Abiona

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Abiona
Übersicht
Abbi.jpg
Spieler Tizia
Alter 20
Geschlecht weiblich
Rasse Halbelf


Aussehen

Abiona ist von kleiner Statur und hat ein schmales Gesicht. Ihre Haut hat einen sehr blassen Farbton, was sehr stark mit ihren dunklen, blauen Augen im Kontrast steht. Ihre Nase ist gerade und sanft geschwungen, ebenso wie ihr Mund, dessen Lippen voll, jedoch oft aufgesprungen und rissig sind. Sie hat schwarzes, langes und lockiges Haar, das sie stets zu einem Zopf flicht und wie ihre leicht spitzen Ohren unter einer schmutzigen Mütze verbirgt. Allerdings schleichen sich immer wieder kleine lockige Strähnen heraus, die sie dann entnervt hinter die Ohren zu klemmen versucht. Ihre trotz ihrer schlanken Linie weiblichen Rundungen versucht sie ebenso unter weiter geschnittener Männerkleidung zu verstecken, die alles in allem zwar wie zwei Nummern zu groß, aber fachmännisch gearbeitet wirkt. Zu den untypischen Hosen und dem Wams trägt sie abgenutzte Stiefel und, um ihre zierlichen Hände nicht für jeden sichtbar werden zu lassen, Halbfingerhandschuhe. Auffällig ist, dass ihre Kleidung zwar keine Löcher, aber viele Flecken aufweist, was sie schäbig und heruntergekommen wirken lässt.

Herkunft & Familie

Sie stammt aus einem früher reichen Gestütshof nahe Engelsfall

Mutter, Näherin auf einem ruinierten Gestüthof bei Engelsfall, Mensch
Vater, Reisender, Elf

Hintergrund & wichtige Punkte aus der Lebensgeschichte

Abiona, lässt sich aber lieber Abbi rufen
(aus dem nigerischen, bedeutet die auf Reisen Geborene)

