbst altert ebenso wenig wie sein Träger.
Die Dryade trägt am Liebsten für besondere Anlässe ein einfaches, trägerloses, weißes Kleid, das den Boden streift. Es sitzt eng und verbietet ihr somit viel Freiraum für ihre Füße, aber dennoch unterstreicht dieses ihre Eleganz. Einziger Schmuck an diesem Kleid ist ein breites, braunes Tuch um die Taille, aus dem viele schöne, sommerliche Blumen sprießen.
Will sie sich unter die Leute mischen, so bevorzugt sie ein rötlich-braunes langes Kleid ohne Korsett oder Reifrock mit kurzer Schleppe und einer groben Kapuze, unter der sie ihre sonderbaren Haare verbergen kann.
Als dritter, beliebter Aufzug kommt dann nur noch das kurze, grüne Kleid in Frage. Breit fallend bis zu den Knien, gehalten von zwei dünnen Trägern kann sie damit von den Bäumen wie ein Eichhörnchen wechseln, oder sich in den feineren Gebieten des Parks kurz sehen lassen.
Besonders gewöhnungsbedürftig ist aber wohl der Umstand, dass sich ihr ganzes Aussehen nach den Jahreszeiten richtet. Anders als bei den Menschen, deren Haut- und Haarfarbe sich bei den verschiedenen Zeiten ändern kann, besteht bei ihr nicht nur der Unterschied in der Helligkeit, sondern auch in dem, was auf ihrem Kopf sprießt. Ist sie im Sommer voller Blumen, so ist sie im Herbst voller Blätter. Doch da sie ungefähr die Menge an wilder Natur beeinflussen kann, wird sie selten wie ein Baum durch die Stadt laufen, aber ebenso selten die normale, feine Dame in ihrem Reich mimen.

Herkunft & Familie

‚Mein Herr, Herzog Erdingsburg, dieses Wesen trägt keinen Namen, unter dem wir es verfluchen können. Es ist auf jeden Fall nicht uns und auch nicht einem anderen sprechenden Wesen in Eurer großen Stadt bekannt.’
--- zit. nach Ritter Lucius an den Herzog Erdingsburg, zur Bekämpfung dieser neuen Plage ---

Der Name dieser Nymphe ist mehr ein Titel als ein wirklicher Name. Wird sie gefragt, so stellt sie sich entweder voller Stolz mit: „Ich bin die Nymphe des Gründer Parks, des Herzens von Aron“, oder mit „Ich bin die Nymphe Arons“, vor. Selten kann sie aber auch: „Ich bin die Bewohnerin des schönsten und ältesten Baumes dieser Stadt“, vernommen werden. Einen Eigennamen besitzt sie nicht.

‚„Ich bin so alt wie die Bäume“, sagte sie zu mir: „so alt, wie der Boden unter deinen Füßen.“’ --- zit. nach Sir Marc, Bauernlegenden ---

Dieses Wesen ist in der Tat alt. Allein aus Rekonstruktionen derer Dinge es sich erinnern kann, lässt sich vermuten, dass es weit über eintausend Jahre zählt.

‚Dieses weibliche Scheusaal lockt tatsächlich die ehrenwerten Männer in die tiefen zwischen die Bäume. Es dauert Tage, bis sie wieder herausfinden und noch länger, bis wir ein vernünftiges Wort von ihnen vernehmen!’
--- zit. nach Ritter Marius an den Herzog Erdingsburg zur Bekämpfung dieser neuen Plage

Diese Dryade ist genauso weiblich, wie jede andere ihrer Art.

‚Die Nymphen sind eine Art Einzelgänger, ähnlich mächtig und schrecklich wie die Drachen. Doch ihr Besitz gründet sich nicht auf Gold, sondern auf Natur. Beide Arten lieben es die Menschen zu quälen und sie hinterhältig gefügig zu machen. Wir müssen mit diesen sehr vorsichtig vorgehen, wissen wir doch nicht, um wie viele es sich handelt.’
--- zit. nach Graf Merduc an den Herzog Erdingsburg, zur Bekämpfung der neuen Plage ---

Dieses Wesen, das normalerweise nur an wenigen Orten vorkommt, ist tatsächlich eine Nymphe, besser gesagt eine Dryade, die eins mit den Bäumen und der Natur ihres Umfeldes ist.

‚„Bei dieser Eiche findest du mich immer“, sprach sie und kam mir sehr nahe: „dies ist der Ort meiner Wurzeln. Von hier bin ich niemals fern.“’
--- zit. nach Ritter Marius, Bauernlegenden ---

Diese Nymphe ist nicht einfach irgendwo in Aron entstanden, sondern bei der Samenlegung einer kleinen Eiche, die im südlichen Teil des Gründer Parks entstand. Dieser inzwischen knorrige, alte Riesenbaum ist eng mit dem Leben dieses seltsamen Frauenwesens verknüpft.
Da die Dryade aus dem Baum, dessen Ringe über eintausendzweihundert Jahre zählen, heraus entstanden ist, kann sie jedes Mal, wenn sie Ruhe oder neue Ausdauer benötigt, in ihn einkehren. Ihr Körper verschwindet gänzlich und sie fühlt und sieht die Welt aus einem höheren, größeren Zusammenhang, als wäre sie nicht nur diese einzelne Eiche, sondern der ganze Park an sich.
Eng an diesen einen Baum gebunden, schmerzt sie jegliches Leid, dass diesem widerfährt. Andererseits ist aber auch hier der Ort ihres Wirkens und der größten magischen Kraft.

