Bryar

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Bryar
wichtige Informationen
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Staatsform Kaiserreich
Oberhaupt Sultan Xhakar
Hauptstadt Qar
Provinzen
Jahala Ebene, die Hochebenen des Elrabathgebirges, Oase Gorath
weitere Städte
Marok, Nimir, Jod, Telamir und Qârtan

Kurzbeschreibung

Name

Bryar

Elfisch: Shemasas Farasar (dunkler Fremder)

Zwergisch: Lahandil (Lange)

Bryar, das Reich der Sonne, ist das südlichste und älteste aller Menschenreiche Naromyrs auch wenn seine Form, seine Politik und die Art seiner Herrscher sich im Laufe der Jahrhunderte oft geändert haben. Lange bevor Zandur seinen Fuß auf Naromyr gesetzt hat kam die größte Gefahr aus dem Süden. Als erstes menschliches Volk beanspruchten die Herrscher Bryars alle Lande Naromyrs für sich ungeachtet der Herrschaftsansprüche der Zwerge, der Elfen oder anderer Völker und Rassen. Kraft der Gewalt, die sie aus ihren fernen Reichen mit sich brachten verbreiteten sich die Menschen schnell über den ganzen Kontinent und gründeten das Kaiserreich Naromyr, welches schon nach wenigen Jahren unter der schlechten Führung des Großkaisers Hanan zerbrach. Noch heute sprechen viele Menschen über Bryar von einem Kaiserreich obwohl der letzte Kaiser bereits Jahrhunderte tot ist. Übrig blieb das heutige Bryar, ein Land, dass vor allem durch seinen Handel, seine beachtliche Flotte, aber auch ein nicht zu unterschätzendes Heer zu einem der mächtigsten Länder Naromyrs zählt. Das Wüstenvolk hat sich in der Zeit angepasst an die sengende Hitze und ist mit dunkler Haut gesegnet. Die wenigen Städte, die aber einen Großteil der Bevölkerung beherbergen, sind architektonische Meisterwerke aus längst vergangener Zeit und möglicherweise längst vergangenen Kontinenten fernab von Naromyr.

Geographie

Allgemein

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Bryar ist landschaftlich facettenreich. Es besteht aus Wüsten, Savannen, Bergen, und Oasen. Dabei ist es im Norden sehr fruchtbar und reich an Rohstoffen, wo hingegen im Süden die Wüsten dominieren. Entlang der östlichen Küste erstreckt sich eine schmale Ebene, welche aus massivem Gestein besteht und große Kalktuffvorkommen aufweist, welche auch abgebaut werden. Parallel zu ihr verläuft das flache Kahamargebirge, welches Salze und Eisen birgt. Dessen Westabhang, eine Stein- und Sandwüste im Norden mündet steil zur fruchtbaren Jahala Ebene abfällt. Die Ebene ist sehr fruchtbar, dass die zweitgrößte Stadt Bryars entstand Marok. Wichtige Kulturpflanzen wie Feigenkakteen, Dattelpamen, Olivenbäume oder Pistazien wachsen hier. Weiter südlich befindet sich das mittelbryare Kalksteinmassiv, das geologisch den aufgebogenen Ostrand der zentralbryarer Ebene darstellt und in westlicher Richtung sanft abfällt und in der Galathwüste endet. Diese Ebene wird im Norden von der Elrabath Gebirgskette abgeschirmt, die zugleich Quelle des einzigen großen Flusses, des Quaras, und die Natürliche Grenze zur Wüste Silas darstellt. Auch hier werden Rohstoffe wie Sandstein, Kalkstein oder Lehm und Ton gefördert. Dadurch haben sich mit der Zeit Hütten angesiedelt, bis die Stadt Nimir entstand. Die Hochebenen des Elrabathgebirges sind in den Wintermonaten mit Schnee bedeckt. Die Gipfel der höchsten Berge gar ganzjährig. Es entstehen aber auch kleinere Flüsse, die in den Wintermonaten übertreten und die das ganze Jahr über Wasser führen und somit die Oasenbildung ermöglichen. Die größte Oase Gorath befindet sich am Fuß der Elrabath Gebirgskette und ist ganzjährig grün. Sie lebt vom Gebirgsquell des Quara und wird umsäumt von uralten Dattelpalmen. Ein riesiger Teich liegt inmitten der Oase, welcher eine üppige Vegetation hervorgebracht hat. Gorath verfügt auch über einige Wasserstollen, welche frisches Trinkwasser hervorbringen und Reisende, sowie die naheliegenden Stadt Sunan versorgen. Der Quaras ist der einzige große Fluss Bryars, der auch das Meer erreicht. Er versogt Bryar an seinen Ufern mit äußerst fruchtbarem Land. In der Nähe seiner Ufer sind die Städte Qârtan, Jod und Telamir. Sie sind die größten Städte am Fluss und neben dem Handel auch bekannt für ihr geschicktes Handwerk, obwohl die Einwohner jedes Frühjahr bis zum Winter die Felder am Rande des Quaras bewirtschaften und reiche Ernten einfahren. Im Osten vom Fluss Quaras aus befindet sich die große Galathwüste. Die Trockenwüste ist umgeben von der Savanne Bryars. Es wachsen nur vereinzelt Bäume und Sträucher und es handelt sich um offenes bewachsenes Grasland. Die Savanne macht nur 13% des Landes aus, während die Wüste ganze 35% einnimmt. Auf diesen kleinen Flecken leben exotische Tiere, welche auch nur in dieser Region vorkommen, wie der Elefant oder die Giraffe. Die Savanne ist stark von den Jahreszeiten abhängig. Im Winter gibt es starke Regenfälle, welche die Savanne erblühen lassen. Samen die tief in der Erde geschlummert haben, beginnen zu sprießen. Blumen blühen und locken Insekten an, Gräser wachsen und ziehen die Pflanzenfresser an. Zu dieser Jahreszeit bringen sie ihre Jungen zur Welt und ziehen sie groß. Der Tisch für die Fleischfresser ist reich gedeckt. Im Sommer trocknet die Savanne wieder aus. Der Boden wird fruchtlos und alles Leben stirbt ab. Die Pflanzenfresser ziehen weiter in den Norden und folgen dem Winter und der fruchtbaren Erde. In der Trockenzeit kommt es oft zu Bränden, welche alles Leben verschlingen, was nicht rechtzeitig flüchten kann. Doch dadurch wird die Erde wieder fruchtbar gemacht und die Pflanzen haben wieder für den nächsten Winter ausreichend Nährstoffe.