Abiona wuchs behütet auf einem reichen Gestütshof nahe der Stadt Ivralon auf, die ungefähr zwei Tagesritte südwestlich von der Festung Ivralon liegt. Als Tochter einer Näherin und vermeintlich dem zweiten Sohn des Hausherren galt sie zwar als Bastard, aber wegen ihrem freundlichen, liebenswerten Wesen wurde sie stets mit einem Lächeln empfangen. Außerdem lernte sie die Welt der Pferde kennen und entwickelte eine tiefe Zuneigung zu jeder Art von Tier, besonders aber zu Pferden, an deren Leben sie auf dem Hof besonders teilhaben konnte. Ihr Interesse für sie verband sie mit den Stallburschen. Sie waren allesamt Brüder und Vettern, worüber Abbi sich jedoch nie Gedanken machte, denn sie nahmen sie wie eine kleine Schwester bei sich auf. So war sie zuerst nur eine Ablenkung und Behinderung, doch durch ihre Beobachtungsgabe und Aufmerksamkeit war es ihr ein leichtes, von den Stallburschen zu lernen und wurde alsbald zu einer verlässlichen Hilfe. Die Pflege der schönen, starken Tiere vermittelte ihr eine tiefe Zufriedenheit und verhalf ihr zu Beantwortungsbewusstsein und der Gabe, für andere zu sorgen. Schon mit acht Jahren konnte sie einwandfrei reiten und der Stallmeister unterstellte ihr ein schwaches Fohlen, das sie sogar aufzupäppeln vermochte. Damit hatte sie sich bewährt und war gleichgestellt. Sie übernahm wichtigere Arbeiten wie die Futterverteilung und bewies ein gutes Verständnis für Mengen und Geschick im Handeln, wenn auch sie erst 12 Jahre alt war.
Als die Hausherrin ihre Talente erkannte, war ihr eine grundlegende Ausbildung in Lesen, Schreiben und Rechnen beschieden, damit sie ihr später bei der Verwaltung des Hof ein Werkzeug sein konnte. Die Arbeit hinter verstaubten Bestandsbüchern und dem Schreibtisch mit dem Abakus unterschied sich jedoch so grundlegend von dem Leben im Stall, dass es sie bald langweilte und sie sich bei höheren Dingen schließlich absichtlich dumm stellte, um der Ausbildung zu entgehen, was ihr schließlich gelang. Die Hausherrin ließ sie ihre Enttäuschung spüren und verdonnerte sie absichtlich zu Näharbeiten bei ihrer Mutter, wodurch Abiona die Handarbeit kennenlernte. Sie teilte zwar nicht die Faszination ihrer Mutter, wie sich Stoffstücke zu einem ganzen Kleidungsstück fügten, wie man mit einem ewig langem Faden Stoffe fertigen konnte, wie sich die Wolle von Schafen zu einem Faden gesponnen wurde, aber das war immer noch besser als die Ausbildung zum versteckten Verwalter.
Die Mädchen in den Familien, deren Männer im Stall arbeiteten, mussten in die nahe Stadt und dort Hausarbeiten erledigen. Nun musste Abbi ebenso mitgehen, so wies es die Hausherrin an. Von da an wusste sie, wo sie nicht landen wollte: in den Haushalten der Reichen, Überheblichen, in dem sie wegen ihrer Herkunft niederste Arbeiten verrichten musste. Anhand der Stallburschen bemerkte sie, dass Männer es in dieser Welt leichter hatten, ihre Ziele in die Tat umzusetzen. Sie konnten nach einer gewissen Zeit mit einem für Abbis Verhältnisse stattlichen Vermögen in die Stadt ziehen und dort eine Lehre ihrer Wahl beginnen, die Mädchen wurde schließlich an den Höchst bietenden verheiratet, für Abbi eher verkauft. So beschloss sie, sich als Junge zu verkleiden und schlich sich gen Abend nach Ivralon, um die Stadt mit anderen Augen zu sehen. Dort lernte sie eine Bande Straßenjungen kennen, die nun ihre meiste Zeit in Anspruch nahmen. Der Anführer der Gruppe, ein junger Kerl mit dem Namen Yogi, hatte sie besonders in den Bann geschlagen, aber weil sie die Rolle eines Jungen spielte, konnte sie sich ihm nicht nähern. Stattdessen wurde sie zu seinem Schatten und erwarb sich eine breite Palette an Tricks, die das Überleben in einer fremden Stadt möglich machten, wobei sie es sich aber nie erlaubte zu stehlen oder auch nur Gestohlenes anzunehmen. Ihre Streiche waren nie bösartiger Natur, sie trietzte aber besonders die Händler, Kaufleute und niederen Adeligen, bei denen sie tagsüber arbeiten musste. Dass sie der Bande damit ermöglichte, dort auch Dinge mitgehen zu lassen, nagte zwar an ihrem Gewissen, doch sie empfand es nicht ungerechter als das überhebliche Verhalten ihr gegenüber.
Die einzige, die ihre Ausflüge bemerkte, war ihre eigene Mutter Ilana. Sie wartete oft, bis Abbi endlich nach Hause kam, fragte aber nie, wo sie gewesen war, weil sie spürte, dass dies der Ausgleich für die ihr unliebsame Arbeit des Tages war. Sie lächelte immer, wenn sie Abbi rosigen Wangen sah, ihre glänzenden Augen, wenn sie verträumt vor ihr stehen blieb und zurück nach Ivralon blickte.
Als Abbi 17 Jahre alt war, erkrankte ihre Mutter. Ihre Ausflüge nach Ivralon nahmen damit ein jähes Ende und sie sah Yogi nie wieder. Ihre Mutter litt an einer schweren Lungenentzündung und hütete bald das Bett. Abbi musste ihre Arbeit auf dem Hof übernehmen und sie zudem noch pflegen, doch ihr Zustand verbesserte sich nicht. Abbi lernte so das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht kennen und hassen. Was sie auch tat, sie wurde nicht gesund. Zwei Jahre lang quälte sich Abbis Mutter, bevor sie endlich Ruhe im Tod fand. Auf dem Sterbebett gestand sie Abbi, dass sie das Kind eines reisenden Elfen war. Sie hatte ihr schon von klein auf beigebracht, ihre Haare so zu tragen, dass ihre Ohren versteckt blieben, um keinen Verdacht zu erregen. Da ein Spiegel hohes Gut war und Abbi kaum eine Gelegenheit hatte, in den Spiegel zu sehen, hatte sie sich darüber nie Gedanken gemacht und war dementsprechend überrascht, als sie von ihrem Vater erfuhr. Ihre Mutter bat sie verzweifelt um Vergebung, doch das fiel Abbi nicht schwer. Ihr war ein unbekannter Vater lieber als der Zweitgeborene des Gutsbesitzers, denn der hatte sie nie besonders beachtet. Seitdem malte sie sich aus, wer ihr Vater war und was er so trieb, wobei immer die Frage in ihr bohrte, warum er nicht bei ihnen geblieben war. Ihre Mutter vertraute ihr in ihren letzten Stunden auch an, wo sie ihr gespartes Geld aufbewahrte, das nun ihr gehörte.
Nun, da sie wusste, dass keiner auf dem Hof mit ihr verwandt war, kam sich Abbi sehr einsam vor. Nur ihre Liebe zu den Pferden hielt sie noch auf dem Hof, deren Pflege sie sich jetzt besonders widmete. Der anbrechende Krieg jedoch stürzte den Hof in finanzielle Schwierigkeiten, weil die Stadt unentgeltlich Kriegspferde und hohe Steuern forderte. Bald herrschte Not und Mangel und schließlich beschloss Abbi, ihrer Kindheit und ihrem Geburtsort den Rücken zu kehren. Sie nähte sich Reisekleidung, packte ihre wenigen Habseligkeiten und machte sich in Nacht und Nebel davon, weg von der Grenze zu Zandurs Reich, weiter ins Landesinnere. Nach einigen entbehrungsreichen Monaten, während denen ihre Mitgliedschaft in der Straßenbande in Ivralon sich bezahlt machte, fand Abbi endlich nach Aron und nistete sich dort in einer verlassenen Tischlerei ein.