‚„Gibt es denn keine… andere Nymphe? Bist du ganz allein?“ In ihren Augen lag auf einmal eine Spur von Härte: „Ich bin nie allein.“, antwortete sie dennoch mit einem feinen Lächeln.’
---zit. nach Sir Marc, Bauernlegenden ---

Die Nymphe besitzt keine Familie und keinen richtigen Erzeuger. Sie ist entstanden aus einem von einer Elfe besungenem Baumsamen. Da sie selber unfruchtbar ist und sie sich entweder von ihren Liebhabern getrennt hat, oder sie überlebt hatte, ist fraglich, ob sie jemals so etwas wie eine Familie gründen würde.

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte

‚Sehr geschätzter Herzog Erdingsburg,
mit Bedauern haben wir die Verwilderung des schönen städtischen Gartens in Augenschein genommen und sind empört über solche Fahrlässigkeit. Angesichts der Tatsache, dass gerade dies doch ein Wahrzeichen Arons, unserer schönen Stadt ist, würden wir begeistert sein, wenn Ihr Euch darum bemühen könntet.
Hochachtungsvoll
Graf Phillip, Baron Steffan und Sir Rudal’
--- zit. nach Graf Phillip, Baron Steffan und Sir Rudal an den Grafen Erdingsburg, zur Bekämpfung der neuen Plage ---

Nicht wie bei anderen Kreaturen, die ihr Dasein mit der Geburt oder gar der Zeugung begannen, wuchs und gedieh die junge Nymphe, sondern brach als fertiges ‚reifes’ Wesen in den Park ein, ohne jemals eine Wachstums- oder Lernphase besessen zu haben.
Einzig der Elf Yuang hat sich mit diesem Phänomen beschäftigt und ist zu dem langatmigem Entschluss gekommen, dass die Nymphen wahrscheinlich durch dreierlei Begebenheiten entstehen können: Erstens muss es viel unterschiedliche Naturschönheit geben, zweitens eine Art von kräftiger, schaffender Magie und drittens keine weitern Nymphen in der weitläufigen Nähe der entstehenden. Im Übrigen bezweifelte ein anderer große Denker, Frecico, dass es nur Nymphen als Frauen gäbe, sondern berief sich darauf, dass es um weiblich zu sein auch einen männlichen Pandon geben müsste. Da dies nicht der Fall sei könne nur von Zwittern die Rede sein, die nun einmal weiblich aussehen.
Nun, Arons lebender Schatz jedoch war ganz und gar eine Frau. Nachdem das junge Geschöpf, dessen Kenntnis von dem ersten Tag an schnell wuchs, die Gegend erkundet hatte, das Laufen beherrschte und schon in den ersten Jahren die Eigenheiten der Tiere erforscht hatte, begann seine eigentliche Zeit des Lernen. Da Schlaf im Gegensatz zum Essen nichts war, dass die Nymphe von Natur aus brauchte, hatte sie natürlich auch die Nachtstunden zur Verfügung. Durch die besondere Verbindung zu ihrem Baum fiel es ihr leicht sich in den Lebenskreislauf einfinden zu können. Nach und nach entwickelte sie so in ihrer ersten Lebensphase ihre magischen Kräfte, die wie von einem Zentrum aus von ihrer noch jungen und schmächtigen Eiche ausgingen und wie Kreise in größerer Entfernung schwächer wurden. So reichte ihre Macht früher noch nicht einmal zu den Grenzen des Parks, entwickelten sich aber mit der Zeit immer deutlicher.
Auf ihren vielen Streifzügen entdeckte und verstand sie die einzelnen Pflanzen und Tiergewohnheiten bis ins Detail, eignete sich an der Natur positiv nachzuhelfen und für ein gutes Wachstum zu sorgen. Da sie die Macht über die Fruchtbarkeit dieser Wesen hatte und sie die Sträucher und Bäume selbst reifen oder gar pflanzen konnte, war dies eine Aufgabe, die sie zwar forderte, aber ihr auch viel Spaß bereitete. Schon zu dieser frühen Zeit entwickelten sich die ungewöhnlichen und sonst nur kaum überlebensfähigen Blumen und Fruchtbäume sich prächtig in dem frischen Gründerpark. Da es auch noch eine Zeit des Reichtums war wurden hier oft Mitbringsel aus fernen Ländern eingepflanzt und behütet. Warum nie etwas davon einging schien dennoch niemanden zu wundern. Nach mehreren Jahrhunderten hatte sie diese Dinge auch bis ins Kleinste perfektioniert und sie bekam Gefallen an etwas völlig anderem – an der Verehrung durch Menschen.