Klima

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Bryar hat trockene und heiße Sommertage und milde, regenreiche Winter und gehört zu einer subtropischen Region. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind aber nicht selten, vor allem in der Nacht in Wüsten- und Bergregionen. Vor allem in den höher gelegenen Bergen Bryars sinken die Temperaturen in der Nacht und können tödlich sein, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Daher sind im Elrabathgebirge nur wenige Tiere und Pflanzen anzutreffen. Im Norden sind die Temperaturen auch in der Sommerzeit niedriger. Die kalte Bergluft dringt bis zur Mitte des Landes vor und sorgt dafür, dass ein mildes Klima herrscht. Im Süden dagegen existiert ein heißes und trockenes Savannen- und Wüstenklima. Regen ist in Bryar monatelang ein Fremdwort, doch wenn das Wasser für einige wenige Wochen kommt, dann mit einer Kraft, wie nur die Natur sie bieten kann. Da im Südosten die Trockenwüste Galath liegt, lassen im Sommer die Hochdruckgebiete die Regenwolken, welche vom Ozean kommen verdunsten und verhindern den Regenfall.

Die Gebirgsregionen im Norden sind kälter und hier kommt es auch im Sommer zum regnen. Doch halten sich die Wolken über den Bergen und entladen sich dort gänzlich, dass in der Jahaler Ebene, der Oase Gorath und der restlichen nördlichen Region nur sehr selten Regen fällt.



Flora

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Feigenkaktus

Der Feigenkaktus hat gelbe Blüten aus denen aromatische, wohlschmeckende Früchte entstehen. Da die Fruchtschale dornig ist muss man sie vorsichtig ernnten. Die Pflanze hat eine heilende Wirkung auf die Blase ist sie getrocknet und mit Wasser aufgebrüht. Blätter und Blüten werden gekaut und regen die Darmaktivität an, doch auch der Saft des angeschnittenen Stammes der Kakteen fördert die Wundheilung.

Dattelpalme

Die Dattelpalme wächst in den trockenen Regionen der Jahaler Ebene. Ihre untersten Blätter haben sich zu Dornen umgewandelt und bieten der Palme Schutz. Sie sind einzeln oder mehrstämmig und zwergwüchsig. Ihre Frucht ist lang und eierförmig und wird als Speisefrucht gegessen und exportiert

Die Gebirgsolive

Der Olivenbaum gehört zu den Ölbäumen, die im alter knorrig werden. Er ist ein verzweigter immergrüner Baum, der über die Jahrhunderte kultiviert wurde. Das Holz ist sehr langsam wachsend und die glatte Rinde wird im Alter rissig. Umso rissiger der Baum, umso besser der Ertrag. Er besitzt kleine ovale Blätter, die eine grau gefärbte Blattunterseite haben. Die Blüten wachsen rispenartig und sind gelb bis orange. Aus ihnen entsteht die schwarze Olivenfrucht. Die Gebirgsolive wächst vor allem in höher gelegenen Gebieten Bryars, wurde aber auch in andere Regionen Naromyrs getragen.

Caladanth

Der Korbblütler wächst in der Galathwüste und es ist eine einjährige Pflanze. Sie liebt steinige Böden, um ihr Wurzelwerk fest zu verankern. Sie wird 30cm hoch, ihre Blätter sind wechselständig und behaart. Die Blüte wächst am Ende des Stängels und ist goldgelb.

Stechendes Dringras

Das Stechende Dringras kommt in allen Wüstenregionen vor und liebt vor allem sandige Böden. Es wächst in großen Horsten und die Blätter werden bis einen Meter lang. In Dürrezeiten sind die Blätter oft eingerollt, um sich vor der Hitze zu schützen. Die Bodennahen Teile sind verhärtet und gelb, das Ende des Stechenden Dringras ist spitz und scharf. Es bildet bis zu 10 Meter lange Ausläuferwurzeln, die auch zur Vermehrung dienen.

Lavendel

Der Lavendel kommt in allen Regionen vor. Er lebt sowohl in steinigen Wüstengebieten, wie an den Ausläufern der Berge oder dem Grenzgebiet der Jahaler Ebene. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Strauch, teilweise verholzten Strauch. Die Blätter sind dunkelgrün und tief eingeschnitten. Die Blüten sind sehr klein und blau. Sie sind stark duftend und wachsen am Ende des blätterverzweigten Blütenstängel. Die getrockneten Blüten kann man zu Tee verarbeiten, schützen aber auch Kleidung vor Ungeziefer.

Fauna

Kamele

Die Kamele gehören zu den Paarhufern. Sie sind große Tiere, die einen langen schmalen Hals haben, schlanke Beine und ein bis zwei Höcker wobei man zwischen Dromedar und Trampeltier unterscheidet. In ihren Höckern speichern sie Fett, welche sie durch Dürrezeiten führt. Sie dienen den Einheimischen als Lasttiere und Reittiere. Kamele sind sehr wertvoll und mancher Mann trennt sich eher von seinem Weib, als von seinem Kamel, so der urbane Glaube.

Erdkuckuck

Der Erdkuckuck zählt zu den Wüstenvögeln. Er ist ein extrem guter Läufer und wird bis zu 30km/h schnell. Sein Gefieder ist schwarz, weiß gestreift. Er ernährt sich von Eidechsen, Schlangen und Skorpionen. Auch bei der Flucht erhebt sich dieser Vogel nur sehr selten. Um sich vor der Kälte in der Nacht zu schützen, verfällt er in einer Art Kältestarre. Wenn die Sonne am Himmel wieder steht, streckt er sein Gefieder, um durch seine schwarzen Streifen Wärme zu speichern.