Aufenthalt in Aron

Ihre Beschäftigung in Aron, gelernter/ausgeübter Beruf, weitere Fähigkeiten:
Auftragsarbeiten (Handarbeit)
Haushaltshilfe

Wo wohnt sie in Aron?
Handwerkerviertel, Boden einer verlassenen Tischlerei

Charaktereigenschaften und -fähigkeiten

Charakterzüge:
Abiona ist ehrlich und gewissenhaft, sie würde nie etwas tun, was dem Gesetz widerspricht. Ihr Mitgefühl für die Armen und Mittellosen besonders deren Kinder veranlasst sie, alles an diese weiter zu geben, was sie selbst entbehren kann. Zudem kümmert sie sich um kranke und verletzte Tiere, die sie auf der Straße findet, und päppelt sie wieder auf. Sie lebt zurückgezogen, lehnt aber nie eine anregende Unterhaltung ab, wenn sie die Gelegenheit dazu hat. Sie sucht stets nach Arbeit und erledigt sie fleißig und sorgfältig, wodurch sie sich einigermaßen über Wasser halten kann.

Abneigungen:

  • Tierquälerei
  • Vorurteile
  • Selbstgefälligkeit
  • eigene Hilflosigkeit
  • Ungerechtigkeit

Vorlieben:

  • Tiere, besonders Pferde
  • Yogi
  • heißen Waldbeer-Tee
  • Handarbeit
  • Regen

Besondere Fähigkeiten:

  • Umgang mit Tieren, besonders mit Pferden
  • Geschicklichkeit bei Handarbeiten
  • Einfühlsamkeit

Wünsche und Ziele

  • Eine sichere Zukunft (feste Arbeit, Heirat...)
  • Yogi wiedersehen und ihm ihre wahre Identität offenbaren
  • Eigenen Gestütshof