War vorher ihre Existenz eine wage Erkenntnis, die Begegnungen mit ihr eine Unglaublichkeit, so krempelte die Begegnung mit einem Elfen, der sich lange mit der Dryadenfrage beschäftigt hatte und dem jungen Geschöpf das erste Mal überhaupt Antworten auf die wichtigen Fragen, warum es hier außer ihr selbst keine andere ihres Schlages gab, warum sie alle Tiere überlebte, warum nur die Bäume alt wurden und warum sie die Welt außerhalb der Mauer anwiderte, hörte und sie das erste Mal überhaupt mitbekam, [i]das[/i] sie mächtig war, ihr Leben in eine völlig andere Richtung um. Ja, sie zeigte sich öfter anderen Menschen. Die Sprache hatte sie von den Bäumen durch zuhören gelernt und verinnerlicht. Waren vorher die Zweibeiner für sie Tiere wie jedes andere Wesen ohne Wurzeln, so waren sie nun gelehrt und nahezu auf einer Augenhöhe. Tatsächlich lies sie sich für die feinen Damen hinreißen, geschenkte Kleider anzuziehen und an den ausladenden und je höher der Stand umso unsittlicheren Festen teilzunehmen. Trotz der Skepsis ihr Gegenüber dauerte es nicht einmal ein Jahrzehnt bis ihre Anwesenheit in den höheren Kreisen geradezu Alltag wurde. Dort wurde sie geehrt für das was sie war: Ein Früchtespender der Stadt, ein mächtiges Wesen, das nicht erzürnt werden sollte und eine selbstbewusste Fremde die trotz der körperlichen Ähnlichkeit von der Art des Denkens und der Art des Lebens absolut unterschiedlich war. So ließ sie sich niemals dazu bringen in einem der weichen Federnbetten zu schlafen oder ihren Park zu mehr als ein paar Tage zu verlassen. Ihre beharrlich wachsende Kraft erlaubte es ihr sogar bei ihrer Eiche Bittgesuche zu empfangen. Sie musste nicht immer anwesend sein, aber niemand konnte durch ihre Wege gehen, ohne dass sie es mitbekommen würde. Manche der geforderten Dinge lagen deutlich außerhalb ihres Wirkungsbereiches, andere waren seelischer Natur, von der sie nun einmal absolut keine Ahnung hatte, andere wiederum lagen in dem Bereich der Zweisamkeit oder der Familienplanung oder des Hungers, bei dem sie immer nachhelfen konnte. Hier entschied über ihre Gunst ein kleines Geschenk an sie oder auch große Emotionen. Dabei war es ihr aber auch egal, ob sie belogen wurde. Der richtige Auftritt zählte. So eignete sie sich nicht nur eine gehobene Sprache an und eine –wenn benötigt- herzogliche Auftrittsweise sondern auch eine große Portion Arroganz. Sie wurde in der Zeit in ihrem Denken, das erhabenste und mächtigste Geschöpf der Welt zu sein, nur noch gestärkt. Es war nicht so, dass es sie dazu brachte diese Macht unter Beweis stellen zu müssen, sondern nur so, dass sie einfach nicht fähig war den anderen auf derselben Ebene zu begegnen. Je mehr sie also zwischen diesen Menschen ein und aus ging, umso mehr wurde sie wie diese. Erst nach mehr als einem Jahrhundert begann es sie zu langweilen. Einzelschicksale gingen vorüber. Ja sogar Freundschaften, zu denen sie fähig war, fielen ihrer Langlebigkeit zum Opfer. Liebschaften zwischen ihr und den Edelleuten mussten an den Toden zerbrechen. Ihre Beziehung zu diesen Wesen war genauso komplex wie einfach. Waren diese Leute zwar im Gegensatz zu Tieren und Pflanzen ein Gegenüber, so standen sie doch weit unter ihr. Obwohl es eigentlich so sein sollte, dass der herzlose Umgang mit der Natur die Nymphe abschrecken sollte, so war es ihr anfangs schon fast gleichgültig, ja sie war sogar erstaunt von der oberflächlichen Farbenpracht, die so manche Gärten aufwiesen. Solange wie nichts davon mit ihrem Lebensraum geschah, solange würde sie es dulden und beobachten. Mit den Zwergen, die damals in großen Zahlen die Stadt Aron bevölkerten, hatte sie hingegen wenig Kontakt. Keiner von ihnen zollte ihr den richtigen Respekt und da die Lebensräume sich kolossal unterschieden, verletzte es ihr stolzes Herz auch nur geringfügig. Manchmal bekam sie prächtige Geschenke von diesen, die aber in ihren Augen keinerlei Wert hatten. Denn was wollte sie mit Edelsteinen? Es war kein Dünger, kein Nährboden. Während andere Geschenke auf magische, unerklärliche Weise innerhalb der Eiche verschwanden, so war darinnen für so etwas kein Platz. Diese Sachen wurden meist verscharrt, wo sie ihrer Überzeugung zum trotz nicht verwitterten.