Gepard

Der Gepard gehört zu den Raubtieren in der Savanne. Er gehört zu den schnellsten Landtieren und sein langer, schmaler Körperbau hat sich diesem Jagdverhalten angepasst. Das Fell hat eine gelbbräunliche Grundfarbe und hat am ganzen Körper schwarze Tupfen. Nur am Rücken weist er schwarze Streifen auf, die ihm ein anmutiges Äußeres verleihen.

Gazellen

Gazellen sind pflanzenfressende Herdentiere und leben in allen Regionen von Bryar. Sie sind alle Hornträger, schlank gebaut und haben lange Beine. Das Fell ist an der Oberseite und den Flanken bräunlich, die Unterseite ist weiß. Am Rumpf entlang haben sie einen schwarzen Streifen und einen schwarzen Schwanz. Sie wandern vom Norden nach Süden und wieder zurück, um dem Winter zu folgen, der regenreich und fruchtbar ist.

Weißer Löwe

Der weiße Löwe ist sehr selten. Er gilt als Bote der Götter und wacht über die Savannen und Tiere. Ein weißer Löwe sieht sehr majestätisch und mächtig aus. Er ist edel und anmutig und das stärkste Tier in Bryar. Eben der König der Tiere. Die Wüstenelfen betrachten ihn als heiliges Tier und schützen ihn vor Feinden: dem Menschen. Denn auch ihn wollten schon einige Kaufleute fangen und zähmen. Dies ist bisher jedoch nicht gelungen, da es die Elfen zu vereiteln wussten. Es wird immer nur ein weißer Löwe in der Savanne geboren, der über das Land regiert. Er ist so beliebt das er auch das Wappentier von Bryar ist.

Bevölkerung

Städte

Die sieben größten Städte sind Qâr, Marok, Nimir, Sunan, Jod, Telamir und Qârtan. Diese sind vom Großteil der Bevölkerung bewohnt.

Qâr

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Qâr ist die größte Stadt Bryars und vermutlich auch Naromyrs. Schier endlos erstreckt sich die goldene Stadt, wie sie im Volksmund genannt wird, am Delta des Quaras. Und golden ist sie für wahr. Der Herrschaftssitz aller bisher bekannten Kaiser und Sultane des Südens ist ein Vorzeigeobjekt menschlicher Architektur und Kunst. Er dient nicht nur als Wohnsitz, sondern ist auch Regierungssitz und Verwaltungszentrum. Bis zu fünftausend Menschen leben dort, Diener, Sekretäre, Gärtner, Köche, Stalljungen, Schreiber, Wächter, die Elitesoldaten und nicht zu vergessen der Harem des Sultan. Durch unzählige Renovierungen und Erweiterungen steht der Palast auch heute noch. Wenn man sich der Stadt nähert kann man den weißen Bau mit seinen goldenen Dächern schon aus weiter Ferne erkennen. Die Hauptstraße ist mit puren Gold gepflastert führt zum Palast. Der Bau selbst zählt unzählige Schlafzimmer, diverse Empfangshallen aus Marmor, hunderte Schreibstuben, einen Reitstall, mehrere Gärten, etliche Springbrunnen und sogar ein riesiges Schwimmbecken. Geschützt wird der Palast durch etliche Türme und hohen Mauern, welche den Bürgern der Stadt die Sicht versperren. Er gilt als uneinnehmbar und bisher ist dies auch noch keiner feindlichen Armee gelungen. Aber auch außerhalb des Palastes haben die Kaiser und Sultane der Zeit ihre Spuren hinterlassen. Hunderte Tempel säumen die Straßen, welche damals die Götter gehuldigt haben. Denkmäler wurden errichtet. Aber auch Lustgärten, welcher der Bevölkerung dienen, um sich zu erholen. Qâr ist der Angelpunkt des Handels in Bryar, da es direkt an der Küste liegt. Hier werden alle Waren verladen, welche aus dem Land oder dem Ausland kommen und weiter verschickt. Durch den Handel hat sich über die Jahrhunderte der Hafen weit über die Küste erstreckt und hunderte von Schiffen ankern. In der Stadt haben sich auch etliche Händler und Kaufleute niedergelassen. Ihr Reichtum hat sie kleine Villen errichten lassen, welche viele Stadtteile schmücken. In Qâr erstreckt sich der größte Viktualienmarkt von Naromyr. Er ist einer von vielen Märkten in der Stadt. Es gibt sogar einen Markt, wo nur Tiere gehandelt werden. Berüchtigt ist jedoch der Sklavenmarkt. Die ganze Stadt gleicht einem Bienenstock. Tag und Nacht herrscht ein geschäftiges Treiben in den Straßen, welche abgesehen von den drei Hauptzuwegen zum Palast eng und schmal sind, um vor der Sonne zu schützen. So bieten die Häuser ausreichend Schatten.

Skarath Toru – der östliche von der See abgewandte Teil Qârs. Hier gibt es eigene Regeln und obwohl der Sultan vorgibt die Lage unter Kontrolle zu haben sind die Menschen aus den Schatten die wahren Herrscher Skarath Torus, einem Ort an dem kein rechtschaffener Bürger ein und aus geht wenn ihn seine Finanzen nicht dazu zwingen. Berrak Asrar – ein unscheinbares Haus inmitten der Oststadt Skarath Toru. An diesem Ort sitzt die Spinne der Unterwelt in ihrem Netz. Hier werden die Preise der schwarzen Märkte beschlossen und es gibt kaum widerrechtliche Handlungen in Bryar, die nicht an diesem Ort abgenickt wurde.

Marok

Die zweitgrößte Stadt ist Marok. Sie liegt in den fruchtbaren Ebenen von Jahala. Aus Marok stammen viele exotische Früchte, die man auch in anderen Ländern von Naromyr kaufen kann. Dazu gehören Oliven, Datteln, Pistazien oder Lavendel. Viele Großgrundbesitzer, aber auch Kaufleute leben in Marok, welche die seltenen Waren unters Volk bringen. Die meisten Felder und Plantagen werden durch Sklaven bewirtschaftet. Sie kosten kaum Geld und machen die Einwohner von Marok sehr reich.