Dann kam es zur kultivierten Lebensänderung der Menschen. Waren vorher die Fremden eine Bereicherung der Kultur, so begann nun das neue Zeitalter der Diskriminierung und der Unterdrückung. Denn nach der großen Epidemie, irgendwann in dem vierten Jahrhundert der Nymphe, wandelte sich die hochmütige Gesinnung der Menschen in regelrechten Hass auf andere. Vor allem das einfache Volk machte ‚die Fremden, die Anderen’ zu ihren Feinden. Es gab kein Gold mehr, keinen Wohlstand. Wurde zwar die Eiche nun umso häufiger von Verzweifelten heimgesucht, so wurde der Anblick des Fremden, ja der Anblick der Dryade zu etwas Schlimmen. Die Nymphe, die sich schon seit Jahrzehnten von den Menschen entfernt hatte, nahm dies ohne aufbegehren hin. Ihre Besuche in der gehobenen Schicht waren schon eingedämpft, blieben aber mit dem Ableben ihrer Bekannten später ganz aus.
Ihre Zeit verbrachte sie nun damit, die neuen Kreationen von Pflanzen zu bewundern, zu bestaunen und neue Mächte herauszufinden. Sie selbst störte es ein wenig, dass sie nicht mehr diese ganzen fremden Wesen zu Gesicht bekam. Früher war sie Zentauern und Satyren begegnet, einer zweibeinigen Nixe und Elfen aus fernen Ländern. Einmal hatte ein Drache die Stadt besucht. Der Anblick und die heimlichen Gespräche mit diesem mächtigen Geschöpf hatte die Nymphe nie vergessen. Ja, es zählte zu den Dingen, die ihr wirklich Freude bereiteten, den alten Gewohnheiten nachzugehen, aber neue Begebenheiten zu erlernen. So war sie traurig über den Verlust der anderen Rassen, freute sich aber über die Maßen über neue Vogelarten und neue Pflanzen. War ihr Park doch der einzige Ort in Aron, indem die Bäume nicht frühzeitig starben und die Artenvielfalt auch für sie immer etwas Neues war. Schade war es, wenn sie nur einzelne Wesen beherbergte. Einmal war bei ihr ein Reh, doch da sie mit einem Männchen nicht den Fortbestand sichern konnte, musste es dabei bleiben.
Erst nach einer weiteren Seuche, die mit der Hilfe der Elfen bekämpft werden konnte, änderte sich das feindliche Bild der Menschen. Doch zu diesem Zeitpunkt war die Nymphe nur noch ein Geraune, eine Gestalt, die deutlich unbekannt war. So kam es auch, dass ihr Interesse an den neuen Zeiten und Erfindungen erst einmal noch in ihr schlummern musste.

Nachdem die Stadt im Allgemeinen wieder an Reichtum gekommen war, begann dann das Schreckenszenario! Die Arbeiter meinten, den Park wieder ansehbar machen zu müssen. Die schönen Bäume wurden gefällt, die Wege gelegt.
Die Hinweise einer jungen, hübschen Frau auf mögliche Gefahren wurden ignoriert, ja sogar belächelt. So kam ihre Wut und Rache über diese Zerstörer. Als der Park schon fast seine Schönheit für Menschen wiedererlang hatte, wehrte sich die Nymphe mit allen Kräften gegen diesen Eingriff in ihr Reich. Die Bäume wuchsen und zerbrachen die neuen Gebäude, die Pflanzen versperrten die Wege, die Tiere fielen die Maurer an. Inmitten diesem planmäßigen Kampf stand ein einzelnes Geschöpf, das all dies lenkte. Doch als die Menschen umso härter gegen ihr Reich vorgingen und es sogar wagten, ihren Baum zu beschädigen, brauchte die Herrin des Parks eine neue Idee. Mord oder Verletzen der Menschen kam für sie unter keinen Umständen in Frage. So erinnerte sie sich an die alten Lektionen bei den Edeldamen, sorgte für einen angemessenen Auftritt und wurde in ihrer ganzen erhabenen Art bei dem damaligen Herzog vorstellig. Ihre eigene Natur verbarg sie dabei überhaupt nicht und machte sich auch nicht die Mühe den sprießenden Kopf zu bedecken. Der Edelmann selbst zeigte sich verständiger, als sie gedacht hätte, nachdem sie sich in einem ebenso arrogantem Ton zu dem Thema: Schönheit des Gründerparks geäußert hatte. War er ihr zwar vom Wesen her suspekt, so hielt er sich an die beidseitige Abmachung. Die Bäume und Pflanzen wurden nicht mehr angetastet, dafür sollte die Nymphe bestimmte Wege von Pflanzen frei räumen und freihalten. Die Dryade sah nicht, dass sie den weiterführenden Kampf gewonnen hatte, sondern bemerkte nur das Leid ihrer Pflanzen. Nun konnte sie dafür sorgen, dass sie langsam sich zurückformten und den Park in dem der Adeligen angemessenen Zustand zurückversetzten. Ja sie bekam sogar ein Gespür dafür, wo welche Blumen ihre Schönheit am Besten zur Geltung brachten. Der Vertrag hatte viele kleine Klauseln gehabt, bindend und verpflichtend für beide Seiten. Bis heute hält sich das alte Wesen penibel an den Vertrag, denn noch hatten die Menschen ihn trotz der Jahrhunderte nicht gebrochen.
Die Herrichtung ihres Reiches dauerte lange. Erst nach mehreren Jahrzehnten war sie mit den Ergebnis so zu frieden, dass sie sich einer neuen Beschäftigung hingab: Den Tieren. Da sie nicht im Wald wohnte, war für sie die Artenvielfalt begrenzter. Dennoch gewann sie Gefallen an den Bienen und Asseln, Ameisen und Füchsen, Eichhörnchen und Kaninchen. Vergessen von der Welt und eingehüllt in ihre eigene, wilde Lebensart, gab es für sie nichts Größeres als ihrer wahren Bestimmung nachzukommen: Ihr Reich zu verschönern.

Wieder verging eine lange Zeit. Sie gab sich gerne den einsamen Männern in ihrer Umgebung hin, begegnete sonst aber meist nur Elfen, von denen sie die Sprache erlernen wollte. Dieses Vorhaben war sogar von Erfolg gekrönt. Ihr Versuch aber, von den Vögeln sich zeigen zu lassen, wie man fliegen konnte, scheiterte. Jetzt, wieder ein paar Jahrhunderte später, stand Aron wieder vor einer Krise. Ein Krieg tobte draußen. Noch hatte es die Stadtmauern noch nicht erreicht. Die Nymphe hatte gerade erst wahrgenommen, dass die Welt vor ihrem Park sich wieder verändert hatte. Neuerungen waren geschaffen, neue gesellschaftliche Normen gab es dort. Dazu waren ihr die Wesen dennoch fremder geworden. Die hektische Welt gefiel ihr nicht, die Kreaturen in der Stadt misstrauten ihr, hatten sie vergessen und manche meinten gar sie angreifen zu müssen. Dennoch war sie nun bereit dafür, wieder neue Erkundungsmaßnahmen zu ergreifen. Ihr Interesse war vorerst wieder geweckt.

Aufenthalt in Aron

Ihre Beschäftigung, gelernter/ausgeübter Beruf, weitere Fähigkeiten:
‚Wie, mein Herr, sollen wir diesem Monstrum etwas entgegensetzten? Sobald wir einen Weg bereitet haben, ist er auch schon wieder unter den ganzen Wurzeln verschwunden. Verzeiht, dass ich euch eine ganz andere Sichtweise der Dinge schildern muss, aber ich glaube kaum, dass es an einem langsamen Arbeiten liegt. Innerhalb von Tagen können doch nicht ganze Felder wieder verwüstet sein.’
--- zit. nach Nicolas, an den Grafen Erdingsburg, zur Bekämpfung der neuen Plage---

Die Dryade hält ihre Beschäftigung für die Wichtigste in ganz Aron. Sie kümmert sich um den Gründerpark, indem sie für das Gedeihen und Wachsen der Bäume sorgt, für gute Lebensqualitäten der Tiere und das biologische Gleichgewicht erhält. Dazu kann sie manchen Familien den Kinderwunsch erfüllen und verschenkt gerne den Heilern wichtige Kräuter für ihr Gewerbe. Auch Magier werden in ihrem reichen Schatz fündig. Dennoch kann ein langes Suchen durch gut formulierte Bitten schnell erspart werden.
Darüber hinaus hat sich die Nymphe das Sprechen der Menschen und Elfensprache beigebracht, beherrscht gehobene Umgangsformen und das richtige Kleiden. Sie kennt sich in der Kunst des Verführens genauso gut aus, wie sie auch strebsam ihren Zielen folgen kann.
Weiterhin kann sie mit Leichtigkeit klettern und versteht es, die Natur von ihren Ansichten zu überzeugen, denn das ganze Komplexe Wesen der Natur beinhaltete auch oft ihre Denkweise. Es gibt fast nichts, was sie nicht erforscht oder erfahren hätte, so dass sie sich in ihrem Reich und mit ihren Mitbewohnern perfekt auskennt.
Sie hat sich trotz ihrer Bildung in diesen Bereichen nie die Mühe gemacht das Lesen zu erlernen, oder Geographie oder Geschichtswissen sich anzueignen.

Wo wohnt sie in Aron?
‚Später ging ich noch einmal zu diesem großen und gigantischen Baum. Seine Zweige waren ausladend und groß, er nahm fast den Platz einer kleinen Hütte ein. Um ihn herum wuchsen trotz der Dunkelheit seltsame Blumen und ein schwacher Lichtschein ging von ihm aus. In voller Faszination blieb ich stehen. Plötzlich stand sie neben mir und ich war aus ganz anderen Gründen völlig hingerissen.’
--- zit. nach Sir Marc, Bauernlegenden ---