Nimir

Nimir ist eine Stadt, welche in der Elrabath Gebirgskette liegt. Vor etlichen hunderten von Jahren hat es viele Bauern in die Region getrieben, da man damals unzählige Sandsteine benötigte um den Palast von Qâr weiter auszubauen. Es hieß, das man mit dem Steine klopfen gut Geld verdienen könnte. Mit der Zeit hat sich aus den Ansiedlungen der Hütten eine Stadt gebildet. Auch heute noch wird hier Sandstein abgebaut, aber auch Ton, Kupfer, Lehm oder Kalkstein. Das Gebiet ist karg und rau und das Leben in dieser Region ist hart. Die Menschen die sich hier niedergelassen haben, sind ein einfaches und forderndes Leben gewöhnt.

Sunan Sunan liegt in der Nähe von Gorath, der größten Oase in Bryar. Sunan ist eine verträumte Stadt und ist umgeben von Wüste. Jegliche Nahrungsmittel werden aus Marok oder Gorath bezogen. Hier haben sich viele reiche Kaufleute niedergelassen, welche es nicht mehr nötig haben zu arbeiten. Man könnte auch von dem Neuadel oder den Aristokraten von Bryar sprechen. Trotzdem ist es Umschlagplatz für alle Waren die aus dem Norden eintreffen und viele Händler und Karawanen machen hier Rast. Zudem haben sich im Laufe der Zeit die Wüstenelfen niedergelassen, welche neben den Menschen ein friedliches Leben führen. Meist sind sie Künstler, Musiker, Dichter oder Denker. Ihr Talent für die Künste wird sehr geschätzt.

Jod, Telamir und Qârtan

Die drei Städte liegen direkt am großen Fluss Quara und seitdem es Bryar gibt wird hier schon Reis, Weizen und Gerste angebaut. Die Felder sind sehr fruchtbar, da der Fluss im Winter überschwemmt und den fruchtbaren Schlamm auf der Erde zurücklässt. Neben den freien Bauern, leben hier auch etliche Handwerker, welche für ihre geschickte Arbeit bekannt sind. Es heißt, ich Handwerk komme fast an dem der Zwerge heran.

Rassen

Menschen

Die Menschen von Bryar werden auch als Wüstenvolk bezeichnet. Sie sind von dunkler Haut, groß gewachsen und drahtig und schlank. Ihre Augen sind schokobraun und die Haare schwarz bis braun. Ihr Aussehen gilt als exotisch und schon viele Männer aus anderen Teilen von Naromyrs haben sich in die Schönheit der südländischen Frauen verliebt und ihr Herz verloren. Die Menschen tragen gerne farbenfrohe Kleidung, egal aus welchem Stand sie stammen. Lila, gelb oder Orange sind beliebte Farben. Zum Schutz vor der Sonne tragen sie aber auch weiß. Langärmlige Kleidung schützt vor der Sonne. Oft sieht man Männer und Frauen, vor allem Kaufleute in Kaftane gekleidet, diese sind weit und luftfurchlässig. Männer tragen aber auch Tunikas mit passenden Hosen. Meist dient als Stoff Leinen, aber auch Seide, je nachdem was der Geldbeutel her gibt. Als Schuhwerk dienen Sandalen, sie sind leicht und angenehm zu tragen. Die Frauen flechten gerne ihr Haar zu aufwendigen Zöpfen und stecken sich zu Sommeranfang Blumen ins Haar. Auch tragen sie Armreifen, Nasenringe oder Ohrringe. Männer tragen wie Frauen Ketten und Ringe.

Wüstenelfen

Die Wüstenelfen leben schon seit Anbeginn der Zeit in den Oasen von Bryar. Meist bilden sie nur kleine Dörfer, die eher zurückgezogen vom Sultan akzeptiert werden. Sie sind eng vertraut mit Oasen und Wüsten und haben sich perfekt am Lebenszyklus angepasst. Manche von ihnen haben aber auch die Dörfer verlassen, um ihr Glück in der Zivilisation der Menschen zu finden. Mit der Zeit wurden sie besonders als Künstler geschätzt. Ihre Musik ist fest in der Kultur von Bryar verankert. Da sie aber auch gute Bogenschützen und Magier sind haben manche Elfen einen Platz in der Armee des Sultans oder dem Magierturm gefunden.

Die Wüstenelfen sind ein schlankes und hochgewachsenes Volk. Ihre Haut ist von bräunlicher Farbe, was für Elfen eher untypisch ist. Auch haben sie hellbraunes Haar und grüne Augen. Die Elfen in den Städten, haben sich dem Leben der Zivilisation angepasst, während die Wüstenelfen, welche noch in den Oasen heimisch sind, sich oft noch in Leder kleiden. Mit dem Bogen gehen sie auf die Jagd.

Rak'taka

Die Rak'taka leben in den Wüsten und sind ein Nomadenvolk. Durch ihr echsenartiges Äußeres haben sie sich perfekt an das Klima angepasst. Ihre schuppige Haut hat einen sandigen bis dunkelbraunen Erdton. Schwarze Punkte bedecken ihr Gesicht, wodurch sie perfekt in der Wüste oder Savanne getarnt sind. Sie sind sehr schlank und haben schmale Schultern und Hüften. Sie tragen Kleidung aus Leder und Leinen, welche eher unauffällige Töne haben. Sie jagen und sammeln, um in den Wüsten zu überleben. Sie sind sehr stark und wendig und verstehen sich gut im Kampf. Vor allem sind sie gute Schwertkämpfer. Wobei sie sich ihre Schwerter und andere Waffen, wie Dolche oder Bögen durch Überfälle auf Händler angeeignet haben. Sonst halten sich die Rak'taka fern von der Zivilisation und Elfen und führen ein eigenständiges Leben in der Wüste. Daher ist nur wenig über diese Bewohner bekannt. Auch da sie sich als Sklaven schlecht eignen und als aufsässig und stur gelten.