Eine große, stämmige Eiche im östlichen Teil des Gründerparks im nördlichen Stadtteil nennt die Nymphe ihren Entstehungsort. Mit dieser ist sie nicht nur biographisch, sondern auch mental stark verbunden. Der Schmerz der Nymphe wirkt sich auch immer auf den Baum aus und umgekehrt. Hier ist das Zentrum ihrer Macht und es bleibt eine Frage, ob dieses unerforschte Wesen überhaupt ohne die Pflanze leben könnte. Sie kann sich in ihrer Winterruhe zu diesem Ort zurückziehen und ganz in dem Stamm aufgehen, dass nicht mehr ihr Körper vorhanden ist, sondern sie nur noch die ‚Wahrnehmungen’ des Baumes besitzt.
In ihm horten sich auch auf magische Weise viele Geschenke, die die Nymphe über die Zeit bekommen hatte. Wie als würde sich auf einmal ein großer Raum für sie öffnen, ist es, wenn sie auf diese zurückgreift. Ordentlich gestapelt liegen dann überall mit Holzrinde umgeben die alten Gegenstände, die wie neu aussahen. Ob es eine Illusion ist, oder ob es tatsächlich einen solchen Ort gibt, wird wohl nie geklärt werden, denn noch nie konnte die Dryade jemanden mit auf diese Reise nehmen. Tatsache ist, dass sie aber dort verschwinden kann und der massive Stamm für sie kein Hindernis ist.
Ansonsten ist ihre Existenz auch so verschlossen und umwunden mit die der Natur im Park, dass dort die Veränderungen ihr körperlich und physisch nachgehen und sie auch dort als ein Teil des Großen Ganzen lebt.

Charaktereigenschaften und -fähigkeiten

Charakterzüge:
‚Mein Herr Erdingsburg, ich habe erst kürzlich vernommen, dass tatsächlich diese Wilde wieder gesehen worden ist. Sie soll sich doch tatsächlich unseren städtischen Sklaven gezeigt und mit voller Anmaßung diese davon abgehalten, Eurem Wunsche nachzugehen. Ich bin empört! Darüber hinaus hat sie vor diesen Euer Ansehen beschmutzt und Eure Entscheidungsfähigkeit in Frage gezogen. Bevor wir Bewaffnete sie aber ergreifen konnten, war sie wie ein Feigling verschwunden.’
--- zit. nach Edlem Ludwig an Graf Erdingsburg, zur Bekämpfung der neuen Plage---

So alt wie die Nymphe war, so gefestigt ist auch ihr Charakter. Ihre Wildheit und ihre Lebenslust machen sie zu einer fröhlichen und verrückten Person, die sich keines Tanzes zu Schade war und deren helles, leises Lachen auch oft ihre Umgebung erheitert. Sie selbst ist dennoch absolut humorlos und ist auch unfähig Witze selber zu erzählen, versteht dennoch oft die von anderen. Richtig Freude bereiten ihr aber meist nur Geschehnisse untereinander.
Ein eiserner Wille und eine kalte Arroganz sind aber meist ein großes Hindernis um sie in einer so gelösten Situation zu erfahren. Der Weg zu einer Freundschaft mit ihr ist lang und beschwerlich und selbst dann ist es nicht gesichert, ob sie einen auch als Gegenüber betrachtet. War sie früher von einer gutmütigen Haltung geprägt, so ist sie nun fähig verschiedene Haltungen von Menschen zu erkennen und zu verstehen, sodass sie schnell feststellen kann, wie sie auf den anderen reagieren muss, dass dieser sich in der von ihr gewünschten Art verhält. Von Wesen, die sich nicht nach dieser Berechnung leiten lassen, ist sie jedes Mal fasziniert. Ihre egoistischen Neigungen und ihre adeligen Verhaltensweisen haben ihr zwar den Weg der Anpassung in die guten Kreise gezeigt, sie jedoch nicht mit dem einfachen Volk verbunden, dem eher die großen Gefühle zusagen.
Sie ist aus ihrer Beschaffenheit heraus nicht fähig zu jeder Art von Gefühlen. Verlusttrauer und Einsamkeit ist ihr ebenso fremd wie Rachegelüste. Wahre Liebe hat sie selbst noch nie erlebt, ist dazu aber dennoch fähig. Ihre unzähligen Liebschaften waren für sie zwar immer von vielen positiven Eindrücken begleitet, aber dennoch war es immer etwas Austauschbares.
Obwohl sie eine lange Zeit lang unter Menschen gelebt hat, fällt es ihr schwer, andere Meinungen zu akzeptieren, aber noch unangenehmer sind in Diskussionen, da ihre Meinung gefestigt ist und sie es für sinnlos und für eine Zeitverschwendung hält, sich mit ihr über solche Themen zu streiten. Weiterhin stellt sie niemals Fremden aus ihrer Arroganz heraus Fragen oder lässt durchsickern, dass sie etwas nicht weiß. Damit will sie ihren Autoritätsanspruch weiterhin geltend machen. Wird sie verlacht oder verärgert kann ihr Zorn wie eine unheilvolle Drohung schnell heraufbeschwört werden. Noch nie ist sie soweit gegangen dadurch jemanden zu verletzten, aber Kinderlosigkeit und Unfälle mit Tieren, eingehende Pflanzen im Haus waren noch nie eine schöne Sache. Freut sie sich jedoch an etwas, dann beschützt sie dieses. Tiere, Pflanzen und Menschen, die ihr im besonderen Maße wichtig geworden sind, werden beschützt und umsorgt.
Ihre Geduld war einst legendär ist aber für die Meisten bis jetzt in Vergessenheit geraten. Solange wie sie selber beschäftigt ist, kann sie andere Hinhalten und Sachverhalte ungeklärt lassen, ja sogar abwartend die Zeit mit ihren Aufgaben überbrücken. Doch wenn sie nichts zu tun hat, dann quält sie die Langweile, dass sie sogar manchmal ihr geschütztes Paradies aufgibt, um sich in der gefährlichen Welt der Anderen umzusehen.
Ansonsten hat sie aber dennoch einen gröberen Blick auf die Welt. Viele Alltagssorgen sind ihr unverständlich, viele Probleme einfach nur lästig. Da sie seit ihrer Entstehung Konflikten aus dem Weg gegangen war oder diese hochmütig ‚gelöst’ hatte und dem anderen keinen Spielraum gegeben hatte, ist sie auch in dieser Weise keine gute Bezugsperson. Besonders nicht, da sie gerne die Rätselauflösung für sich behält. Für sie sind viele Wesen auch manchmal nur Spielbälle ihres Interesses. Haben die Sprechenden sich selbst ihrer Obhut entzogen, so glaubt sie selbst auch nicht mehr für diese zuständig zu sein. Eine so tiefe emotionale Bindung wie also zu den Pflanzen und Tieren besteht also selten.

Abneigungen:
‚Noch bevor ich ihr viel sagen konnte, war sie auf einmal aufgesprungen. In ihrer Wildheit sah sie einem Menschen schon deutlich unähnlicher. Ihre Augen waren verengt und ich erschrak über den wütenden Ausdruck in ihrem Antlitz: „Jemand vergeht sich an meinen Bäumen. Jemand verletzt meine Äste“, stieß sie unter Schmerzen hervor.’
--- zit. nach Sir Marc, Bauernlegenden ---

Obwohl die Dryade viel Zeit hatte, negative Erfahrungen zu sammeln, so blieb sie doch alles in allem durchgehend zufrieden und wenig kann sie aus ihrer Fassung bringen. Einzig die Verstümmelung ihrer Welt, das abschlagen von ihren lieben Bäumen und das Jagen auf ihre befreundeten Tiere verletzt ihr Herz und treibt sie zu einem tiefen Zorn. Zwar nicht ganz so wütend, aber immer noch zornig wird sie durch Wesen, die sie nicht schätzen oder sich über sie stellen. Abweisungen jeglicher Art verträgt sie nicht, denn es zehrt somit an ihrem Hochmut und ihrem Glamour. Dazu gehört natürlich auch noch ihr Drang nach Aufmerksamkeit, dessen ungenügende Erfüllung sie meist in eine negative Gefühlslage versetzt.
Die lauten Kutschen, die täglich ihr Reich durchquerten stören ihre Ruhe sosehr, dass sie die armen, gebeugten Pferde und die reichen, glücklichen Damen und Herren einfach nicht leiden kann. Zum Glück steht in dem mit Graf Erdingsburg verfassten Vertrag, dass die Reitergespanne nur auf einer der Hauptstraßen fahren dürfen.
Während sie Langweile, die in ihren vielen Jahren dennoch recht selten aufgetaucht ist, nicht ausstehen kann, ist ihr dieses dennoch lieber, als schlechte Musik und grobe Reime. Denn obwohl sie selbst für kreative und schöpferische Künste völlig untalentiert ist, so liebt sie dennoch die Schönheit dieser Zeitvertreibe und ärgert sich, wenn sie verzehrte Klänge oder schlechte Dichtkunst ertragen muss.
Ihre Naturverbundenheit, die meist nur für ein positives Lebensgefühl steht, beeinflusst sie aber auch stark in ihren Abneigungen. Obwohl sie selbst noch nie in ihrem Dasein krank geworden ist, findet sie die Vorstellung bei anderen als Schlimm und Harmonie störend. Natürlich kann sie Krankheiten als natürliche Instanz anerkennen, aber dennoch kann sie auch Mitgefühl mit den Tieren und auch Schonung für die eigenen Augen bei Menschen angeschwollene und eitrige Wunden und ähnliches wenig ertragen.
Während es bei ihr überall von Leben nur so sprudelt, hasst sie geradezu die kalte Reglosigkeit von Steinen. Häuserwände sind schon ein kleines Hindernis, aber noch schlimmer empfindet sie das Vorstoßen ihres Heimatbaumes an den massiven Stein, der unter Aron liegt. So kommt es auch, dass sie nur selten Ketten und Armreife trägt, denn mit etwas so totem möchte sie sich nicht identifizieren.
Sprachbegabte sind anderes als Tiere. Das hat seine Vor- und Nachteile. Aber dennoch kann und will die Nymphe keine so unglaublich unsinnigen Kämpfe wie um Geld und Rache akzeptieren. Macht, Rangordnung und Frauen scheinen ihr einem guten Zweck zu dienen, denn auch die Natur weist solche auf. Doch andere nichtige Gründe wird sie wohl niemals ganz verstehen.