Zwerge

Zu guter Letzt sind die Zwerge zu nennen. Selbstverständlich sind sie durch ihre Affinität zum kühleren Klima selten um nicht zu sagen niemals in den Wüsten anzutreffen. Einige wenige finden sich in Nimir und eine handvoll in Qâr, vor allem aus diplomatischen Gründen. Doch Bryar bietet auch dem gedrungenen Volk einen angenehmen Lebensraum in Form von Askar, dem südlichsten aller Zwergenreiche unter dem Elrabathgebirge. In Askar, welches mit vollem Namen Askardar Theleanor heißt, was aber den Menschen zu lang war, leben heute noch über fünfzigtausend Zwerge. Wie alle Zwergenstädte ist es einzigartig in seiner Bauweise. Die Bewohner von Askar waren die ersten Feinde, die sie menschlichen Siedler attackierten und besiegten und leben bis in die Gegenwart als einziges Zwergenvolk im Schatten eines menschlichen Herrschers. Nicht aber aus Schwäche und Unterlegenheit heraus, sondern aus Dankbarkeit, den die Sieger längst vergangener Schlachten verschonten die bärtigen Feinde und ihren König und verlangten lediglich Teile der Reichtümer als Abgaben, die für zwergische Verhältnisse gering, für menschliche allerdings enorm waren und bis heute sind. Über die Jahre sind Verträge entstanden, die es den Menschen verbietet in den Edelsteinvorkommen der Zwerge herumzupfuschen und die die unabhängige Untergebenheit der Zwerge unterstreichen. Ein weiterer Grund für die anhaltende Dankbarkeit ist das ausgeprägte Gedächtnis der Zwerge und ihre konservative Verweigerung gegenüber grundlegenden Änderungen.


politische Situation

Bryar wurde schon immer von einem Kaiser oder auch Sultan regiert. Aktuell ist Sultan Xhakar an der Macht. Er verfügt über eine fünfzigtausend Mann starke Armee, ein größtenteils stehendes Heer, welches nur durch den Handel des Landes finanziert werden kann und wird, obwohl die Zeiten des Krieges und der Eroberungen gezählt sind. Bryar ist eher durch den Handel im Gespräch. Doch Xhakar ist in die Jahre gekommen, hat 120 Kinder von denen zwei Söhne als Thronanwärter gelten. Beide sind 20 Jahre alt und beide wollen den Thron als nächstes besteigen. Dies sorgt im Moment für viele Gerüchte. Denn sollte der Sultan keinen Nachfolger benennen, so kann es zu innerstädtischen Unruhen in Bryar kommen. Auch selbst wenn der Sultan einen Nachfolger ernennt, ist dies jedoch nicht auszuschließen. Sein jüngerer Sohn Mhoran ist von seinem unbändigen Tatendrang besessen. Er liebt den Kampf und ist sehr gut im Umgang mit dem Säbel und Bogen und scheint niemals ruhig sitzen zu können. Man sagt ihm eine besonders hohe Intelligenz nach, obwohl er, für einen angehenden Sultan eher untypisch, niemals lesen und schreiben gelernt hat. Er träumt von großen Kriegen und es ist am Hofe bekannt, dass er ein Auge auf Silas und Corvanion geworfen hat um in die Fußstapfen seiner eroberungsfreudigen Urahnen zu steigen. Obwohl er im Grunde keinerlei direkte Aussichten auf den Thron hat. Sein älterer Bruder Trokh entspricht dem ganzen Gegenteil. Er ist ein verträumter junger Mann, welcher Wein, Weib und Gesang liebt. Er hat sich der Kunst der Elfen verschrieben, dichtet gerne und schreibt traurige Lieder. Sein Wesen eignet sich wenig um zu regieren. Daher glaubt kaum Jemand am Hofe, dass der Sultan ihn zu seinem Nachfolger ernennen wird, auch wenn er die Pläne seines Sohnes Mhoran missbilligt. Man munkelt, dass dies der Grund für das bisherige Zögern des Sultans ist Jemanden zu wählen. Der eine ist zu ruhig, der andere zu wild. Sollte aber der Sultan wirklich ohne eine Entscheidung ableben wird es noch eine dritte Macht geben, die eine Hand nach dem Zepter ausstrecken könnte. Schirkuh, Xhatars Bruder und Onkel der Thronanwärter, ist der wohl größte und angesehenste lebende Heerführer Bryars und ist Oberhaupt der 'Seelen', der Leibgarde des Sultans und nach Xhatar Führer des Heeres. Selbst wenn er mit keinem Gedanken eine Intention auf den Thron hat ist er der Favorit unter dem Volk. Ruhig und überlegt, intelligent und barmherzig aber auch beizeiten stark und durchsetzungsfähig. Bryar ist ein so reiches und mächtiges Land, dass es keine Bündnisse mit anderen Ländern pflegt, auf diese seit hunderten von Jahren auch nicht mehr angewiesen ist. Da es am Meer liegt, ist es auch vor Feinden gut geschützt und die angrenzenden Länder sind zu schwach, um eine Gefahr für Bryar darzustellen. Aber auch zu stark, um eine fremde Armee Durchzug zu gewähren, um Bryar anzugreifen. Schon seit Jahrhunderten herrschte kein Krieg mehr im Land. Auch wenn sie selbst einige Kriege verloren hatten, wurde das Küstenland nie angegriffen, da Niemand es bisher wagte es herauszufordern.

Ressourcen und Handel

Bryar verfügt über viele wertvolle Ressourcen, wie Salz, Eisen oder Kupfer. Zudem erwirtschaftet es seltene Waren wie Datteln, Feigen, Oliven, Melonen, Lavendel, Zitronen, Mandeln, Pfirsiche, Auberginen, Artischocken oder Oleander. Die Liste ist lang, denn das fruchtbare Land, welches trotz Wüste in Bryar zu finden ist, bringt durch das warme Klima regelmäßig gute Ernten zu Stande. Mit diesen kann man weit mehr als die eigene Bevölkerung versorgen. In der Jahala Ebene ist es sogar möglich Ganzjährig Früchte anzubauen, was den Ertrag bei Weitem erweitert. Alle Waren finden ihren Weg über die Oase Gorath und der Stadt Sunan. Nur wenige Produkte werden über die Berge nach Silas und Corvanion verkauft. Das Meiste gelangt in die Hafenstadt Qâr und wird von dort aus verschifft. In jeder großen Stadt Naromyrs findet man einen Händler aus Bryar. Daher stammt auch das Sprichwort: „Bryar ist die Welt und die Welt ist eine große Stadt.“ Dies sagen häufig die Bewohner anderer Länder, wenn eine neue Modewelle aus dem mächtigen Land schwappt oder man sich über den Preis von Handelswaren beschwert. Dies zeigt wie viel Einfluss das kleine Land in Naromyr hat. Auch die Handelgüter der Zwerge, die die Grenzen Bryars verlassen bringen enorme Gewinne ein. Zwergenhandwerk kann einfach nicht heruntergehandelt werden.

Die einzige existente Einschränkung des Handels über die See sind die Piraten, vor allem das Volk der Visedoten aus dem hohen Norden. Aus diesem Grund wurden viele Schiffe Bryars mit Kriegsgerät ausgestattet, welches etwas Schutz vor den Überfällen der Piraten bietet und aus einfachen Handelsschiffen leichte Kriegsschiffe macht. Trotzdem werden viele wertvolle Frachten durch Kriegsschiffe beschützt und der Markt für Söldner welche die Handelsreisen über Land und Wasser begleiten ist riesig.

Kultur

Die Kultur der Einheimischen ist sehr vielfältig. Ihre Hochkultur hat sie zu einem Volk der Dichter und Denker gemacht. Kunst spielt in dem Leben der Städter eine wichtige Rolle, egal welchen Stand sie inne haben. Dies liegt an den Schulen, welche vom ehemaligen Sultan errichtet wurden und es der breiten Masse ermöglichen sich zu bilden. Kinder besuchen vom sechsten bis zum zwölften Lebensjahr eine Schule, in der sie die hiesige Sprache, mathematische Grundkenntnisse, die Geschichte und etwas Geographiekenntnisse erwerben. Den Bauern und einfachen Arbeitern bleibt die Bildung jedoch vorenthalten, da sie sich das Schulgeld nicht leisten können. Der Buchdruck bietet neben wichtigen Büchern über die Kunst der Magie oder der Kriegskunst auf hoher See, auch unzählige Groschenromane und andere Kurzgeschichten. Die Bevölkerung liebt diese Bücher und manche Handlungen werden auch in einigen Theatern aufgeführt. Die Unterhaltung ist breit gefächert in Bryar und das Theater ist nur eine Möglichkeit um dem Alltag zu entfliehen. Es gibt mittlerweile unzählige im Land und von einfachen Liebesgeschichten oder Dramen bis hin zu historischen Ereignissen wird alles vorgeführt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wüstenelfen treten in Wirtshäusern oft als Sänger auf und tragen ihre selbstkomponierten Lieder vor. Andere singen wieder die bekannten Volkslieder die von den Königen aus den vergangenen Zeiten berichten. Familien lieben die Ausflüge in die endlos weiten Lustgärten, welche in den vielen Städten angelegt wurden. An den freien Tagen unternehmen viele ein Picknick oder spielen mit ihren Kindern verschiedene Ballspiele. Aber auch rauschende Feste liebt das Volk der Bryarer. Ob ein Volksfest auf der Straße oder in einer Taverne. Tanz und Musik dürfen nicht fehlen. Vor allem ist der Bauchtanz eine jahrhundert alte Tradition, welche viele Männer betört. Auch wenn Bildung und Kultur weit verbreitet sind in Bryar, spielen Frauen nur eine untergeordnete Rolle innerhalb der Gesellschaft. Ihre Aufgabe ist die Umsorgung der Familie. Sie heiraten wenn sie Volljährig sind und gehen auch nicht arbeiten. Sie kochen, putzen und ziehen die Kinder auf. Nur unter den Wüstenelfen haben die Frauen den gleichen Stellenwert, wie die Männer, welcher auch von dem Rest der Gesellschaft akzeptiert wird. Trotzdem gibt es wenige Berufe, welchen eine Frau ausführen darf. So gibt es viele Näherinnen, Hebammen und Tänzerinnen. Obwohl der Beruf einer Tänzerin eher verpönt ist. Wenn ein Mann es sich leisten kann, so heiratet er gleich mehrere Frauen, die ist nicht unüblich. Frauen bevorzugen sogar einen Mann, der schon verheiratet ist, da er schon etwas Wohlstand angehäuft haben muss, um sich eine weitere Hochzeit zu leisten. Der Sultan selbst verfügt über einen riesigen Harem. Frauen aus allen Ländern Naromyrs nennt er sein eigen.

Sklaven sind ein wichtiger Bestandteil von Bryar. Da das Land momentan in keinen Krieg verwickelt ist, kaufen die Händler ihre Sklaven aus anderen Ländern, welche über Kriegsgefangene verfügen. Zudem ist es Sklaven erlaubt Familien zu gründen. Die Kinder die geboren werden, gehören damit automatisch dem Besitzer der Sklaven. Im Alter von sechs Jahren beginnen sie schon mit der Arbeit für ihre Herren. Sie übernehmen viele niedrige Arbeiten, welche mittlerweile keine Bryarner mehr ausführen und dienen als Diener in den reichen Häusern der Kaufleute. Manche Diener sind auch in der Lage zu lesen und zu schreiben, aber es sind nur wenige, welche höhere Ränge bekleiden. Es ist nur eine Ehre für einen Bryarners am Hofe des Sultans als Diener zu arbeiten. Allgemein ist die Bevölkerung von Bryar dem Sultan treu ergeben. Seine Worte sind Gesetz und wurden auch noch nie in Frage gestellt worden. An Feiertagen, wie dem Geburtstag des Sultans werden berauschende Feste gefeiert nicht nur im Palast. Die Ergebenheit liegt auch daran, dass die Bryarner ein sehr stolzes Volk sind und sich für die wahren Herrscher über Naromyr halten. Auch wenn dies schon in den Geschichtsbüchern steht. Trotzdem sind sie sich über die Macht ihres Staates bewusst.