Vorlieben:
‚Sie sei auf dem Marktplatz gesehen worden, wurde mir versichert. Dort habe sie eine Zeit verbracht, dem Spektakel zu gesehen und vom Kräuterladen habe sie eine paar ausländische Samen gekauft. Ritter Richard glaubt der alten Frau, jedoch ich glaube, das wenn wir uns auf solche Informationen stützen, wir schon längst den Kampf gegen dieses Ungestüm aufgeben müssten.’
--- zit. nach Erbgraf Manuel an den Grafen Erdingsburg, zur Bekämpfung der neuen Plage---

Wie jedes andere Wesen gibt es auch für die Dryade Dinge, die sie liebt. Dazu gehören viele Aktivitäten, die sie aus voller Lebenslust ausübt: Das Klettern durch die wunderschönen Baumkronen, laufend durch den Park zu tollen und dabei die Artenvielfalt schätzen, schwimmend die Seen erkunden, mit Magie die Welt um sie herum zu einer Herrlichkeit verändern und tanzend den Männern schöne Augen machen. All dies lässt ihr Herz höher schlagen. Aber auch ihre einfachen Aufgaben bereiten ihr Freude. Die kleinen Lebewesen haben bei ihr einen ebenso bedeutenden Platz wie die Großen, die Schnellen wie die Kleinen. Ihre Aufgaben würden ihr niemals langweilig werden. Dazu wird sie niemals eine gute, saftige Frucht verschmähen können und auch obwohl sie jeglichen Geschmack schon getestet hat, glaubt sie nicht daran, jemals etwas Vergleichbares aus einem anderen Garten zu sich nehmen zu können. Und da wäre noch die Kunst. Wie sehr sie die Poesie und klangvolle, ausdrucksstarke Musik liebt lässt sich meist nur durch ihr helles Lachen bestimmen. Die Schönheit, an der ihr Herz so hängt, lässt sich auch hier wieder durchblicken.
Darüber hinaus verachtet sie weder lehrreiche und gebildete Gespräche, noch eine sonstige Gelegenheit, ihr Wissen zu vervollständigen – solange alles noch in ihre kleine Welt passte. Selbst Sprachen hatten mit ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit eine Anziehungskraft auf das ungezwungene Geschöpf, das bei ihren Versuchen, sich diese anzueignen, sogar von Lernen gesprochen werden darf.
Zwei weitere Punkte gibt es, die sie darüber hinaus gerne erlebt: Stattliche Männer in der Blüte ihrer Jugend mit kräftigen Muskeln und einem Hauch von Abenteuerlust, sowie im Mittelpunkt einer Gesellschaft zu stehen. Dabei ist es ihr dann auch egal, ob die Mehrzahl sie achtet oder fürchtet, Hauptsache, die Welt dreht sich um sie.

Besondere Fähigkeiten:
Ihr müsst verstehen, dass diese Veränderungen in der Natur wahrscheinlich schon immer durch die Anwesenheit dieser Kreatur entstanden sind. Im Gegensatz zu unseren klugen und auch gebildeten Freunden bin ich jedoch der Meinung, dass es schlau wäre, nach Intelligenz dieses Wesens zu forschen. Ich halte den diplomatischen Weg durchaus als einen Versuch, der gewagt sein dürfte. Danach können wir uns guten Gewissens weiterhin der Jagd widmen.’
--- zit. nach Fürst Herman zu Feldenbach an den Grafen Erdingsburg, zur Bekämpfung der neuen Plage ---

Als durch und durch magische Persönlichkeit, dessen ganze Person sich auf diese noch immer unerklärliche Macht beruht, ist sie zu vielem fähig, das dem Verstand übersteigt. So hat sie zum Beispiel eine starke Verbindung zu ihrem Park und noch eine stärkere zu ihrem Baum. Dort ist auch das Zentrum ihrer Kräfte und je weiter sie sich von der Eiche entfernt, desto weniger kann sie bewegen. Hier ist sie im Stande die Fruchtbarkeit zu optimieren oder zu dezimieren, zu heilen und wachsen zu lassen, die Tiere, Menschen und Pflanzen von außen zu beeinflussen, wobei sie darauf achtet, ihr nur vertrautes Wesen zu benutzen. Hier kann sie gedeihen und formen, wie es ihr beliebt. Wegen diesem Ort braucht sie keinen Schlaf, denn die Bäume sind wie endlose Träumer. Sie ist fähig sich in die feine biologische Welt ganz und gar hineinzuversetzen und die Gefühle von Tieren zu verstehen, ihren Geist aber selbst zu erkunden geht über ihre Macht hinaus. Weiterhin entwickeln sich ihre Fähigkeiten ganz nach ihrem Bedarf. Da sie in den letzten Jahrhunderten nur von diesen Gebrauch gemacht hatte, ist sie noch nicht so weit gekommen, mehr zu erforschen. Willensbeeinflussung würde zwar auch noch in ihrem Möglichkeitsgebiet liegen, aber sie geht nie weiter als den Wesen ihre Meinung zu schildern. Ohne darüber nachzudenken nimmt sie mit der Umwelt ihren Kontakt auf, obwohl sie eine eigenständige Persönlichkeit bleibt.

Wünsche und Ziele

‚„Versteh doch“, wiederholte sie leise und sanft, während ich ein paar Schritte von ihr mich entfernte. Sie wirkte auf mich auf einmal zu gefühllos: „Dies ist meine Welt und diese werde ich auch beschützen!“’
--- zit. nach Sir Marc, Bauernlegenden ---

Die Wünsche der Nymphe sind recht simpel: Sie möchte sich auf immerfort um ihren Lebensraum kümmern und ihn umsorgen. Dementsprechend ist ihr größtes Ziel, hiervon das Unheil abzuwenden.