Die Wissenschaft ist äußerst fortschrittlich in Bryar und es wird eine Menge Geld in die Forschung investiert. Berühmte Mathematiker und Philosophen stammen aus Bryar. Ihre Entdeckungen und Lehren sind auf der ganzen Welt bekannt. So wurde der Flaschenzug unabhängig von den Zwergen erfunden und entwickelt. Obwohl die Zwerge ihn schon längst verwendeten. So wissen die Bryarer auch wie Elektrizität erschaffen werden kann, doch der Aufwand der Weiterentwicklung ist so kostenaufwendig, dass weitere Forschungen eingestellt wurden. Sklaven sind weitaus billiger und günstiger zu halten. Sie werden für sämtliche Bauten verwendet, welche die Sultane in Auftrag gegeben haben. Ingeneure und Architekten sind am Hofe eingestellt und entwickeln immer wieder neue Techniken und Praktiken die zum Bau verwendet. Neben den Flaschenzug, gibt es den Gerüstbau und Kräne, welche die Arbeit erleichtern. Es gibt auch eine Magierschule in Qâr. Nur sehr wenige Menschen besitzen die Fähigkeit Magie zu bewirken. Die wenigen Auserwählten haben dort die Möglichkeit zu lernen, wie man ihr Talent kontrolliert und können weitere Fertigkeiten erwerben. Einige Wüstenelfen leben auch in der Magierschule, sie sind ausgezeichnete Lehrer und ihre Fähigkeiten werden sehr geschätzt. Das Handwerk ist dementsprechend auch weit entwickelt. Es gibt viele gute Schmiede, welche eine eigene Kunst des Schmiedens von Schwertern und Säbeln entwickelt hat. Sie falten das Eisen mehrere Male, dies macht die Klinge besonders hart und fest. Um das Eisengranulat schon im Vorfeld zu verhärten, reiben sie es in so kleine Stücke, dass sie es an den Ziegen verfüttern können. Die Ziegen scheiden es nach der Nahrungsaufnahme wieder aus. Durch die Enzyme welche im Verdauungstrakt wirken, werden die Eisensplitter noch härter.

Die Einwohner von Bryar sind wenig religiös. Ihr Fortschritt ließ sie die alten Götter vergessen, trotz der zahlreichen Tempel, welche man im Land findet. Sie schmücken eher die Städte und die Einheimischen aber auch Besucher besichtigen gerne die alten Gebäude. Immerhin sind sie Teil der Geschichte. Früher gab es die Verschiedensten Götter, wie den Gott des Krieges oder den der Fruchtbarkeit. Zu den verschiedensten Anlässen wurde den Göttern gehuldigt. Heute sind nur noch einige Feiertage übrig geblieben, dessen Rituale aus der vergangenen Zeit stammen.

Geschichtliches

Einst lebten die Wüstenelfen und die Rak'taka in der Region von Bryar. Sie herrschten über Wüsten, Savannen und Oasen. Dann jedoch betraten die Menschen das Land. Sie kamen mit kleinen Booten gesegelt und ließen sich nieder. Niemand weiß genau woher sie kamen und mittlerweile ist ihre Ankunft auf den Kontinent Naromyrs längst in Vergessenheit geraten. Ihre ersten Dörfer entstanden entlang des Flusses Quaras. Von dort aus besiedelten sie nach und nach das ganze Land. Die fruchtbare Erde des Landes sorgte für einen schnelleren Aufschwung des Volkes aus dem Süden als der der anderen Siedler Naromyrs und das heiße und teils milde Klima begünstigte die Entwicklung. So verdrängten sie die Wüstenelfen und Rak'taka, welche sich in den Savannen und Wüsten zurückzogen. Nur wenige Elfen blieben in den Oasen sesshaft. Diese leben heute noch in kleinen Dörfern zusammen. Der erste Kaiser einigte die Völker, welche am Quaras lebten. Dies verlief nicht friedlich, da Städte und Dörfer an ihrer Unabhängigkeit festhalten wollten. Er war einst ein Stammesführer eines mittlerweile unbekannten Dorfes am Fuße der Elrabath Gebirgskette und er erhob sich über alle anderen Stammesführer. Da sein Volk leicht an Eisen und Kupfer kam, war es in der Kriegskunst überlegen und verfügte über eine gute Schmiedekunst und Schwerter. Auch war ihr Anführer ein guter Taktiker und hatte schnell den ganzen Norden erobert. Da er etliche Dörfer unter seine Herrschaft gebracht hatte, konnte der Süden kaum Widerstand leisten. So einte er das ganze Land und war von da an als Sultan Palan bekannt. Er herrschte von da an viele Jahre und zeugte einen Sohn, welcher später den Thron bestieg.

Palan der Erste hatte den gleichen Ehrgeiz und Tatendrang wie einst sein Vater. Doch wollte er die ganze Welt erobern. Unter seiner Führung baute er die Handelsstraßen im Land aus. ließ Schiffe erbauen und stellte ein großes Heer. Die mittlerweile guten Handelsbeziehungen zu dem Land Silas brachten viel Geld, welche in die Erweiterung des Heeres investiert wurde. Auch mussten nun die Bürger Steuern bezahlen. Doch Palan der Erste wollte auch imposant sein Reich präsentieren. Hierfür ernannte er die Stadt Qâr zur Hauptstadt von Bryar und begann mit dem Bau eines Palastes der alle Herrschersitze in den Schatten stellen sollte. An dem Bauprojekt ließ er fünf Architekten arbeiten. Die Bauarbeiten sollten bis nach seinem Tode andauern. Doch stand im Vordergrund der Krieg den er gegen den Rest der Welt geplant hatte. Zwerge, Elfen, Orks- alle Rassen wollte er unterjochen.

Die ersten Länder die er unterwarf waren der Wüstenstaat Silas und Corvanion. Seine Truppen postierten sich in den Bergen zur Grenze von Silas. Als ein Bote des Sultans die Nachricht des Bruchs vom Friedensvertrag dem König von Silas überbrachte, hatte sich die bryarnische Armee schon in Bewegung gesetzt. In der Nacht griffen sie das Land an und nahmen die ersten Städte ein. Die Taktik bestand darin alles niederzubrennen und die Bevölkerung mittellos zu machen. Der König von Silas hatte keinerlei Zeit sich zu rüsten und in einer dreitägigen Schlacht wurde sein komplettes Heer vernichtet. Corvanion erging es auch nicht besser. So brachte Palan der Erste König für König zu Fall.

Als sich das Heer von Palan dem ersten den Norden näherte wurde seine Kriegskunst jedoch auf eine harte Probe gestellt. Usom war ein Land, welches auf den Angriff Bryars vorbereitet war und sich nicht so leicht ergeben wollte. Seine einzelnen Stämme hatten sich zusammengeschlossen und einen König erwählt. Sein Name lautete Tjordalf welcher eine zwanzigtausender starke Armee in den Krieg führen sollte. Ihr Ziel war es Palans Armee auf offenem Feld mit etwa nur achttausend Mann entgegenzutreten. Es war ein kalter Morgen und Nebel wogte über die Ebene als sich die Streitkräfte gegenübertraten. Der Sultan hatte um die vierzigtausend Soldaten gegen die Krieger Usoms ins Feld geführt. Er hatte von Erzählungen gehört, dass die Nordmänner ein zähes Pack waren und wollte mit seiner Masse sich einen Vorteil verschaffen. Einer seiner Schreiber hielt fest: Da standen sie da. Mann für Mann, Reiter, Speermänner und Bogenschützen. Es schien ein endloses Meer aus abertausenden kampferprobten Kriegern, die ihrer Treu dazu bereit waren ihrem Sultan bis in den Tod zu folgen. Ihnen gegenüber standen dagegen nur ein armseliger Haufen Wilder. Der Wahnsinn schien in ihren Augen und die Gesichter waren wild bemalt. Als man zum Angriff blies, hörte man wie Metall abertausender Klingen aus den Scheiden gezogen wurden. Dieses Geräusch erfüllte die komplette Ebene, bevor man zum Angriff überging.

Aber auch Tjordalfs Männer waren vorbereitet. Zu Beginn der Schlacht wurden die ersten Männer auf der Ebene geopfert, um den Feind in eine Falle zu locken. Die verbliebenen traten scheinbar den Rückzug an. Denn die restliche Armee, welche den Großteil ausmachte hielt sich in den Wäldern versteckt, um den Feind von dort aus zu überraschen und zu überfallen. Es sah so aus, als würde der Plan aufgehen. Die Soldaten der Bryarer folgte den Übriggebliebenen und wurde im Wald zersprengt und niedergeschlagen. Doch erreichte diese Wendung des Kampfes auch den Sultan und er befahl ebenfalls den Rückzug. Nun wurden die Jäger zu den Gejagten. Als sie sich auf der Ebene sammelten, waren genug Männer übrig, um die Usomer zu besiegen. Palans einfacher Trick, mehr Männer zu stellen, hatte sich gelohnt und nur knapp ging er als Sieger hervor. Es heißt sein Heer wurde auf zweitausend Krieger geschrumpft. Als er die umliegenden Dörfer plündern und niederbrennen lassen wollte, betraten seine Männer Dörfer der Toten. Die Frauen und Alten hatten von der Niederlage erfahren und sich und die Kinder getötet. Auch hier berichtet der Schreiber: Ein schrecklicher Anblick bot sich den Soldaten. Frauen die sich mit ihren eigenen Haaren aufgehängt hatten, Kindern denen die Kehle durchgeschnitten wurde. Alte, welche sich selbst erstochen hatten. Sie alle lagen in ihren Hütten und Palan der Erste war zu tiefst beeindruckt. Ein Volk welches lieber starb, als sich versklaven zu lassen, Familien die ihren Männern in den Tod folgten. Es war ihm eine Ehre gegen ein so stolzes Volk zu kämpfen, dass er hier ein Mahnmal errichten ließ. Aber die Eroberung von Usom sollte viele neue Probleme mit sich ziehen. Palan der Erste gewährte jedem eroberten Volk Religions- und Traditionsfreiheit. Dies bedeutete, die neuen Bürger von Bryar konnten ihr altes Leben weiterführen. Nur ihr Herrscher hatte sich geändert und es wurden geringe Steuern erhoben. In Regionen die nicht so einfacher zu befrieden waren, ließ man Soldaten zurück. Aber nicht um das Volk zu bewachen, sondern um die Töchter der Dörfer und Städte mit seinen Männern zu verheiraten. In Usom war dies nicht so einfach. Ein Großteil der Bevölkerung floh und es kam immer wieder zu Aufständen.

Palan der Erste starb und sein Sohn Hanan übernahm die Macht. Er war sehr jung und hatte keinerlei Kriegserfahrung. Es hieß der Krieg war ihm zuwider und sein Vater hatte ihn Zeit seines Lebens im sicheren Bryar aufwachsen lassen, anstatt zu kontrollieren, dass er die Kriegskunst erlernte. So hatte er seinen Vater fast dreißig Jahre nicht gesehen. Erst nach seinem Tode kehrte der Leichnam des alten Sultan nach Qâr zurück. Hanan hatte sich dafür viel mit der Architektur des Landes beschäftigt und träumte davon Bryar mit seinen Monumenten und Bauwerken erblühen zu lassen. Doch hierfür brauchte er viel Geld, Rohstoffe und Sklaven. Zuerst ließ er den Palast fertig erstellen, änderte sogar Baupläne, so dass mehrere Gärten und ein Schwimmbecken entstanden. Auch ließ er sein eigenes Grab errichten, um nach dem Leben gut versorgt zu sein. Um all seine Pläne zu verwirklichen erhob er im Ganzen Land hohe Steuern. Diese stimmten die Bewohner unzufrieden und es war fast eine Frage der Zeit bis in Usom die erste Revolution ausbrach, welche die Ernennung eines neuen König mit sich führte. Der Gegenkönig stellte eine Armee auf und begann weitere Länder im Norden zu befreien. Hanan, welcher kein guter Taktiker war, wusste sich nur schwer zu wehren. Auf seine Berater hörte er nicht. So kam es, dass schon nach geringer Zeit sich auch andere Länder von ihrer Unterdrückung befreiten. Schon bald war das Weltreich Bryars zerstört und auch mit Hanan sollte es kein gutes Ende nehmen. Im hohen Alter wurde er von seinem Bruder Palan der Zweite getötet und wurde in seinem prunkvollem Grab bestattet.